Hoher Schaden und Verletzte

Prozess wegen Brandstiftung in Kaiserslautern hat begonnen

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Vor dem Landgericht Kaiserslautern hat der Prozess gegen einen Mann begonnen, der im September zwei Brände gelegt haben soll. Zu den Taten äußerte er sich nicht.

Ausgebrannte Lkw nach Brandserie in Kaiserslautern (Foto: SWR)
Unter anderem waren Lkw bei einer Firma im Kaiserslauterer Flickerstal ausgebrannt.

Am ersten Prozesstag sagte der Angeklagte, er könne sich an die Tatnacht nicht mehr erinnern. Er machte allerdings Angaben zur Person. Der 21-Jährige lebte demnach mehrere Jahre in verschiedenen Heimen und bei Pflegefamilien und ist bereits vorbestraft.

Die Anklage gegen den 21-jährigen Mann lautet auf schwere Brandstiftung. Er soll auf einem Firmengelände im Flickerstal und einem Wohnhaus in Kaiserslautern die Brände gelegt haben. Die Ermittler kamen ihm durch Zeugenhinweise und durch das Video einer Überwachungskamera auf die Spur.

In der Tatnacht im September vergangenen Jahres gab es insgesamt fünf Brände in Kaiserslautern. Der Angeklagte wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft verdächtigt, auch für die anderen drei Brände verantwortlich zu sein. Allerdings seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

Brände auch in Mehrfamilienhäusern in Kaiserslautern

Nach Angaben der Polizei waren die fünf Brände nacheinander auf dem Firmengelände und dann in vier Mehrfamilienhäusern im östlichen Stadtgebiet ausgebrochen. Zumeist in den Kellern - in einem Fall brannte ein Kinderwagen im Hausflur. Betroffen waren Häuser in der Mannheimer Straße, im Asternweg und der Donnersbergstraße. Dort hatte so stark gebrannt, dass eine Frau und ihre siebenjährige Tochter von der Feuerwehr vom Balkon gerettet werden mussten.

Während der Brandserie entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden von mehreren 100.000 Euro. Fünf Menschen mussten mit Rauchgasvergiftungen im Krankenhaus behandelt werden. Auch ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.

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SWR