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In der Fruchthalle in Kaiserslautern sind am Freitag Aerosole in der Luft gemessen worden. Die Studie soll zeigen, wie groß die Ansteckungsgefahr bei einer Veranstaltung ist.

Das Kulturreferat der Stadt Kaiserslautern hat die Studie in der Fruchthalle beim Fraunhofer Institut Goslar in Auftrag gegeben. Eine lebensgroße Puppe simulierte dabei einen Menschen, der atmet. So wurde untersucht, wie sich die sogenannten Aerosole in der Raumluft verteilen. Später fanden Untersuchungen statt, während ein Orchester auf der Bühne spielte.

fraunhofer untersucht aerosole (Foto: SWR)
Mit Spezialgeräten werden die Aerosole in der Fruchthalle gemessen

Keine Gefahr, wenn Hygienemaßnahmen eingehalten werden

Einen ähnlichen Versuch haben die Forscher bereits in Dortmund durchgeführt. Die Studie dort hat ergeben, dass für die Besucher bei vollbesetztem Saal keine Ansteckungsgefahr besteht, wenn alle Masken tragen und der Raum ausreichend belüftet ist. Wenn die Besucher die Masken abnehmen, geht die Ansteckungsgefahr laut der Studie nur vom jeweils vorderen und hinteren Sitz aus. Christoph Dammann, der Leiter des Kulturreferats Kaiserslautern weist darauf hin, dass bereits bei den bisherigen Veranstaltungen in der Fruchthalle die Stühle nur versetzt besetzt wurden.

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Öffnung der Fruchthalle noch nicht absehbar

Das Kulturreferat der Stadt Kaiserslautern hofft darauf, dass die Studie eine verlässliche Grundlage schafft, dass bald wieder Veranstaltungen stattfinden können. Dennoch seien die Infektionszahlen derzeit so hoch, dass er nicht mit einer baldigen Wiedereröffnung rechne, sagte Dammann. Auch müsse man erst abwarten, wie sich die neuen mutierten Virusvarianten auf die Infektionszahlen auswirkten. Sein Ziel sei es, mit der Studie in der Fruchthalle die wissenschaftlichen Ergebnisse aus den Dortmunder Untersuchungen zu untermauern. Er wünscht sich, dass nach dem Ende des Lockdowns die Kultureinrichtungen als eine der ersten wieder öffnen dürften: "Und nicht als letzte, zwei Monate nach den Bau- und Gartenmärkten wie nach dem ersten Lockdown im Frühjahr."

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