Alle Entwicklungen zu den bei Kusel getöteten Polizisten im Blog. (Foto: SWR)

Beamte sterben bei Verkehrskontrolle

Mittwoch, 2. Februar

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Bei einer Verkehrskontrolle sind am 31. Januar zwei Polizeibeamte der Polizeiinspektion Kusel getötet worden. Die aktuellen Entwicklungen in unserem Blog:

Mittwoch, 2. Februar

Andreas S. durfte wegen Körperverletzung keine Waffen führen
20:15 Uhr

Andreas S., der Hauptverdächtige im Fall der beiden getöteten Polizisten, soll wegen Körperverletzung angeklagt gewesen sein und man habe ihm deswegen die Zulassung für das Führen einer Waffe entzogen, berichtet SWR-Reporterin Alexandra Dietz. Wegen Wilderei war der 38-Jährige zwar auch angeklagt, aber er wurde nie verurteilt, weil man ihm nichts nachweisen konnte.

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Lewentz besucht Kollegen und Kommilitonen der getöteten Polizisten
18:45 Uhr

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Polizisten hat der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) die Kollegen und Kommilitonen der Opfer besucht und mit ihnen über die grausame Tat gesprochen. "Es war gut, dass wir die Gelegenheit hatten, auch einmal über die Gefühle der Polizeibeamten zu sprechen", sagte Lewentz. In der Polizeiinspektion Kusel habe er mit den "emotional sehr, sehr mitgenommenen" Kollegen des getöteten 29 Jahre alten Oberkommissars gesprochen. Der Polizeipräsident von Kaiserslautern, Michael Denne, der den Minister ebenfalls begleitete, sei anschließend zu den Eltern des Opfers gefahren. "Wir kümmern uns sehr intensiv um beide Eltern. Hier bewährt sich der Begriff der Polizeifamilie." Beim anschließenden Besuch der Hochschule der Polizei im Hunsrück habe er mit rund 50 Kommilitonen der 24 Jahre alten Polizeianwärterin gesprochen, die Ende April ihr Studium abschließen wollte. In den Gesprächen sei es auch um die Sinnhaftigkeit des Polizeiberufs gegangen. Die Studierenden hätten berichtet, angesichts der brutalen Tat für einen kurzen Moment an ihrer Berufswahl gezweifelt zu haben, nach einigem Nachdenken aber schon jetzt wieder überzeugt zu sein, "die Gesellschaft braucht den Schutz".

Faeser fordert BKA zu Vorgehen gegen Hasskommentare auf
17:00 Uhr

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat das Bundeskriminalamt (BKA) beauftragt, schnell gegen Hasskommentare im Netz nach dem Polizistenmord in Kusel vorzugehen. "Der Doppelmord an den beiden Polizisten in Kusel ist wegen seiner Brutalität und Skrupellosigkeit kaum zu fassen", sagte Faeser der "Bild"-Zeitung. "Leider sehen wir im Netz nach der Tat zum Teil sehr widerwärtige und pietätlose Hasskommentare." Sie habe deshalb den Präsidenten des BKA, Holger Münch, gebeten, schnell und sehr entschieden dagegen vorzugehen, so die Ministerin.

Landespolizeipräsidium Saarland schaltet Hinweistelefon und Hinweisportal
16:30 Uhr

Aufgrund vieler Hinweise nach der Tötung einer Polizeibeamtin und eines Polizeibeamten in Rheinland-Pfalz hat das Landespolizeipräsidium Saarland ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon eingerichtet.
Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0800/3304614 oder über die Mailadresse lpp-hinweis@polizei.slpol.de mit dem Landespolizeipräsidium des Saarlandes in Verbindung zu setzen.

Auch in Rheinland-Pfalz immer wieder Fälle von Wilderei
16:00 Uhr

Erste Ermittlungen im Fall der getöteten Polizisten im Kreis Kusel deuten auf Wilderei als mögliches Tatmotiv hin. Ein Massenphänomen scheint die Wilderei nicht zu sein. Doch sie kommt auch in Rheinland-Pfalz immer wieder vor - allein im Jahr 2020 wurden 88 Fälle gezählt:

Deutschland

Nach den tödlichen Schüssen auf Polizisten im Kreis Kusel Wilderei - skrupellos, kriminell und gar nicht so selten

Erste Ermittlungen im Fall der getöteten Polizisten im Kreis Kusel deuten auf Wilderei als mögliches Tatmotiv hin. Ein Massenphänomen scheint die Wilderei nicht zu sein - aber eine Straftat mit vielen gefährlichen Facetten.  mehr...

Andreas S. soll im großen Stil gewildert haben
15:15 Uhr

Der Hauptverdächtige im Fall der beiden getöteten Polizisten hat im großen Stil Jagdwilderei betrieben: Wie SWR-Reporterin Alex Dietz berichtet, schoss Andreas S. nicht nur in drei deutschen Landkreisen Wild, sondern auch im Ausland.

SWR-Redakteur kannte eines der beiden Opfer
14:00 Uhr

SWR-Redakteur Luca Schulz arbeitete früher im Polizeipräsidium Westpfalz. In seiner Zeit dort lernte er einen der beiden Beamten kennen, die am Montag erschossen wurden. Hier erinnert er sich an ihn:

Kusel

Erschossene Polizisten in Kusel Kommentar: "Wo sind wir eigentlich angekommen?"

Zwei 24 und 29 Jahre alte Polizisten sind am Montag im Kreis Kusel bei einer Routine-Kontrolle ums Leben gekommen. SWR-Redakteur Luca Schulz kannte einen der beiden. Hier sein persönlicher Kommentar.  mehr...

Polizisten in Rheinhessen trauern um Getötete
12:45 Uhr

Nach der Tötung der beiden Polizisten im Kreis Kusel ist die Trauer auch bei der Polizei in Rheinhessen groß. "Die Polizei ist eine riesengroße Familie, jeder Polizist ist ein Familienmitglied", sagte der Leiter der Polizeiinspektion Bingen, Bernd Gemünden.

Oppenheim

Blumen und Kerzen vor Polizeidienststellen Große Trauer und Anteilnahme in Rheinhessen wegen getöteter Polizisten

Im Kreis Kusel sind am Montag eine junge Polizistin und ein junger Polizist erschossen worden. In den Polizeidienststellen in Rheinhessen ist die Trauer groß, ebenso wie die Anteilnahme in der Bevölkerung.  mehr...

Landesweite Schweigeminute am Freitag um 10 Uhr
11:30 Uhr

Am Freitag soll es landesweit um 10 Uhr eine Schweigeminute für die beiden erschossenen Polizisten geben. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Kaiserslautern. Ob es darüber hinaus eine öffentliche Gedenkveranstaltung geben werde, sei derzeit offen. Unterdessen hat die Polizeistiftung Rheinland-Pfalz für die Familien der beiden Getöteten das Spendenkonto "Kusel - Zwei von uns" eingerichtet. Die Spenden sollen auch Kolleginnen und Kollegen, die unmittelbar in das Geschehen eingebunden waren oder die mit den Getöteten Dienst getan haben, bei der Trauerbewältigung helfen, so die Stiftung.

Gedenkgottesdienst in Kusel am Donnerstag
10:30 Uhr

In der protestantischen Stadtkirche in Kusel findet morgen eine ökumenische Gedenkfeier für die beiden getöteten Polizisten statt. Der Gottesdienst der protestantischen und katholischen Kirchengemeinde werde auch akustisch auf den Marktplatz übertragen, sagte der evangelische Dekan Lars Stetzenbach. Beginn ist um 19 Uhr. Für die Menschen im Landkreis Kusel solle der Gottesdienst ein "Forum der Trauer" um die 24-jährige Polizeianwärterin und ihren 29-jährigen Kollegen sein.

Sonderkommission gebildet
10:15 Uhr

Für die weiteren Ermittlungen hat die Polizei Kaiserslautern eine Sonderkommission gebildet. Verantwortlich ist Frank Gautsche, der Leiter der Kriminaldirektion.

Verdächtiger besaß keinen gültigen Jagdschein mehr
10:00 Uhr

Der Hauptverdächtige im Fall der ermordeten Polizisten besaß nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes keinen gültigen Jagdschein, durfte also legal keine Jagdwaffen mehr besitzen. Bei der Festnahme des 38-Jährigen und des 32 Jahre alten mutmaßlichen Mittäters waren mehrere Waffen sichergestellt worden. Die Ermittler gehen inzwischen mehr als 150 Hinweisen nach.

Polizisten in Wiesbaden legen Schweigeminute ein
9:45 Uhr

Auch in auf der anderen Rheinseite haben Polizisten ihrer beiden ermordeten Kollegen gedacht. In Wiesbaden legten in der vergangenen Nacht alle freien Streifen eine Schweigeminute vor dem Hauptbahnhof ein und zeigten ihre Solidarität.

Aus Solidarität den getöteten Kolleginnen und Kollegen der @Polizei_KL gegenüber, haben sich heute Nacht alle freien Streifen der PD Wiesbaden am Hbf getroffen und eine gemeinsame #SCHWEIGEMINUTE eingelegt. Die Betroffenheit ist noch immer sehr groß. #zweivonuns https://t.co/IxWsizvTjV

Weitere Ermittlungen: Besaßen Tatverdächtige Waffenbesitzkarten?
4:15 Uhr

Die Ermittler untersuchen am Mittwoch weitere Details zu den beiden festgenommenen Tatverdächtigen im Fall der beiden getöteten Polizisten. Die Behörden wollen unter anderem klären, ob die Männer über Waffenbesitzkarten verfügten, wie die Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern mitteilte. Bei der Festnahme der Männer am Montag im Saarland war ein großes Waffenarsenal sichergestellt worden. Die Ermittler wollen auch den rund 150 Hinweisen nachgehen, die zu dem Verbrechen bis zuletzt eingegangen waren.

Ulmet, Kreis Kusel

Bei Verkehrskontrolle getötet Was am Tattag geschah: Polizistin und Polizist im Kreis Kusel erschossen

Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin und ihren Kollegen bei Ulmet im Kreis Kusel hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen.  mehr...

Sulzbach

Polizisten bei Kusel getötet Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest

Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin und einen Polizisten im rheinland-pfälzischen Kreis Kusel sollen die beiden Tatverdächtigen heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Männer waren im Saarland festgenommen worden.  mehr...

Getötete Polizisten im Landkreis Kusel Das ist über die mutmaßlichen Täter bekannt

Das Entsetzen über die tödlichen Schüsse auf zwei Polizisten im Kreis Kusel ist groß. Zwei Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Wir fassen zusammen, was wir bislang über die mutmaßlichen Täter wissen.  mehr...

Kusel

Ökumenische Trauerfeier in Kusel Emotionaler Abschied von erschossenen Polizisten

In Kusel ist am Donnerstagabend in einem ökumenischen Gottesdienst der zu Beginn der Woche getöteten Polizistin und ihres Kollegen gedacht worden.  mehr...

Kusel

Erschossene Polizisten in Kusel Kommentar: "Wo sind wir eigentlich angekommen?"

Zwei 24 und 29 Jahre alte Polizisten sind am Montag im Kreis Kusel bei einer Routine-Kontrolle ums Leben gekommen. SWR-Redakteur Luca Schulz kannte einen der beiden. Hier sein persönlicher Kommentar.  mehr...

Kreis Kusel / Region Trier

Nach tödlichen Schüssen auf Polizisten im Kreis Kusel Trauer an Hochschule der Polizei

An der Hochschule der Polizei in Büchenbeuren haben Studierende und Lehrkräfte am Montagabend der beiden bei Kusel getöteten Polizisten gedacht.  mehr...

Kusel

Tödliche Schüsse auf Polizisten Polizeigewerkschaften: Psychologische Betreuung jetzt am wichtigsten

Nach der Gewalttat von Kusel ist der Schock groß bei der Polizei. Wichtig sei jetzt die Betreuung der Kollegen, so die Gewerkschaften. Eine sachliche Aufarbeitung solle später folgen.  mehr...

Nach den tödlichen Schüssen im Kreis Kusel Bodycams und Schutzwesten - wie gut sind Polizisten geschützt?

Angriffe auf Polizisten und Polizistinnen in Rheinland-Pfalz mehren sich. Bodycams und Schutzwesten sind wichtige Gegenmaßnahmen. Eine Bodycam kann wichtige Hinweise auf Täter geben. Allerdings ist ihr Einsatz nicht verpflichtend.  mehr...

Deutschland

Nach den tödlichen Schüssen auf Polizisten im Kreis Kusel Wilderei - skrupellos, kriminell und gar nicht so selten

Erste Ermittlungen im Fall der getöteten Polizisten im Kreis Kusel deuten auf Wilderei als mögliches Tatmotiv hin. Ein Massenphänomen scheint die Wilderei nicht zu sein - aber eine Straftat mit vielen gefährlichen Facetten.  mehr...

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