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Mehrere Landräte, auch aus der Westpfalz, fordern das Gesundheitsministerium in einem Schreiben auf, die US-Streitkräfte besser in die Berechnung des Corona-Inzidenzwertes aufzunehmen.

Immer wieder haben die Corona-Zahlen der Amerikaner bei den Gesundheitsämtern für Verwirrung gesorgt. Momentan werden Corona-Fälle von den Soldaten zwar mit in den Sieben-Tages-Inzidenzwert einbezogen, die Einwohnerzahlen der Streitkräfte werden bei der Berechnung aber nicht berücksichtigt. Dadurch ergebe sich ein höherer Corona-Inzidenzwert, heißt es in dem Schreiben. Dieser gibt an, wie viele Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben.

Auch Angehörige einberechnen

Außerdem kritisieren die Landräte, dass auch Angehörige der US-Soldaten nicht mit einberechnet werden. Dem Schreiben angeschlossen haben sich unter anderem die Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz und der Donnersbergkreis.

US-Bürger in der Region verfälschen Corona-Statistik Kaiserslauterer Landrat: "Alle Militärangehörigen müssen mitgezählt werden"

Der Landrat des Kreises Kaiserslautern, Ralf Leßmeister (CDU), fordert das Gesundheitsministerium des Landes auf, künftig alle Mitglieder der US-Streitkräfte bei der Berechnung der Corona-Inzidenzwerte mitzuzählen. Unter anderem weil das bisher nicht gemacht wurde, galt für den Kreis Kaiserslautern am vergangenen Wochenende zeitweise die Corona-Warnstufe Rot.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

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