Gesprächsrunde Preview "Ein Hauch von Amerika" (Foto: SWR)

Preview im SWR Studio Kaiserslautern

"Ein Hauch von Amerika" - die Westpfalz im Fernsehen

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"Ein Hauch von Amerika" - die Fernsehserie des SWR zeigt die Westpfalz der 50er Jahre. Am Dienstag konnten sich im SWR Studio Kaiserslautern einige Zuschauer schon mal ein Bild machen.

Die sechsteilige Fernsehserie, die der SWR produziert hat, spielt im fiktiven Dorf Kaltenstein in der Westpfalz. Hier treffen Anfang der 50er Jahre zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die von Krieg und Nazi-Zeit gebeutelten Deutschen - und auf der anderen Seite die amerikanischen Soldaten, die hier stationiert wurden und den "American Way of Life" in die Region brachten.

Zuschauersaal (Foto: SWR, Reiner Voß)
Der Emmerich-Smola-Saal im SWR Studio Kaiserslautern war bei der Preview von "Ein Hauch von Amerika" gut gefüllt. Reiner Voß

Die Serie erzählt die Geschichte der Bauerstochter Maria Kastner, die sich in den schwarzen Soldaten George Washington verliebt. Es geht um Liebe, Freundschaft, starke Frauen - aber auch um Themen wie Antisemitismus und Rassismus.

Rassismus als zentrales Thema von "Ein Hauch von Amerika"

Schauspieler Reomy D. Mpeho spielt George Washington - der in vielen Szenen Rassismus erlebt. Sowohl von den Deutschen als auch von seinen amerikanischen, weißen Kameraden. Zum einen sei er professionell an diese Szenen herangegangen, erklärte er bei der Preview in Kaiserslautern. Andererseits habe ihn das aber auch nicht gänzlich kalt gelassen.

Schauspieler (Foto: SWR, Reiner Voß)
Regisseur Dror Zahavi mit den Schauspielern Reomy D. Mpeho und Phillipe Brennikmeyer (von links). Reiner Voß

"Ich weiß, dass Rassismus nichts über mich sagt, sondern sehr viel über den, der ihn äußert", sagt er. Und mit diesem Wissen habe er die Szenen drehen können. Manchmal habe er gemerkt, dass seine Schauspielkollegen bestimmte Schimpfwörter nicht in den Mund nehmen wollten. "Und dann habe ich gesagt: 'Sprich es aus. Es ist okay für mich. Das ist unsere Arbeit.'"

Doku erzählt die Geschichte der Westpfalz in den 50ern

Zu der Fernsehserie gehört auch eine Dokumentation. In ihr kommen zum Beispiel auch Frauen zu Wort, die in den 50er Jahren amerikanische Soldaten geheiratet haben. Es sei ihr noch nie so schwer gefallen, Protagonisten für eine Doku zu finden, erzählt Autorin Sigrid Faltin. "Viele haben die Geschehnisse von damals in sich verkapselt. Und es ist immer noch sehr schmerzhaft, diese Geschehnisse wieder hervor zu holen."

Dokumentation (Foto: SWR, Reiner Voß)
Sigrid Faltin, die Autorin der Dokumentation zusammen mit Maria Höhn, die Serie und Doku wissenschaftlich begleitet hat und Zeitzeuge Raymond Germany. (von links) Reiner Voß

Zeitzeuge erzählt über seine Erlebnisse

Einer, der in der Dokumentation und auch auf der Bühne über seine eigenen Erlebnisse gesprochen hat, ist Raymond Germany - Sohn eines schwarzen amerikanischen Soldaten und einer Deutschen. Er erzählte, wie er schon in seiner Schulzeit wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt wurde.

Für ihn kommen Fernsehserie und Dokumentation zur rechten Zeit - und geben wichtige Denkanstöße. Zurzeit werde das Thema Rassismus in der Gesellschaft zu oberflächlich behandelt, sagt er.

"Wir müssen uns damit auseinandersetzen, wie wir künftig miteinander umgehen. Und da sind der Inhalt der Serie und der Doku ein Leitfaden dafür, wie man es nicht machen sollte."

Rheinland-Pfalz

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