Christine Fleck steht in einer Backstube und stellt ihr Müsli her. (Foto: instagram.com/diospigranola)

100.000 Euro durch Granola-Verkauf

Wie ein Müsli aus Kirchheimbolanden einem Krankenhaus in Peru hilft

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Christine Fleck aus Kirchheimbolanden macht seit gut 13 Jahren ein Knuspermüsli und verkauft es. Mit dem Erlös hilft sie Menschen in Südamerika, konkret: einem Krankenhaus in Peru.

Die 60-jährige Christine Fleck backt leidenschaftlich gerne Knsupermüsli, auch bekannt als Granola. Angefangen hat alles vor mehr als 30 Jahren. Damals machte sie ihr Müsli noch für Familie und Freunde. Vor gut 13 Jahren lernten sie und ihr Mann dann ein Ehepaar kennen, das gerade dabei war ein Krankenhaus in Peru aufzubauen.

"Wir waren begeistert von den Plänen für das Krankenhaus und als Christen wollten wir mithelfen", erzählt sie. Hier in Deutschland lebe man im Luxus und im Überfluss. Deshalb sei es für sie selbstverständlich etwas abzugeben. Und so sei damals die Idee für ihr Müsli mit dem Namen "Diospi-Granola" entstanden.

Müsli hilft Krankenhaus auf 2.600 Metern Höhe

Seit 2007 gibt es nun das Krankenhaus in den peruanischen Anden, auf 2.600 Metern Höhe. Hunderttausende Menschen bekommen dort medizinische Hilfe. Hauptsächlich Quechua-Indianer, Nachfahren der Inka, sagt Christine Fleck.

Auf dem Foto ist ein Krankenhaus in den peruanischen Anden zu sehen. (Foto: diospi-suyana.de)
Das Diospi-Suyana-Krankenhaus in den peruanischen Anden: Dafür stellt Christine Fleck seit 13 Jahren Müsli her, um den Erlös zu spenden. diospi-suyana.de

Das Krankenhaus biete eine moderne Versorgung, die es in der Region - in der Nähe von Cusco - sonst nicht gebe. Die Leute würden teilweise 16 Stunden mit dem Bus anreisen, weil sie dort so gut versorgt und auch respektvoll behandelt würden. "Das kennen die Ureinwohner, die Quechua-Indianer, sonst nicht."

Schon 100.000 Euro sind durch meinen Granola-Verkauf zusammengekommen. Ich bin da schon überrascht.

Mehrmals in der Woche produziert Christine Fleck ihr Müsli. Die meisten Zutaten bezahlt sie selbst - darunter Honig, Mandeln und Kokos. Die Granola-Macherin bekommt aber auch Unterstützung aus Kirchheimbolanden: Ein Landwirt stellt Dinkelflocken und eine Bäckerei ihre Backstube. Inzwischen seien durch den Müsli-Verkauf schon mehr als 100.000 Euro zusammengekommen. Aber bei 120 Päckchen im Monat oder auch mal mehr, komme da einiges zusammen.

In kleinen Plastik-Tüten verkauft Christine Fleck ihr Diospi-Granola für das Diospi-Suyana-Krankenhaus in Peru. (Foto: SWR)
In solchen kleinen Plastik-Tüten verkauft Christine Fleck ihr Diospi-Granola für das Diospi-Suyana-Krankenhaus in Peru.

"Solange ich das machen kann, mache ich das gerne"

Für Christine Fleck ist ihr selbstgemachtes Granola eine Herzensangelegenheit. Mit ihren Knusperflocken möchte sie auch noch möglichst lange Gutes tun. „Ich bestimme nicht, wie lange ich fit bin, aber solange ich kann, werde ich das sehr gerne machen." Auch nach 13 Jahren renne sie nach wie vor mit "wehenden Fahnen" in die Backstube.

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