Eine Anzeigetafel der Deutschen Bahn. Darauf steht mehrfach "Zug fällt aus". (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Lange Zeit Probleme bei der Bahn

Sturmtief "Hendrik" sorgt für Chaos in der Westpfalz

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Aufgrund des Unwetters vom Donnerstag gab es bis Freitagvormittag noch Probleme bei der Bahn. Derweil hat die Polizei eine erste Bilanz des Sturms gezogen.

Nachdem die Strecke zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach am Freitag noch für einige Stunden gesperrt war und ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet wurde, ist die Sperrung laut Bahn mittlerweile aufgehoben.

Viele Bahnstrecken waren wegen Sturmtief "Hendrik" gesperrt

Bereits am Donnerstag hatte es zahlreiche Einschränkungen im Bahnverkehr gegeben. Umgestürzte Bäume blockierten mehrere Bahnstrecken, darunter die zwischen Homburg und Kaiserslautern, zwischen Zweibrücken und Würzbach, zwischen Kusel und Altenglan, sowie den Abschnitt zwischen Rockenhausen und Winnweiler. Reisende werden weiterhin gebeten, vor der Abfahrt ihre Verbindung zu prüfen.

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Polizei zieht nach Sturmtief "Hendrik" Bilanz

In einer ersten Sturm-Bilanz teilte die Polizei mit, das am Donnerstagvormittag im Minutentakt Meldungen über Unfälle oder Gefahrenstellen eingegangen waren. Es habe zahlreiche Sachschäden in der gesamten Region gegeben. In Otterberg im Kreis Kaiserslautern hatte sich ein Verkehrsteilnehmer leicht verletzt, nachdem zuvor ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt war. Auch bei Kaiserslautern-Dansenberg war es deswegen zu einem Unfall gekommen, verletzt wurde niemand. Im Donnersbergkreis droht wegen des Windes ein 21 Meter hohes Silo einzustürzen, in dem es am Dienstag gebrannt hatte.

In Kaiserslautern wurden die Außenmöbel von der Dachterrasse des Restaurants im 21. Stock des Rathauses geweht. Verletzt wurde dadurch auch hier glücklicherweise niemand.

A63 in Richtung Mainz war halbseitig gesperrt

Die A63 in Richtung Mainz war bei Winnweiler wegen Bäumen auf der Fahrbahn halbseitig gesperrt. Auch in Rockenhausen, Kaiserslautern und rund um Pirmasens waren der Polizei am Donnerstag mehrere Bäume gemeldet worden, die auf der Straße lagen. Im Bereich der Polizei Kirchheimbolanden sei ein Trampolin auf die Fahrbahn geweht worden, in Winnweiler eins auf einen Gehweg. In Pirmasens ist durch den starken Wind ein Strommast umgeknickt, in Mehlingen im Kreis Kaiserslautern ein Telefonmast.

Ein vom Wind umgewehtes Trampolin. (Foto: Pressestelle, Feuerwehr Weilerbach)
In Weilerbach machte in der Nacht ein Trampolin Flugübungen - die Feuerwehr räumte es von einem Gehweg. Pressestelle Feuerwehr Weilerbach

Stromausfälle in der gesamten Westpfalz

Vor allem im Kreis Kusel hatte es in mehreren Orten Stromausfälle gegeben. Nach Angaben der Pfalzwerke gab es auch unter anderem in Enkenbach, Hermersberg und Waldfischbach-Burgalben Probleme. In Kindsbach war nach Angaben der Polizei Landstuhl für längere Zeit der Strom weg. Die Pfalzwerke geben auf ihrer Internetseite Informationen zu allen Stromausfällen in der Region.

Kaiserslautern sperrte Friedhöfe wegen Unwetter

In Kaiserslautern blieben aufgrund des Unwetters am Donnerstag nach Angaben der Stadt alle Friedhöfe geschlossen. Die Stadt und auch weitere Kommunen in der Westpfalz warnen wegen der Gefahr durch herabfallende Äste außerdem generell vor Aufenthalten im Wald oder in Parkanlagen. Die Polizei in Kaiserslautern bittet Autofahrer, auf den Straßen weiterhin vorsichtig zu sein.

Ein Schild "Vorrübergehend geschlossen" hängt am Friedhofstor in Kaiserslautern. (Foto: SWR)
Die Stadt Kaiserslautern hat wegen des Sturms alle Friedhöfe geschlossen. Auch die Gartenschau in Kaiserlautern bleibt heute zu.

Wandern im Pfälzerwald wegen Sturm gefährlich

Die Forstämter warnen bereits seit einigen Tagen davor, bei Wind und Sturm in den Wald zu gehen. "Im Kronenbereich sind die Bäume zum Teil abgestorben", erklärt Gabi Kleinhempel, Leiterin des Forstamts Kusel. Sie appelliert: "Nicht mit dem Hund in den Pfälzerwald spazieren gehen, sondern die Bäume besser mal ein bis drei Tage meiden!"

Trockenheit sorgt für kaputte Bäume

Das Forstamt Hinterweidenthal hofft darauf, dass Wanderer und Spaziergänger vernünftig sind. Das Forstamt in Kaiserslautern berichtet, dass die Gefahr vor allem von trockenen Buchen ausgehe, die durch die anhaltende Dürre geschädigt sind. Die Leute sollten generell bei alten, großen Bäumen vorsichtig sein, heißt es vom Forstamt Westrich-Pirmasens und auch das Forstamt Wasgau-Dahn sagt: "Es ist bisher nicht lokalisierbar, wo genau es gefährlich werden könnte. Am besten überall gut aufpassen!"

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