Rathaus Kaiserslautern (Foto: SWR)

Oberbürgermeister spricht sich für humanitäre Hilfe aus

Kaiserslautern bereit, Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen

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Die Stadt Kaiserslautern ist grundsätzlich bereit, Flüchtlinge aus Afghanistan aufzunehmen. Das habe der Stadtrat schon in der Vergangenheit mehrfach deutlich gemacht.

Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) verweist im Gespräch mit dem SWR auf Beschlüsse, die nach dem Großbrand im griechischen Flüchtlingslager Moria und in Zusammenhang mit den Bootsflüchtlingen im Mittelmeerraum gefasst wurden. "In großen Bereichen ist die Bereitschaft in der Gesellschaft der Stadt Kaiserslautern da, auch humanitär aktiv zu werden. Auch über die normalen Zuteilungen hinaus", so Weichel.

Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus Afghanistan

Ob das jetzt mit der aktuellen Situation in Afghanistan so komme, könne Weichel im Moment nicht abschätzen. "Derzeit ist die Lage ja so, dass die Taliban die Grenzen geschlossen haben", sagte der Kaiserslauterer Oberbürgermeister. Die Verteilung werde sich dann über ganz Europa erstrecken "oder sogar darüber hinaus".

Weichel zeigte sich sicher, dass, wenn es soweit sei, es im Stadtrat Bestrebungen geben werde, auch da humanitär zu helfen.

Landesregierung bietet ebenfalls Hilfe an

Die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Katharina Binz (Grüne) hatte zuvor bereits angeboten, mehr afghanische Ortskräfte aufzunehmen. Die Landes-Aufnahmezentren seien zurzeit zu etwa 60 Prozent belegt, theoretisch seien also 40 Prozent frei.

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