Luftwaffe Covid (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Peter Kneffel)

Aktion der Bundeswehr

Corona-Patient aus Bayern am Westpfalz-Klinikum

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Das Westpfalz-Klinikum hat am Wochenende einen Corona-Patienten aus Bayern übernommen. Die Klinik hat sich damit an der sogenannten "Kleeblatt-Aktion" der Luftwaffe beteiligt.

Ob der Patient nach Kaiserslautern, Kusel, Rockenhausen oder Kirchheimbolanden verlegt wurde, sagte ein Sprecher des Westpfalz-Klinikums nicht. Auch nicht, in welchem Zustand sich der Patient befindet.

Auch andere Krankenhäuser in der Westpfalz könnten Patienten übernehmen

Dass Patienten innerhalb Deutschlands mit Hilfe der Luftwaffe verlegt werden, zeige, wie angespannt die Corona-Lage derzeit ist. Auch das Nardini-Klinikum in Zweibrücken und Landstuhl und das Städtische Krankenhaus Pirmasens haben sich bereit erklärt, Corona-Patienten aus überlasteten Regionen aufzunehmen.

Weil in Bayern, Sachsen und Thüringen viele Krankenhäuser wegen der dort sehr hohen Coronazahlen überlastet sind, werden Corona-Patienten aus diesen Regionen ausgeflogen und auf Kliniken in ganz Deutschland verteilt. Diese Aktion der Bundeswehr trägt den Namen "Operation Kleeblatt".

Auch in der Westpfalz könnten Operationen verschoben werden

Wie lange Krankenhäuser aus der Westpfalz noch solche Patienten übernehmen können, ist völlig unklar. Denn auch hier spitzt sich die Lage auf den Intensivstationen zu. Im Krankenhaus in Pirmasens wurde am Dienstag ein Besuchs-Stopp verhängt. Außerdem wurden planbare Operationen verschoben. Auf diese Weise soll Personal von anderen Stationen auf der Corona- und der Intensivstation aushelfen. Die Mitarbeiter dort seien schon jetzt überlastet. Auf der Intensivstation in Pirmasens sind zurzeit 15 von 16 Plätzen belegt - drei davon seien Corona-Patienten.

Auch das Nardiniklinikum in Zweibrücken und Landstuhl bespricht nach eigenen Angaben zurzeit, ob planbare Eingriffe reduziert werden können.

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SWR