Feuerwehr und Rettungswagen (Foto: dpa Bildfunk, Nicolas Armer,  Jens Kalaene / Montage: SWR)

Warnungen vor vielen Ausfällen

So bereitet sich kritische Infrastruktur in der Westpfalz auf Omikron vor

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Was passiert, wenn wegen der Omikron-Variante des Coronavirus auch Ärzte, Pflegepersonal oder Feuerwehrleute ausfallen? Die Verantwortlichen in der Westpfalz rüsten sich für den Ernstfall.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr, dass sich auch Geimpfte oder Genesene mit der Omikron-Variante des Coronavirus anstecken, in seiner neuesten Risikobewertung als "hoch" ein. Damit drohe nicht nur eine Belastung des Gesundheitssystems. Außerdem könnte es sein, dass auch Feuerwehrleute, Ärzte und Ärztinnen sowie andere Menschen, die in der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten, sich in größerem Maße infizieren und häufiger in Quarantäne müssen.

Strenge Hygienemaßnahmen bei Feuerwehr Kaiserslautern

Martin Gugel, Stabstellenleiter bei der Feuerwehr in Kaiserslautern, verweist darauf, dass die Feuerwehr ihr Hygienekonzept ohnehin schon verschärft habe - nach seiner Aussage auf ein weit höheres Maß, als es die Verordnung der Landesregierung fordert. Nicht nur die allgemeinen Hygieneregeln wie Händewaschen, Abstand halten oder Maske tragen würden umgesetzt. "Wir tragen jetzt auch im Einsatzfahrzeug eine FFP2-Maske und setzen hier auf 3G und Zugangskontrollen in unseren Gebäuden", sagt Gugel.

Feuerwehr, Polizei, Müll, Energieversorger (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa)
In der kristischen Infrastruktur in der Westpfalz werden Notfallpläne aktiviert. picture alliance/dpa

Es seien auch schon Einsatzkräfte infiziert oder in Quarantäne gewesen. Doch die Infektionen seien nie auf eine Ansteckung innerhalb der Feuerwehr zurückzuführen gewesen. Man müsse rigoros vorgehen, sobald jemand infiziert sei.

"Hier geht die Sicherheit der Bürger vor und wir können es uns nicht erlauben, Engpässe bei uns zu haben."

Energie- und Wasserwirtschaft in der Westpfalz hat Havarie-Pläne

Horst Meierhofer vom Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz teilte mit, die Energieversorger in der Westpfalz würden bereits vorhandene Notfall-Pläne aktivieren. Es gäbe die Möglichkeit, Mitarbeitende in wichtigen Leitwarten einzeln einzusetzen, obwohl sie positiv getestet sind. Dies sei allerdings nur möglich, wenn der Gesundheitszustand der infizierten Mitarbeiter das zulasse und kein anderer mehr zur Verfügung stünde.

"Im Endeffekt bereiten wir uns schon seit zwei Jahren darauf vor, die Sicherheitspläne beständig anzupassen", sagte Maierhofer. Wenn es Ansteckungen bei den Energieversorgern in der Westpfalz gegeben habe, dann seien diese meist im Privaten passiert. Gerade bei den Energieversorgern existierten schon vor der Pandemie Havarie-Pläne für jegliche Katastrophenfälle.

"Sie glauben nicht, wie schnell es richtig ekelig wird, wenn kein Strom mehr geht, die Wasserwerke nicht mehr funktionieren - das wollen Sie sich gar nicht vorstellen."

Das Westpfalz Klinikum in Kaiserslautern will heute darüber beraten, was passieren muss, wenn wegen der neuen Virusvariante Omikron mehrere Mitarbeiter gleichzeitig ausfallen.

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