Das Gelände der ehemaligen Parkbrauerei in Zweibrücken ist eine Baustelle (Foto: SWR)

Gerichtsverfahren droht

Keine Einigung im Streit um Brauereigelände in Zweibrücken

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Zur Entwicklung des alten Brauerei-Geländes in Zweibrücken wird es keine Mediation zwischen Investor und Kritikern geben. Die Fronten scheinen verhärtet.

Der Streit schwelt schon seit einigen Jahren. Ein Investor will auf dem ehemaligen Brauereigelände in Zweibrücken ein Hotel, Pflegeeinrichtungen und Mehrfamilienhäuser bauen. Anwohner und Kritiker wehren sich aber gegen das Bauvorhaben. Ihrer Ansicht nach sind die geplanten Gebäude zu hoch. Außerdem würde dadurch die Verkehrs- und Lärmbelastung zunehmen.

Satellitenbild von Park-Brauereigelände Zweibrücken  (Foto: Google Maps)
Auf dem Satellitenbild ist das Park-Brauereigelände in Zweibrücken zu erkennen. Dort will ein Investor Hotel, Pflegeeinrichtungen und Mehrfamilienhäuser bauen. Google Maps

Anwohner aus Zweibrücken lehnen Mediator ab

Ursprünglich hatte die Stadt Zweibrücken einen Mediator gesucht, der zwischen Investor und Kritikern des Bauvorhabens auf dem alten Brauerei-Gelände vermittelt. Jetzt hat nach Angaben der Stadt aber der Sprecher der Kritiker einen vorgeschlagenen Mediator abgelehnt. Nach einem Zeitungsinterview dieses Sprechers zog nun auch der Investor seine Gesprächsbereitschaft zurück.

Brauereigelände Zweibrücken (Foto: SWR)
Das ehemalige Gelände der Park-Brauerei in Zweibrücken liegt seit Jahren brach.

Investor rechnet mit Gerichtsverfahren

Er geht nun davon aus, dass es ein Gerichtsverfahren geben wird. Der Investor will das rund drei Hektar große ehemalige Brauerei-Gelände seit mehreren Jahren bebauen. Einen ersten Bebauungsplan hatte das Oberverwaltungsgericht Koblenz für unwirksam erklärt, weil die Stadt darin unzulässige Flächen ausgewiesen hatte.#

Oberbürgermeister Marold Wosnitza zeigt sich enttäuscht

Der Oberbürgermeister der Stadt Zweibrücken, Marold Wosnitza ist enttäuscht über diese Entwicklung. Wörtlich sagte er: "Wir bedauern diese Entwicklung sehr. Es ist kein guter Tag für die Zweibrücker Stadtentwicklung. Arbeitsplätze, die dringend benötigt werden, werden wegen der Interessen Einzelner und durch das gegeneinander Ausspielen in den Medien blockiert. Ich hoffe, dass noch Wege gefunden werden können, miteinander ins persönliche Gespräch zu kommen und diesen Konflikt nicht durch gegenseitige Stellungnahmen in den Medien auszutragen. Das bringt uns nicht weiter."

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