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Der Stadtrat Kaiserslautern hat Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) beauftragt, mit dem Land Rheinland-Pfalz über eine finanzielle Hilfe für die Stadiongesellschaft zu verhandeln.

Bislang ist der 1. FC Kaiserslautern als einziger Mieter für die Instandhaltung des Fritz-Walter-Stadions zuständig. Im Oktober hatte der FCK in einem Antrag darum gebeten, dass die städtische Stadiongesellschaft sich in Zukunft teilweise an den Betriebskosten beteiligt. Oberbürgermeister Weichel rechnet dadurch mit Mehrkosten von weit mehr als fünf Millionen Euro.

Die CDU-Fraktion im Stadtrat sieht die Stadt aufgrund ihrer angespannten finanziellen Lage damit jedoch überfordert. Sie hatte den nun stattgegebenen Antrag gestellt, wonach Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) bei der Landesregierung um Unterstützung bitten soll.

Oberbürgermeister von Kaiserslautern Klaus Weichel (Foto: SWR)
Der Kaiserslauterer Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD). (Archivbild)

Land hatte Kaiserslautern bislang Absage erteilt

Das Land hatte in der Vergangenheit mitgeteilt, dass es sich dafür nicht zuständig sieht. Die Verträge zur Stadionmiete seien allein Sache der Stadt und des FCK. Die städtische Stadiongesellschaft hat dem FCK bereits eine stark reduzierte Stadionpacht für die 3. Liga eingeräumt, um den FCK finanziell zu entlasten.

Außerdem beschloss der Stadtrat, dass der Oberbürgermeister auch mit dem FCK klären soll, was getan werden muss, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Weichel verwies darauf, dass zurzeit noch nicht klar sei, wer in Zukunft die Geschäfte bei den Roten Teufeln leite und dass Verhandlungen mit dem Land sehr viel Zeit benötigten.

Stillstand bis zur Jahreshauptversammlung

Weichel und der Stadtrat haben sich darauf verständigt, in der kommenden Stadtratssitzung Mitte Dezember ausführlich über den FCK und die Situation rund um das Stadion zu sprechen. Bis dahin habe sich wahrscheinlich auch geklärt, wer in Zukunft die Geschäfte der Roten Teufel leiten und mit der Stadt über das Stadion sprechen wird. Am kommenden Sonntag findet die Jahreshauptversammlung des FCK statt. Dort wird ein neuer Aufsichtsrat gewählt und der wird dann eine neue Geschäftsführung bestellen

Sollte der FCK in der kommenden Saison nicht aufsteigen, droht dem Verein erneut ein Millionen-Defizit. Der genaue Fehlbetrag lässt sich schwer vorhersagen. Er liegt nach Schätzungen zwischen drei und 18 Millionen Euro.

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