Die ehemalige Kaserne in Kusel dient heute als Flüchtlingsunterkunft. (Foto: SWR, (Archivbild))

Geflüchtete hatten Asylantrag gestellt

Afghanistan-Flüchtlinge in Kusel untergebracht

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Mehr als 30 Flüchtlinge aus Afghanistan sind in der Asyleinrichtung in Kusel untergebracht worden. Sie hatten zuvor beantragt, in Deutschland bleiben zu dürfen.

Es sind genau 31 Geflüchtete aus Afghanistan, die nach Kusel in die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) verlegt wurden. Das bestätigte ein Sprecher der Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer. Dort waren die Afghanen zunächst gelandet. In Speyer hätten sie aber nicht länger bleiben können, weil es in der dortigen AfA mehrere Corona-Fälle gibt.

Afghanistan-Flüchtlinge in Kusel untergebracht

Die Flüchtlinge waren zuvor vom US-Militär aus Afghanistan ausgeflogen und auf der Air Base in Ramstein untergebracht worden. Von dort aus hatten zuletzt bereits rund 100 Afghanen einen Asylantrag gestellt, um in Deutschland bleiden zu dürfen. Dabei soll es sich vor allem um Ortskräfte und deren Familien handeln, die in Afghanistan für das US-Militär gearbeitet haben.

Rund 400 Geflüchtet aktuell in den AfAs im Land

Insgesamt seien aktuell rund 400 Geflüchtete von der Air Base auf die Erstaufnahmeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz verteilt worden. Deutschland und die USA haben eine Vereinbarung, wonach die Menschen, die vom US-Militär aus Afghanistan gerettet und nach Ramstein gebracht wurden, ausgeflogen werden sollen.

Bund entscheidet über Flüchtlingsaufnahme

Sehr vereinzelt sind nach Angaben des rheinland-pfälzischen Integrationsministeriums auch Menschen in Ramstein angekommen, für die eine Aufnahme in Deutschland vorgesehen ist. Dazu gehören die Personen, die derzeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht sind. Der Bund entscheide dann, in welchem Land sie dauerhaft untergebracht werden.

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