Drei Liegestühle vor dem Pfalztheater.  (Foto: SWR)

KL.Digital startet neue Aktion

Darum stehen jetzt Liegestühle in Kaiserslautern

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Lautrer und Besucher der Stadt können seit Dienstag in der Innenstadt auf Liegestühlen relaxen. Das Ganze ist eine Aktion von KL.Digital. Die Stühle selbst sollen auch digital werden.

Zwischen dem Shoppen kurz Pause machen oder sich gemütlich mit Freunden draußen in der Innenstadt von Kaiserslautern treffen - ohne dafür bezahlen zu müssen. Das geht jetzt in Kaiserslautern. KL.Digital stellt an verschiedenen Orten in der Innenstadt Liegestühle auf.

Hier stehen die Liegestühle in Kaiserslautern

Die Liegestühle stehen auf der Wiese vor dem Pfalztheater und auf dem Schillerplatz. In einem nächsten Schritt sollen sie mit einem GPS-Sensor ausgestattet werden. Dann können die Lautrer die Stühle mit zu ihrem Lieblingsort in der Stadt nehmen. So soll ermittelt werden, wo sich die Menschen in der Stadt gerne aufhalten und wo möglicherweise noch Sitzmöglichkeiten fehlen.

Viele weitere Ideen für Innenstadt von Kaiserslautern

KL.Digital plant weitere Aktionen in der Innenstadt. Die Liegestühle sind der Auftakt des Projekts "Stadt.Raum.Wir". Ziel ist, dass durch das Projekt unterschiedliche Menschen in Kaiserslautern zusammenkommen und neue nicht-kommerzielle Begegnungsräume geschaffen werden. Es gibt viele Ideen, sagt Olivia Duran, Projektleiterin bei KL.Digital.

"Von Volleyball-Turnier, über Skaterbahn für Jugendliche, gemeinsame Picknicks, Pilates im Park bis hin zum Französischem Frühstück, Spielflächen für Familien und Kinder, Sprachkurse, Lesungen oder kreativem Gestalten, sind so gut wie alle umsetzbaren Veranstaltungen denkbar."

Liegestühle auf dem Schillerplatz in Kaiserslautern. (Foto: SWR)
Chillen auf dem Schillerplatz in Kaiserslautern.

Kaiserslauterer können mitbestimmen

Die Ideen stammen aus verschiedenen Umfragen und Workshops unter Bürgerinnen und Bürgern. KL.Digital hofft auf weitere Anregungen. Die Lautrer selbst sollen digital mitbestimmen, welche Idee an welchem Ort als nächstes umgesetzt wird. Insgesamt stehen 15 Millionen Euro zur Verfügung. Der Bund fördert das Projekt.

Liegestühle beruhen auf soziologischer Theorie

Die Idee zum Projekt kommt aus der Wissenschaft. Der Soziologe Ray Oldenburg hat die Theorie der "Dritten Orte" entwickelt. Darunter versteht er Räume der Gemeinschaft, die einen Ausgleich zwischen Familie (erster Ort) und Job (zweiter Ort) bilden.

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