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Die Polizei in Kaiserslautern zieht nach mehr als einem Jahr eine ernüchternde E-Scooter-Bilanz. Bislang wurden mehr als 250 Fahrer mit Alkohol oder Drogen erwischt.

Die E-Scooter zum Leihen gibt es nun seit über einem Jahr in Kaiserslautern und sie erfreuen sich dort großer Beliebtheit, gerade bei jüngeren Menschen. Mittlerweile gibt es drei verschiedene Anbieter, die ihre Scooter in Kaiserslautern anbieten. Für die Polizei scheinen sich die kleinen Stromer aber zu einem echten Problem zu entwickeln. Wie das Polizeipräsidium Westpfalz mitteilt, fällt die Bilanz in Sachen E-Scooter bislang ernüchternd aus. Im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2020 und Juni 2021 hat die Polizei insgesamt 25 Unfälle mit Beteiligung der Elektro-Roller registriert. 17 davon seien auch durch die E-Scooter-Fahrer verursacht worden, einige davon standen unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

Viele Menschen fahren betrunken mit E-Scootern

Insgesamt wurden seit dem Start des E-Scooter-Booms laut Polizei 263 Menschen in Kaiserslautern erwischt, die entweder betrunken unterwegs waren und/oder vor der Fahrt Drogen konsumiert hatten. Die Stadtinspektion Kaiserslautern weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch bei der Nutzung eines E-Scooters dieselben Promillegrenzen gelten, wie bei der Fahrt mit dem Auto. Die Polizei kritisiert zudem, dass einige Menschen auf dem Gehweg fahren, obwohl ein Radweg vorhanden sei. Immer wieder würden außerdem E-Scooter-Fahrer erwischt, die für ihre eigenen Fahrzeuge keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben.

Baden-Württemberg: E-Tretroller des Anbieters Lime stehen in der Stuttgarter Innenstadt. (Foto: dpa Bildfunk, Edith Geuppert/dpa)
Gehören mittlerweile fest zum Stadtbild in Kaiserslautern: E-Scooter. (Symbolbild) Edith Geuppert/dpa

Kontrollen in Kaiserslautern werden verschärft

Die Polizei hat daher angekündigt, in der Woche ab dem 5. Juli verstärkt in Kaiserslautern die E-Scooter-Fahrer zu kontrollieren. "Mit diesen Kontrollen möchten wir die Bevölkerung für Gefahren, die aus dem Straßenverkehr im Allgemeinen und auch bei der Nutzung von E-Scooter erwachsen können, sensibilisieren", heißt es von der Polizei. Insbesondere soll darauf geachtet werden, ob die Fahrerinnen und Fahrer Alkohol oder Drogen zu sich genommen haben.

Polizeit warnt: E-Scooter keine Spiel- und Spaßgeräte

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang nochmals daraufhin, dass E-Scooter zumindest aus verkehrsrechtlicher Sicht Kraftfahrzeuge sind und keine Spiel- und Spaßgeräte.

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