Verbrannte Erde und Bäume nach einem Waldbrand bei Schönau in der Südwestpfalz (Foto: SWR)

Vorerst keine aktive Aufforstung

Nach Waldbrand in der Südwestpfalz - Natur soll sich selbst erholen

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Nadine Lindacher
Bild von Nadine Lindacher, Redakteurin im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Die verbrannte Waldfläche bei Schönau in der Südwestpfalz soll vorerst nicht aktiv aufgeforstet werden. Im Juni sind bei einem Waldbrand nahe der Burgruine Blumenstein rund 6.000 Quadratmeter Wald verbrannt.

Die Fläche soll erst einmal brach liegen gelassen werden. Das sagt Lothar Wolf vom zuständigen Forstamt Wasgau in Dahn. Der Natur soll die Zeit gelassen werden, sich selbst zu regenerieren, mindestens mal die kommenden drei bis fünf Jahre.

Asche bietet ideale Voraussetzungen

Die Asche auf der verbrannten Fläche sei, ähnlich wie Vulkanasche, sehr nährstoffreich. Damit biete sie ideale Voraussetzungen für Samen, sich auf dem Boden zu entwickeln und zu keimen. Lothar Wolf erklärt, dass es unterschiedliche Arten von Samen gibt. Die einen, von Pappeln oder Birken, seien sehr leicht und verteilten sich über die Luft. Andere Samen, wie beispielsweise von Buche oder Eiche, seien schwerer und die natürliche Verteilung nicht so einfach.

Verbrannte Bäume nach einem Waldbrand in der Nähe von Schönau im Kreis Südwestpfalz (Foto: SWR)

Sogenannte Pionierbäume könnten sich ansiedeln

Die Bäume, die sich von selbst auf der Fläche ansiedelten, seien wahrscheinlich sogenannte Pionierbäume. Das sind Bäume, die besonders klimaresistent sind und auch mit widrigen Umweltbedingungen zurechtkommen. Zu den Pionierbaumarten gehören unter anderem Birke, Erle, Pappel, Weide oder auch die Kiefer. Die Kiefer ist ein besonders resistenter Baum, sagt Lothar Wolf. Sie wächst sowohl in feuchten Niederungen, als auch in 2.000 Meter Höhe.

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Bewertung erst nach fünf Jahren

Rund drei bis fünf Jahre will das Forstamt Wasgau dem Wald Zeit geben und erst dann den Fortschritt beurteilen.

"Erst wenn es stockt, müssen wir eingreifen."

Falls die Natur bis dahin nicht von selbst begonnen habe, sich zu erholen, müsse man über eine aktive Aufforstung nachdenken. Das heißt: Es müssten von Hand neue Setzlinge gepflanzt werden.

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Bei dem Brand in der Nähe der Burgruine Blumenstein waren Mitte Juni rund 6.000 Quadratmeter Wald den Flammen zum Opfer gefallen. Damals waren über 400 Feuerwehrleute und ein Löschhubschrauber im Einsatz gewesen. Was den Brand ausglöst hat, ist nach wie vor unklar. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Brand durch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe entstanden ist.

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