Ein Mitarbeiter des Forstamts Kaiserslautern kontrolliert den Pfälzerwald auf Baumschäden (Foto: SWR)

Dürre und Sturm setzen den Bäumen zu

Darum ist das Wandern im Pfälzerwald gerade gefährlich

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Christoph Heck
Bild von Christoph Heck, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Die Forstämter in Kaiserslautern und der Region rufen zur Vorsicht beim Waldspaziergang auf. Im Herbst besteht die Gefahr von Astbruch und umstürzenden Bäumen.

In den vergangenen drei Jahren sind die Bäume im Pfälzerwald durch die anhaltende Dürre nach Angaben der Forstämter erheblich geschwächt worden. Selbst alte Eichen, die als resistent und deshalb als "Klimaretter" gelten, seien erkennbar krank, erklärt Daniel Kocher, Forstreferent vom Forstamt Kaiserslautern. Der Wassermangel sorge dafür, dass die Gefahr von herabstürzenden Ästen und umfallenden Bäumen gestiegen ist.

Mit dem Herbstwetter steigt die Gefahr

Das gelte insbesondere im Herbst, wenn es außerdem an manchen Tagen noch stürmisch ist: "Ich würde bei Sturm oder starken Winden vom Waldbesuch eher absehen, weil es aufgrund des vielen Totholzes in den Kronen immer dazu kommen kann, dass Astabbrüche jetzt auch entlang der Wege passieren", mahnt Kocher zur Vorsicht.

Die Forstämter in der Westpfalz bitten alle Waldspaziergänger, Schäden oder Gefahrenstellen an Grillhütten und Waldspielplätzen zu melden. Das ist zum Beispiel mithilfe der Smartphone-App "Waldecho Rheinlandpfalz" des Landes-Umweltministeriums möglich.

"Wenn man sich den Wald so anschaut, erkennt man, dass es vor allem bei den älteren Buchen fast keine mehr gibt, die nicht irgendeine Art von Vorschädigung hat."

Entlang der Verkehrs- und Wanderwege sind die Forstämter gesetzlich dazu verpflichtet, tote und kranke Bäume zu beseitigen. Das Forstamt Kusel hat bereits angekündigt, bei größeren Baumschnittaktionen, für die Wege über längere Zeit gesperrt werden müssen, rechtzeitig zu informieren.

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