Eine Hand wirft einen Stimmzettel in eine Urne - dahinter ist die Deutschlandfahne. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Jens Wolf)

18 erst am Montag nach der Stimmabgabe

Bundestagswahl 2021: Tim aus Otterberg ist einen Tag zu jung

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Tim wird am Montag nach der Bundestagswahl 18 Jahre alt. Der junge Mann ärgert sich - weil er über seine Zukunft nicht mitabstimmen darf.

Rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland werden bei der Bundestagswahl am 26. September zum ersten Mal ihre Stimme abgeben können. Die Erstwähler machen damit nach Angaben des Bundeswahlleiters einen Anteil von 4,6 % aller Wahlberechtigten aus. Der Schüler Tim Mühlenbrock aus Otterberg gehört nicht dazu. Der junge Mann ist zu jung. Erst am 27. September wird er 18 und ist einen Tag zu spät wahlberechtigt.

"Das ist völlig blöd."

Tim ärget sich darüber. Einige seiner Kumpels werden kurz vor der Wahl 18, eine gute Freundin sogar direkt am Samstag vor der Wahl. Alle dürfen ihre Stimme abgeben - nur er nicht. "Man kann das nicht verstehen", sagt der junge Mann. "Das sind dann vier Jahre, in denen man nichts mitbestimmten kann. Bei der Bundestagswahl in vier Jahren bin ich schon 22." Es sei ja nicht so, dass er am Wahlsonntag eine andere Meinung habe als einen Tag danach, am Montag, seinem 18. Geburtstag.

Tim aus Otterberg: Wahlalter auf 16 herabsetzen

Der Otterberger hätte schon gerne viel früher die Politik mitbestimmt. Er fordert die generelle Herabsetzung des Wahlalters auf 16. "Mit 16 ist man schon in der Lage, sich damit zu beschäftigen." Ihm ist es wichtig, dass auch junge Menschen die Politik mitbestimmen können. "Das Gefühl, dass man mitwirken kann. Dass man was gemacht hat. Das finde ich ein cooles Gefühl."

"Jede einzelne Stimme zählt."

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Verständnis für Nicht-Wähler hat Tim nicht. "Wenn man nicht wählen geht, soll man sich später auch nicht über die Politik aufregen", sagt der 17-Jährige.

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