Ein Junge mit Schwimmbrett im Wasser (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Nachfrage nach Schwimmkursen nicht zu decken

DLRG Kusel warnt: Corona macht Kinder zu Nichtschwimmern

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Die Corona-Pandemie könnte dazu führen, dass es in den nächsten Jahren häufiger zu Badeunfällen kommt. Der Grund: die Schwimmkurse in der Westpfalz sind fast komplett voll.

Häufig lernen Kinder in Deutschland in den Sommerferien zwischen Kindergarten und erster Klasse schwimmen, manche auch etwas früher, andere etwas später. Doch egal wann, die meisten besuchen einen der zahlreichen Schwimmkurse des DLRG. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie lernen immer weniger Kinder richtig zu schwimmen.

Nachfrage nach Schwimmkursen in der Westpfalz enorm

Der DLRG Kusel berichtet, dass die Nachfrage nach Schwimmkursen bei den Ortsverbänden enorm sei. Der Bedarf könne jedoch gar nicht abgedeckt werden. Durch die Corona-Pandemie sei das Schulschwimmen größtenteils ausgefallen. Auch die Hallenbäder waren laut DLRG über viele Monate hinweg geschlossen. Dadurch hätten viele Kinder nicht richtig schwimmen lernen können. Die Situation werde außerdem dadurch verschärft, dass es generell immer weniger Schwimmbäder in der Westpfalz gibt, weil die klammen Kommunen die Einrichtungen aus Kostengründen schließen müssten.

Kaum noch freie Plätze in den Schwimmkursen

Der DLRG in Kusel verweist die Kinder schon an umliegende Vereinsgruppen. Doch auch die DLRG-Kollegen in Altenglan, Ramstein oder Kaiserslautern seien bereits an ihren Kapazitätsgrenzen. Der DLRG Hauenstein unterrichtet die Kinder nach eigenen Angaben je nach Altersgruppe. Angehende Schulkinder hätten in der Südwestpfalz Vorrang.

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