Ein Spielfeld bei den Pfälzer Kubb Open in Schindhard.

Faszination Wikingerschach

Interview: Pfälzer Kubb Open am Wochenende in Schindhard

Stand

Rund 500 Teilnehmende kommen am Samstag zu den Pfälzer Kubb Open nach Schindhard (Kreis Südwestpfalz). Das Spiel hat immer mehr Fans. Ein Interview mit einem der Organisatoren.

Die Teilnehmenden der Pfälzer Kubb Open in Schindhard kommen aus der Schweiz, Österreich, Belgien, Luxemburg und ganz Deutschland. Das Spiel ist auch als Wikingerschach bekannt. Jens Meier ist Kassenwart des 1. Hägar-Club Schindhard e.V. und einer der Organisatoren der Großveranstaltung.

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SWR Aktuell: Worum geht es beim Kubb-Spiel?

Jens Meier: Kubb ist ein Gesellschaftsspiel für Jung und Alt, welches Geschick, Konzentration, Strategie und Teamfähigkeit erfordert. Gespielt wird Kubb auf einer fünf mal acht Meter großen Rasenfläche, vergleichbar ist es am ehesten mit dem Spiel Boccia, wobei Kubb deutlich komplexere Regeln hat und damit deutlich facettenreicher ist. Es treten zwei Mannschaften mit ein bis sechs Spielern gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es, den König in der Mitte des Spielfeldes zu Fall zu bringen.  Allerdings erst, wenn alle Kubbs (Holzklötze) in der gegnerischen Hälfte des Spielfelds umgeworfen wurden.

SWR Aktuell: Was fasziniert Sie an dem Spiel?

Jens Meier: Ich spiele seit mittlerweile fast 17 Jahren Kubb. Mich fasziniert weiterhin daran, dass es nie langweilig wird. Kubb kann auf verschiedene Arten gespielt werden, ob ganz gemütlich bei einem Grillabend, schick während einer Hochzeit als Nebenprogramm oder kompetitiv an einem Turnier, an dem es zum Teil vierstellige Preisgelder zu gewinnen gibt. Für jede Situation ist das Spiel geeignet. Außerdem hat niemand einen Vorteil durch körperliche Voraussetzungen, ob jung oder alt, Mann oder Frau, Junge oder Mädchen, alle können nach etwas Training das gleiche Level erreichen.

Der Platz, auf dem die Pfläzer Kubb Open durchgeführt werden.
Die Pfälzer Kubb Open werden vom 1. Hägar-Club Schindhard organisiert.

SWR Aktuell: Am Wochenende kommen rund 500 Spielerinnen und Spieler zu den Kubb Open nach Schindhard. Warum ist Schindhard so eine Kubb-Hochburg?

Jens Meier: Wir in Schindhard haben 2009 einen guten Zeitpunkt erwischt, um unseren Kubb-Verein zu gründen. Der ganze Sport war damals im Aufschwung, und wir nicht ganz unbeteiligt daran. In der Zwischenzeit sind wir viel gereist, haben in vielen Ländern Turniere gespielt, neue Leute kennengelernt, ein Netzwerk aufgebaut. Zusätzlich dazu ist unser Verein in der Pfalz durchgehend gewachsen und die Kerntruppe von 2009 steht auch am Samstag wieder auf dem Sportplatz und freut sich auf Gäste von Nah und Fern.

Außerdem haben wir durch die Unterstützung des Sportvereins Schindhard perfekte Bedingungen, um ein mehrtätiges Kubbturnier auszutragen. Darüber sind wir sehr dankbar. Ohne den FC Schindhard wäre das alles nicht möglich.

"Da wird Kubb dann ganz schnell zur Kopfsache. Jeder, der schon mal ein Darts-Turnier verfolgt hat, weiß wovon ich spreche."

SWR Aktuell: Unter den Teilnehmenden sind auch Welt- und Europameister. Was macht denn einen guten Kubb-Spieler aus?

Jens Meier: Genau, die Kubb'Ings, drei Ingeniere aus Wismarx, sind wiederholt mit dabei. Das freut uns natürlich sehr. Nach intensivem Training beherrscht jeder die Technik. Dann kommt es darauf an, auch unter Druck am Turnier die Kubbs in den entscheidenden Momenten zu treffen. Da wird Kubb dann ganz schnell zur Kopfsache. Jeder, der schon mal ein Darts-Turnier verfolgt hat, weiß wovon ich spreche.

Spieler bei den Pfälzer Kupp Open in Schindhard.
Rund 500 Teilnehmende werden bei den Pfälzer Kubb Open in Schindhard an den Start gehen.

SWR Aktuell: Geht es nur um das Spiel oder gibt es auch ein Rahmenprogramm?

Jens Meier: Kubb steht im Vordergrund. Dazu lässige Musik aus Boxen, gute Stimmung und etwas gutes zu Essen und zum Trinken. Kubbspieler haben einen großen Durst. Außerdem bieten wir in diesem Jahr für die Kleinen ein Kinderschminken an. Feierlustige können abends dann noch auf unsere After-Show-Party das Event zu DJ-Musik ausklingen lassen.

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SWR