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Das Umweltministerium hat am Mittwoch in Mainz den Tierschutzpreis des Landes verliehen. Ausgezeichnet wurden unter anderem zwei Projekte aus der Westpfalz: ein Kompetenzzentrum für "Problem-Hunde" und eine Tierauffangstation.

Tierschutzverein Kaiserslautern Tierheim Hundetrainer (Foto: SWR)
Hundetrainerin Lisa Scheele mit einem ihrer Schützlinge.

Der Tierschutzpreis des Landes ist mit 1.500 Euro dotiert. In der Kategorie "besonderer ehrenamtlicher Einsatz für den Tierschutz" wurde das Projekt "HuKo" prämiert. "Huko" steht für Hundekompetenzzentrum - ein Projekt des Tierschutzvereins Kaiserslautern.

Erziehung für schwer vermittelbare Hunde

Im Rahmen des Projekts trainieren erfahrene Hundeexperten sogenannte "Problem-Hunde", die im Tierheim gelandet und schwer vermittelbar sind. Gerade solche Hunde sind nach Angaben des Kaiserslauterer Tierheims der Grund, warum viele Tierheime überfüllt sind. Ziel des Projekts "Huko" ist es, verhaltensauffällige und besonders aggressive Hunde zu erziehen. Das Projekt soll dabei helfen, die Hunde wieder zu sozialisieren, damit sie vermittelt werden können.

Dauer

Hunde-Erziehung braucht Zeit

Seit 2017 läuft das Projekt "HuKo" im Tierheim Kaiserslautern. Fünf Hunde waren bisher im Training, drei konnten bereits vermittelt werden. Die Idee für das Projekt hatte die Leiterin des Tierheims, Anne Knauber. Sie sagt: "In aller Regel ist ein Hund nicht von Geburt an ein Problem-Hund, sondern wird dazu gemacht." Oft sei der Halter überfordert gewesen, habe falsch mit seinem Vierbeiner trainiert oder Dinge einfach übersehen. Auch gesundheitliche Probleme könnten Ursachen für Aggressionsverhalten sein. "Wenn der Hund irgendwann beißt, landet er im Tierheim - man muss eben wissen, wie man mit seinem Hund umgehen muss, Erziehung ist wichtig und man muss sich die Zeit nehmen, um dem Tier beizubringen, was von ihm erwartet wird", erklärt die Tierärztin.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Auch Tierauffangstation Maßweiler wird ausgezeichnet

Ebenfalls 1.500 Euro und eine Auszeichnung erhielt die Tierauffangstation in Maßweiler im Kreis Südwestpfalz. Der Verein Tierart kümmert sich auf einem ehemaligen Militärgelände um Tiere in Not. Beispielsweise um Wildkatzen wie Pumas, Luchse oder Tiger.

Tiger Op (Foto: SWR)
Ein Tiger wird in der Tierauffangstation in Maßweiler operiert.

Die Tierschützer machen sich zudem gegen Welpenhandel im Internet stark und nehmen verletzte oder misshandelte Tiere aus Zirkussen bei sich auf. Erst im vergangenen Herbst konnten zwei Tiger, die die Auffangstation aus schlechter Haltung übernommen hatte, in Südafrika in einem großen Naturschutzpark untergebracht werden.

Schwieriger Transport Tiger aus Maßweiler sind in Südafrika angekommen

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