STAND

Das Coronavirus legt das öffentliche Leben im Land lahm. Hier die Entwicklungen bis zum 5. April.

Sonntag (5. April)

+++ Abstandsregelung in der Westpfalz eingehalten +++
17:55 Uhr

Die Abstandsregelung wegen der Corona-Pandemie ist am Wochenende in der Westpfalz weitgehend eingehalten worden. Das hat die Polizei auf Anfrage des SWR mitgeteilt. Wegen des schönen Wetters seien zwar viele Menschen unterwegs gewesen, sie hätten sich aber größtenteils an die Auflagen gehalten. Die Polizei hatte im Vorfeld schärfere Kontrollen angekündigt. Sie hatte unter anderem auch den Motorrad-Parkplatz in Johanniskreuz gesperrt.

+++ Mehr als 40 Prozent der Infizierten im Donnersbergkreis gelten als geheilt +++
13:00 Uhr

Im Donnersbergkreis gelten mehr als 40 Prozent der Menschen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, als geheilt. Insgesamt hat das Gesundheitsamt des Kreises 71 Infizierte registriert, 31 sind wieder genesen. Drei der Infizierten befinden sich in stationärer Behandlung, der Rest in häuslicher Quarantäne. In der gesamten Westpfalz sind 401 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Vier Menschen sind bisher an der Krankheit verstorben.

Samstag (4. April)

+++ 400 Menschen in der Westpfalz sind mit Cornavirus infiziert +++
18:00 Uhr

Am heutigen Abend gibt es in der Westpfalz 400 Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Das haben die Gesundheitsämter der Kreise mitgeteilt. In Kaiserslautern sind es 147 Menschen, im Kreis Südwestpfalz (inkl. der Städte Pirmasens und Zweibrücken) gibt es 124 Infizierte. Der Donnersbergkreis meldet 70 Fälle, der Kreis Kusel 60. 104 Menschen gelten als geheilt, werden aber nach wie vor zu den Infizierten gezählt. Vier Menschen in der Region sind an den Folgen des Virus gestorben.

+++ Westpfälzer halten sich offenbar an das Kontaktverbot +++
16:30 Uhr

Offenbar halten sich die Menschen in der Westpfalz trotz des Frühlingswetters an das Kontaktverbot. Auch an typischen Treffpunkten, wie dem besonders bei Motorradfahrern beliebten Johanniskreuz, sei es ruhig, sagte ein Sprecher der Polizei in Kaiserslautern. Polizei und Ordnungsämter hatten für das Wochenende stärkere Kontrollen angekündigt. In Johanniskreuz wurde der große Parkplatz gesperrt, weil Motorradfahrer am vergangenen Wochenende hier nicht genügend Abstand voneinander gehalten hatten.

+++ Bekommt Airbase in Ramstein Aufgabe im Kampf gegen Corona? +++
15:00 Uhr

Die Airbase in Ramstein soll im Kampf der USA gegen die Pandemie eine besondere Aufgabe bekommen. Das berichtet die Tageszeitung "Rheinpfalz". Über die Airbase sollen offenbar amerikansiche Staatsbürger zurück in die Vereinigten Staaten geflogen werden. Das gehe aus einem Schreiben hervor, das der Zeitung vorliege. Durch die Aktion würde es vermutlich mehr Fluglärm geben. Wie die Rückholaktion genau aussehen soll, stehe noch nicht fest.

+++ In Kaiserlautern fahren ab Montag weniger Busse +++
14:15 Uhr

In Kaiserslautern hingegen wird der Fahrplan ab kommenden Montag ausgedünnt. Die Stadtwerke begründen das damit, dass wegen der Corona-Pandemie weniger Fahrgäste unterwegs sind und Fahrer freigehalten werden sollen, die bei Bedarf für kranke Kollegen einspringen könnten. In Kaiserslautern fahren am Montag bis auf weiteres tagsüber weniger Busse, abends ist zwei Stunden früher als normalerweise Schluss. Die letzten Busse fahren um 21:15 Uhr in der Stadtmitte ab.

+++ Polizei und Ordnungsämter kontrollieren verstärkt+++
10:15 Uhr

Polizisten und Mitarbeiter von Ordnungsämtern werden an diesem Frühlingswochenende verstärkt beliebte Ausflugsziele in der Westpfalz aufsuchen. Sie wollen kontrollieren, ob die wegen der Corona-Pandemie geltenden Vorschriften eingehalten werden. Zum einen dürfen beliebte, ansonsten frei zugängliche Orte wie zum Beispiel der Kaiserslauterer Wildpark oder die Kneippanlage Vogelquelle bei Bruchmühlbach-Miesau nicht mehr betreten werden. Burgruinen, Seen oder Wanderwege sind zwar noch nicht gesperrt. Aber auch hier dürfen nicht mehr als zwei Personen gemeinsam unterwegs sein, wenn sie nicht in einem Haushalt wohnen. Außerdem müssen alle einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten.

+++ Im Kreis Kusel fahren wieder mehr Busse +++
09:45 Uhr

Im Kreis Kusel fahren ab heute wieder mehr Busse. Damit kommt der Kreis nach eigenen Angaben dem Wunsch vor allem vieler Berufspendler nach, die auch während der Corona-Pandemie auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Im Kreis Kusel gilt seit knapp zwei Wochen ein Notfahrplan. Unter der Woche fuhren die Busse zuletzt bis 18 Uhr, samstags bis 14 Uhr. Das ändert sich ab heute. Zusätzliche Busse werden unter anderem zwischen Kusel und Lauterecken eingesetzt.

+++ Corona-Hotline im Kreis Südwestpfalz auch am Wochenende erreichbar +++
08:45 Uhr

Der Kreis Südwestpfalz weist darauf hin, dass die Telefon-Hotline für das Corona-Testzentrum in Höhfröschen auch an diesem Wochenende erreichbar ist. Dort sollen aber nur Bürger anrufen, die befürchten, sich mit dem Virus infiziert zu haben. Die Nummer ist heute und morgen jeweils von 10 bis 12 Uhr erreichbar. Unter der Woche können sich Bürger von 9 bis 16 Uhr einen Termin im Test-Zentrum geben lassen. Nur mit Termin können Abstriche für die Corona-Tests genommen werden. Die Nummer lautet 06331-809 750.

+++ Standort für Corona-Praxis in Kusel gefunden +++
6:45 Uhr

In Kusel könnte nach Angaben des Kreises nun doch bald eine Corona-Praxis eröffnen. Und zwar im Katharina-von-Bora-Haus, dem Gemeindehaus der Protestantischen Pfarrgemeinde. Ursprünglich sollte bereits am vergangenen Mittwoch eine Corona-Praxis in einem ehemaligen Ladenlokal in Kusel eröffnen. Kurzfristig wurde das abgesagt – unter anderem aus Brandschutzgründen. In der Praxis sollen Ärzte aus der Region Menschen mit Erkältung oder Corona-Verdacht behandeln, um Hausärzte in ihren Praxen zu entlasten. Die Corona-Praxis soll möglichst schnell eröffnen – einen Termin gibt es aber noch nicht. 

Freitag (3. April)

+++ Ab Montag Besuchsverbot im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern +++
17:45 Uhr

Ab Montag gilt im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern ein allgemeines Besuchsverbot. Das Klinikum folgt damit der aktuellen Änderung einer Landesverordnung, in der das Besuchsverbot in Krankenhäusern angeordnet wird. In den Standorten des Klinikums in Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen gilt das Besuchsverbot schon seit einigen Tagen. Nach Angaben der Klinik werden im Westpfalz-Klinikum derzeit zehn Patienten behandelt, die mit dem Coronavirus infiziert sind: Vier davon liegen auf der Intensivstation.

+++ 100 geheilte Corona-Patienten in der Westpfalz +++
16:45 Uhr

In der Westpfalz gelten nach Angaben der Gesundheitsämter bisher mehr als 100 Corona-Patienten als geheilt. Bisher wurde bei 374 Menschen das Covid-19-Virus offiziell nachgewiesen. Die meisten kommen aus Stadt und Kreis Kaiserslautern (143) und aus der Südwestpfalz (109). Die wenigsten aus Kusel (60). Bisher sind vier Menschen in der Westpfalz an den Folgen der Corona-Erkrankung gestorben.

+++ Gemeinderat in Trulben tagt open-air +++
15:15 Uhr

Während fast überall Gemeinderatssitzungen abgesagt sind, trifft sich der Gemeinderat von Trulben im Kreis Südwestpfalz am Abend zu seiner Sitzung. Damit die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden, findet die Sitzung open-air auf dem Festplatz des Ortes statt. Nach Angaben von Ortsbürgermeister Harald Hatzfeld (SPD) ist die Sitzung wichtig, um Zuschüsse für ein Bauprojekt zu beantragen. Damit die Sitzung nicht zu lange dauert, haben die Mitglieder in Telefonschalten bereits über die offenen Fragen diskutiert, sagt Hatzfeld. Heute soll dann nur noch abgestimmt werden. Wenn alles nach Plan läuft, ist die Sitzung nach 20 Minuten vorbei.

+++ Arztpraxen warten auf Schutzkleidung +++
14:30 Uhr

In den Arztpraxen in der Westpfalz fehlt immer noch medizinische Schutzkleidung. Nach Angaben der Ärztlichen Kreisvereinigung Kaiserslautern gibt es aber viele Spenden aus der Region: Zahlreiche Firmen hätten den Praxen Schutzkleidung zur Verfügung gestellt. Auch die Stadt Kaiserslautern habe eine Lieferung von Atemschutzmasken an die Ärzte und deren Personal weitergegeben. Über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sei bislang noch keine neue Schutzkleidung eingetroffen. Die KV hat nach eigenen Angaben bereits vor einer Woche Nachschub beim Bundesgesundheitsministerium angefordert. Wann die Lieferung ankommt, sei noch unklar.

+++ Videobotschaft der Polizei Kaiserslautern für Lauterer +++
13:30 Uhr

Mit einem Lautsprecherwagen ist die Polizei am Donnerstag durch Kaiserslautern gefahren und hat laut "You'll never walk alone" abgespielt - eine Aktion, um die Menschen zu motivieren, die Coronakrise ernst zu nehmen und weiterhin möglichst zu Hause zu bleiben. Die Polizei hat die Aktion auch als Video-Botschaft im Internet veröffentlicht, auf Twitter, YouTube und Facebook.

+++ Pfarrer hängt Fotos von Gläubigen an Kirchenbänke +++
12:30 Uhr

Pfarrer Wolfgang Emanuel aus Zweibrücken will nicht mehr in leeren Kirchen predigen - um seine Schäfchen trotz Corona bei sich zu haben, hat er sie gebeten, ihm Fotos zu schicken. Etwa 100 Bilder von Gläubigen sind so zusammen gekommen. Der Geistliche hat sie in seiner Pfarrkirche Heilig Kreuz an die Kirchenbänke geheftet. Er selbst sagt, damit sei er mit den Menschen verbunden.

+++ Privatleute sollen Masken für Feuerwehrleute drucken +++
9:30 Uhr

Die Feuerwehr Zweibrücken hat Bürger aufgerufen, Schutzmasken herzustellen. Jeder, der einen 3D-Drucker zu Hause habe, könne helfen, die Masken aus Plexiglas und Plastik zu machen. Sie sollten das gesamte Gesicht bedecken. Die Feuerwehrleute bräuchten die Schutzmasken vor allem, wenn sie den Rettungsdienst unterstützen. Sie sollen aber auch an Rettungssanitäter, Ärzte und Helfer in den Corona-Testzentren verteilt werden. Bislang hätten sich mehr als 20 Menschen gemeldet, die Masken drucken. Außerdem habe die Fachhochschule ihre Hilfe zugesagt. Die Herstellung einer Maske dauert nach Angaben der Feuerwehr etwa drei Stunden.

+++ Parkplatz Johanniskreuz wegen uneinsichtigen Bikern gesperrt +++
7:00 Uhr

Die Kreisverwaltung Kaiserslautern hat den Parkplatz Johanniskreuz bis 19. April gesperrt. Viele Motorradfahrer hatten dort am vergangenen Wochenende geparkt und dabei die wegen Corona geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten. Die Kreisverwaltung hat bereits angekündigt, dass in den nächsten Wochen Polizei und Ordnungsamt rund um Johanniskreuz verstärkt kontrollieren - vor allem an Wochenenden und an den Feiertagen. Bei Verstößen könne die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden.

Donnerstag (2. April)

+++ Mehr als 20 Menschen wegen Corona in Krankenhäusern +++
17:45 Uhr

In der Westpfalz werden zurzeit mehr als 20 Menschen im Krankenhaus behandelt, weil sie mit Corona infiziert sind. Die meisten von ihnen befinden sich im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern. Dort sind nach Angaben eines Sprechers fünf Corona-Patienten auf der Intensivstation. Vier weitere sind isoliert. Das Städtische Krankenhaus in Pirmasens hat nach eigenen Angaben fünf Corona-Patienten auf der Isolierstation. Im Nardini-Klinikum in Landstuhl und Zweibrücken werden insgesamt acht Corona-Patienten versorgt. Wie das Klinikum mitteilt, liegt die Hälfte auf der Intensivstation. Nach Angaben der Krankenhäuser sind die Corona-Patienten überwiegend 50 Jahre und älter.

+++ Zoar bietet Corona-Hotline für Menschen mit Beeinträchtigungen +++
17:15 Uhr

Das Evangelische Diakoniewerk Zoar bietet eine Corona-Hotline für Menschen mit Beeinträchtigung an. Dort können sich auch Angehörige, Betreuer und die zuständigen Fachbehörden hinwenden. Es sei auch möglich über Video zu telefonieren und Gespräche in Gebärdensprache zu führen. Da sich viele Menschen mit Beeinträchtigungen aufgrund der Besuchssperren in den Wohneinrichtungen und der Schließung der Werkstätten isoliert fühlten, wollte Zoar schnell und unbürokratisch helfen. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 8.00 - 18.00 Uhr besetzt: 0800 9600900 oder Corona-Hotline@zoar.de

+++ Pirmasenser OB kritisiert Regeln für Altenheime +++
16:30 Uhr

Der Oberbürgermeister von Pirmasens Markus Zwick (CDU) fordert vom Land Nachbesserungen zum Betretungsverbot in Altenheimen. In Pirmasens gilt aufgrund der Corona-Pandemie seit dem 21. März ein generelles Betretungsverbot, das Land hat nun die Besuchsregeln verschärft. Nach Meinung von Zwick gehen die Regeln des Landes aber nicht weit genug. Das Besuchsverbot des Landes gelte beispielsweise nicht für Ehegatten und Betreuer. Die Stadt Pirmasens ermögliche das nur in Ausnahefällen. Außerdem kritisiert Zwick, dass die Anzahl der Besucher und die Dauer der Besuche landesweit nicht mehr reglementiert sind.

+++ Vorerst keine Corona-Praxis in Kusel +++
16:15 Uhr

In Kusel wird es vorerst keine Corona-Praxis geben. Ursprünglich hatte sie am Mittwoch öffnen sollen. Die Kreisverwaltung hatte das allerdings gestoppt. Es gebe nach Angaben der Behörde in den vorgesehenen Räumen verschiedene Mängel – unter anderem bei der Hygiene und dem Brandschutz. Mehrere Ärzte aus der Region wollten in der Corona-Praxis Menschen mit Erkältung oder Corona-Verdacht behandeln, um Hausärzte zu entlasten. Eine Sprecherin der Ärztegruppe sagte, man werde die Corona-Praxis in den Räumen in Kusel nicht öffnen. Ob möglicherweise an anderer Stelle, sei noch nicht klar.

+++ Gesundheitsamt im Donnersbergkreis erweitert Hotline-Zeiten +++
15:45 Uhr

Das Gesundheitsamt des Donnersbergkreises hat die Zeiten für seine Hotline erweitert. Künftig ist die Hotline werktags von 8 bis 16 Uhr (Donnerstags bis 18 Uhr) sowie am Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr erreichbar. Die Nummer lautet: 06352-710-550. Das Gesundheitsamt weist drauf hin, dass Menschen, die sich krank fühlen und befürchten vom Corona-Virus infiziert zu sein, sich zuerst bei ihrem Hausarzt melden sollen. Alternativ beim Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117.

+++ Opel Kaiserslautern spendet 12.000 Schutzmasken +++
15:15 Uhr

Das Opelwerk in Kaiserslautern spendet nach eigenen Angaben 12.000 Atemschutzmasken für die Brand- und Katastrophenschutzzüge der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern. Der Mutterkonzern PSA hat weltweit bereits 400.000 Schutzmasken an Krankenhäuser, Rettungsdienste und lokale Behörden gespendet. Ein Sprecher des Kaiserslauterer Werks sagte, das Unternehmen arbeite derzeit an der Umsetzung verstärkter Schutzvorschriften. Dies sei die Voraussetzung, dass die Produktion in Kaiserslautern zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden könne.

+++ Mehr illegale Müllkippen wegen geschlossenem Wertstoffhof +++
14:00 Uhr

Im Stadtgebiet von Pirmasens steigt die Zahl der illegalen Müllkippen. Als Grund vermutet die Stadtverwaltung, dass der Wertstoffhof derzeit geschlossen ist. Hintergrund ist die Pandemie. Nach Angaben der Stadt liegen vor allem in den Grünanlagen zurzeit vermehrt Elektroschrott, Sperrmüll und Altöl, aber auch Speisereste und weggeworfene Hygieneartikel wie zum Beispiel benutzte Einmalhandschuhe. Der Entsorgungsbetrieb der Stadt weist darauf hin, dass Bio-, Papier- und Restmüll im gewohnten Rhythmus abgeholt würden. Für das illegale Entsorgen von Müll drohen Bußgelder von bis zu 5.000 Euro.

+++ Corona beschert Pfaff mehr Aufträge +++
13:00 Uhr

Der Industrie-Nähmaschinenhersteller Pfaff aus Kaiserslautern berichtet von einem enormen Anstieg der Bestellungen aufgrund der Corona-Pandemie. Allein im Januar erhielt Pfaff nach eigenen Angaben für einen bestimmten Nähmaschinentyp so viele Aufträge wie sonst in einem halben Jahr. Dabei wurden vor allem aus China und den USA Maschinen bestellt, die Schutzmasken für Krankenhäuser herstellen können. Auch Geräte zum Abdichten von Schutzanzügen seien derzeit gefragt.

+++ Frühere Schule in Wallhalben ist jetzt Corona-Ambulanz +++
08:15 Uhr

Die ehemalige Realschule Plus in Wallhalben kann ab sofort als Corona-Ambulanz genutzt werden. Hausärzte könnten dort jetzt Patienten behandeln, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde oder bei denen ein Verdacht bestehe, sagte Landrätin Susanne Ganster (CDU). Außerdem sei es möglich, alte Klassenräume und die Turnhalle in ein Not-Lazarett umzuwandeln.

+++ Zweiter Corona-Patient im Westpfalz-Klinikum +++
07:00 Uhr

Am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern ist ein zweiter Corona-Patient aus Frankreich eingeflogen worden. Ein Sprecher der Klinik sagte, der Infizierte sei gestern mit dem Hubschrauber gebracht worden. Damit sind es bereits zwei Corona-Kranke, die im Westpfalz-Klinikum behandelt werden. Beide liegen auf der Intensivstation. Neben dem Westpfalz-Klinikum haben fünf weitere Kliniken in der Pfalz Covid-19-Patienten aufgenommen, beispielsweise die Asklepios-Klinik in Kandel und das Klinikum Ludwigshafen.

Mittwoch (1. April)

+++ Corona-Patient aus Frankreich in Kaiserslautern +++
17:45 Uhr

Am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern wird ein Corona-Patient aus Frankreich behandelt. Ein Sprecher der Klinik sagte, der Patient sei am Mittwoch mit Hubschraubern aus Frankreich eingeflogen worden. Er werde nun auf der Intensivstation behandelt und müsse möglicherweise beatmet werden. Ein weiterer Patient aus Frankreich könnte im Laufe des Tages noch dazu kommen. Man beteilige sich gerne an der Hilfe für andere Staaten, denn derzeit sei die Lage im Westpfalz-Klinikum noch relativ ruhig. Aktuell würden insgesamt vier Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt. Es stünden aber bis zu 70 Beatmungsplätze zur Verfügung.

+++ Pirmasens startet Corona-Ideenwettbewerb +++
17:30 Uhr

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Pirmasens hat einen Ideenwettbewerb namens „PS:Hackathon“ gestartet. Der Aufruf richtet sich nicht nur an Unternehmen, sondern an alle, die eine Projektidee haben – ob in wirtschaftlicher, kultureller oder sozialer Hinsicht- um auf die Corona-Krise zu reagieren. Beispielsweise könnten sich Firmen zusammentun, um Schutzkleidung herzustellen oder Künstler, um Konzerte im Internet zu streamen. Bis zum 14. April können die Projektideen eingereicht werden unter hackathon@ps-handelt.de.

+++ Klinik unterstützt telefonisch Menschen in seelischen Krisen +++
17:15 Uhr

Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Kaiserslautern und die dazugehörige Tagesklinik bieten ab morgen telefonische Unterstützung für Menschen in Krisen an. "Für viele Menschen ist die derzeitige Situation mit der Corona-Pandemie belastend", teilt die Klinik mit. Deshalb können sich Menschen mit Sorgen kostenlos an die Klinik wenden. Eine Überweisung wird nicht benötigt. Sprechzeiten sind Montag bis Freitag, jeweils von 11 bis 12 Uhr und von 14 bis 15 Uhr. Die Nummer: 06 31-53 49 22 06.

+++ Handwerksbetriebe in der Westpfalz kämpfen um ihre Existenz +++
15:30 Uhr

Die Handwerksbetriebe in der Pfalz kämpfen nach Angaben der Handwerkskammer wegen der Corona-Krise um ihre Existenz. Die Anrufe besorgter Unternehmen seien im Vergleich zu der Zeit vor der Krise gestiegen. Rund 150 Betriebe würden sich täglich bei der Kammer melden. Auch zahlreiche Beschäftigte machten sich Sorgen um ihre Zukunft. Bis Februar seien die Auftragsbücher der Handwerksfirmen voll gewesen, sagte ein Sprecher der Kammer. Mit Beginn der Krise habe es aber eine "Vollbremsung" bei den Betrieben gegeben.

+++ Energieversorger entlasten Sportvereine +++
15:00 Uhr

Der Sportbund Pfalz teilt mit, dass Energieversorger in der Westpfalz die Sportvereine finanziell entlasten wollen. Konkret geht es darum, dass sie die Abschlagszahlungen für Wasser und Strom reduzieren. Den Vereinen fehlen derzeit die Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Essens- und Getränkeverkauf, weil wegen der Corona-Pandemie Sporthallen und –plätze geschlossen sind. Unverändert hohe Abschlagszahlungen könnten die Vereine in Bedrängnis bringen. Hinzu kommt, dass sich die Abschlagszahlungen am Verbrauch des Vorjahres orientieren. Wegen der Corona-Pandemie ist nach Angaben des Sportbundes der Energie- und Wasserverbrauch der Vereine jedoch deutlich gesunken.

+++ Corona bringt Studierende in Finanznot +++
14:00 Uhr

Beim Studierendenwerk Kaiserslautern sind nach eigenen Angaben etwa 250 Anfragen wegen finanzieller Unterstützung eingegangen. Viele Studierende könnten wegen der Coronakrise ihre Nebenjobs zurzeit nicht ausüben und deswegen keine Miete oder Krankenkassenbeiträge zahlen. Das Studierendenwerk werde aus eigenen Mitteln 50.000 Euro zur Verfügung stellen und diese so schnell wie möglich auszahlen. Bei dem Geld handele es sich um Soforthilfe, die nicht zurückgezahlt werden müsse. Wie der Geschäftsführer des Studierendenwerks mitteilt, wurde wegen der großen Nachfrage mittlerweile die Annahme von neuen Anträgen für finanzielle Nothilfe gestoppt.

+++ Gärten und Parks bitten um Spenden +++
11:00 Uhr

Wegen der Pandemie müssen viele Gärten und Parks in der Westpfalz zurzeit geschlossen bleiben. Einige bitten jetzt um Spenden. So beklagt beispielsweise der Japanische Garten in Kaiserslautern, dass ihm Einnahmen aus Eintrittsgeldern fehlen. Sie seien jedoch nötig für den Fortbestand der kunstvoll gestalteten Gartenanlage. Der Japanische Garten wird von einem Verein betrieben. Auch der privat betriebene Wildpark Potzberg kämpft nach eigenen Angaben ums wirtschaftliche Überleben und hat dazu aufgerufen, Geld zu spenden.

+++ Stadtbusse in Pirmasens und Zweibrücken fahren nicht mehr so oft +++
10:00 Uhr

In Pirmasens fahren ab heute weniger Linienbusse. Begründung der Verkehrsbetriebe: Wegen der Coronakrise nutzen deutlich weniger Menschen den Bus. Ab morgen soll deswegen ein Notfahrplan gelten. Er soll gewährleisten, dass der Busverkehr auf den Hauptlinien an Werktagen im Stundentakt rollt. Der Linienverkehr an Sonntagen fällt hingegen vollständig weg. Die geänderten Fahrpläne hängen an den Bushaltestellen und sind im Internet veröffentlicht. Auch die Stadt Zweibrücken hat ihren Bus-Fahrplan wegen der gesunkenen Fahrgastzahlen geändert. Eine aktuelle Version steht auf der Internetseite der Stadt Zweibrücken.

+++ 17 Corona-Infizierte in der Westpfalz geheilt +++
07:30 Uhr

Im Kreis Kaiserslautern sind nach Angaben der Verwaltung aktuell vier Corona-Infizierte aus der Quarantäne entlassen worden - damit gelten bislang 17 Menschen in der Westpfalz als geheilt. Insgesamt gibt es nach Angaben der Gesundheitsämter in der Region 314, die nachweislich an Corona erkrankt sind. Die meisten leben in Stadt und Kreis Kaiserslautern. Vier Corona-Infizierte sind bislang gestorben.

Dienstag (31. März)

+++ Stadtwerke Pirmasens sperren derzeit keine Zähler +++
17:45 Uhr

Die Stadtwerke Pirmasens haben angekündigt, bei Kunden aktuell keine Energie- und Wasserzähler zu sperren. Wer aufgrund der Pandemie Zahlungsengpässe erwarte, solle sich frühzeitig an die Stadtwerke wenden. Kunden hätten beispielsweise die Möglichkeit vom neuen Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch zu machen, das einen Zahlungsaufschub von bis zu drei Monaten gewähre. Das gelte unter Umständen jedoch nicht für Verbraucher, die ihre Energie von anderen Lieferanten beziehen. Kunden sollten mit diesen Lieferanten sprechen.

+++ Stadtwerke empfehlen regelmäßig Wasserleitungen spülen +++
17:15 Uhr

Wegen der aktuellen Situation werden einige Büros, Betriebe, Hotels oder Geschäfte für einen längeren Zeitraum nicht genutzt. Die Stadtwerke Kaiserslautern empfehlen, in solchen Gebäuden die Wasserleitungen regelmäßig durchzuspülen. Mindestens alle sieben Tage, noch besser alle drei Tage, sollten alle Wasserhähne einmal aufgedreht werden, um die Leitungen zu spülen. Ansonsten könnten sich Keime in den Rohren ansiedeln. Tipp der Stadtwerke: Zum Spülen sowohl kaltes als auch armes Wasser durch die Leitungen laufen lassen, bis jeweils eine konstante Temperatur erreicht ist.

+++ Stadt Kaiserslautern bietet auch in den Ferien Notbetreuung an +++
17:00 Uhr

Die Stadt Kaiserslautern wird auch in den bevorstehenden Osterferien eine Notbetreuung in den Schulen anbieten. Die Betreuung ist für Kinder gedacht, deren Eltern in der Corona-Krise arbeiten müssen, beispielsweise für Ärztinnen und Pfleger. Wie die Stadt mitteilt, hat die Schulaufsicht ADD der Betreuung zugestimmt. Eltern erhalten Infos dazu bei den Schulen ihrer Kinder.

+++ Erstes Todesopfer im Landkreis Südwestpfalz +++
15:15 Uhr

Ein 85-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Dahn ist im Pirmasenser Krankenhaus an den Folgen einer Cornainfektion gestorben. Nach Angaben des Kreises Südwestpfalz ist der Mann das erste offizielle Todesopfer der Pandemie im Landkreis. Nach offiziellen Angaben sind in der gesamten Westpfalz 298 Menschen infiziert. Es hat bereits je ein Todesopfer im Donnersbergkreis und im Raum Kaiserslautern gegeben.

+++ Gute-Laune-Beauftragte für Senioren +++
14:00 Uhr

Damit Senioren und Mitarbeitern des Caritas Altenzentrums St. Hedwig in der Coronakrise nicht die Decke auf den Kopf fällt, hat das Heim eine Gute-Laune-Beauftragte eingeführt. Das ist ein eigener Dienstposten, der sich beispielsweise um eine Pinnwand mit guten Wünschen kümmert - Angehörige hinterlassen dort den Senioren und dem Personal Durchhalteparolen und Motivationssprüche. Dass sie zurzeit von der Außenwelt abgeschottet sind, stört die Bewohner weniger, als viele denken, sagt die Gute-Laune-Beauftragte. Sie fühlten sich dadurch beschützt.

+++ Hilferuf für Gastronomie- und Hotelbetriebe +++
10:45 Uhr

Die Landräte und Oberbürgermeister in der Pfalz bitten das Land, die Finanzhilfen für kleinere und mittlere Unternehmen noch einmal zu erweitern - vor allem für Betriebe aus Gastronomie- und Hotelbranche. Viele stünden vor dem Aus, den Betrieben müsse daher schnell geholfen werden. Die Sorge um die Tourismusregion vereine die Städte und Kreise in der Pfalz, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

+++ Sportvereine sollen finanzielle Einbußen melden +++
08:30 Uhr

Der Sportbund Pfalz hat im Internet ein Meldesystem für Sportvereine und Fachverbände eingerichtet, die wegen der Coronakrise finanzielle Einbußen haben. Sie sollen schätzen, wie sich ihre Einnahmen bis zum Jahresende entwickeln werden. Außerdem sollen sie in dem Fragebogen eintragen, was sie selbst gegen die Krise unternehmen. Der Sportbund kündigte an, die Zahlen mit der Politik zu diskutieren. Das Land habe grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, zu helfen. Der Fragebogen kann bis Mitte April aufgerufen werden.

+++ Tafel in Lauterecken gerettet +++
07:00 Uhr

Die Tafel für Bedürftige in Lauterecken kann weiterhin geöffnet bleiben. Wie der Leiter der Einrichtung mitteilt, haben sich nach einem Hilferuf vergangene Woche genug Freiwillige gemeldet - darunter beispielsweise zwei Lehrerinnen, eine Studentin und ein Gastwirt. Sie würden die Tafel in den nächsten Wochen unterstützen, da sie derzeit ohnehin nicht in ihrem Beruf arbeiten könnten. Auch einige Abiturienten des Veldenz-Gymnasiums hätten ihre Hilfe angekündigt. Der Tafel waren vergangene Woche die Fahrer ausgegangen, die Lebensmittel bei den Supermärkten einsammeln. Darunter seien viele Senioren über 70, die wegen der Corona-Pandemie derzeit zu Hause bleiben sollen.

Montag (30. März)

+++ Wieder mehr Züge in der Westpfalz +++
17:30 Uhr

Im morgendlichen Berufsverkehr in der Westpfalz sollen ab sofort mehr Züge eingesetzt werden. Das teilten der Zweckverband und Eisenbahnunternehmen mit. Sie reagieren damit nach eigenen Angaben auf Beschwerden von Bahnreisenden. Diese bemängelten, dass sie in den Zügen den geforderten Mindestabstand von anderthalb Metern nicht einhalten könnten. Die Zahl der Züge war zunächst reduziert worden, weil wegen der Coronakrise derzeit weniger Reisende die Bahn nutzten. Auf den Strecken zwischen Pirmasens, Kaiserslautern, Bad Kreuznach, Kusel und in Rheinhessen soll ab sofort morgens jeweils ein Zug mehr fahren.

+++ Sieben neue Corona-Infektionen in der Südwestpfalz +++
16:45 Uhr

Der Kreis Südwestpfalz hat sieben neue Corona-Infektionen bestätigt. Mögliche Kontaktpersonen seien über die Infektion informiert worden. Bestätigt sind demnach 72 Infektionen im Landkreis sowie den Städten Zweibrücken und Pirmasens. Insgesamt gibt es in der Westpfalz 290 bestätigte Infektionen.

+++ Verstoß gegen das Versammlungsverbot in Lauterecken +++
16:30 Uhr

Die Polizei hat in Lauterecken Verfahren gegen mehrere Bürger eingeleitet, die sich trotz des Verbots in größeren Gruppen getroffen hatten. Als die Beamten eine siebenköpfige Gruppe auflösen wollten, beleidigte sie ein Mann mit Schimpfworten. Ihn erwartet ein Strafverfahren, die anderen müssen wegen Ordnungswidrigkeiten mit Geldbußen rechnen. Die Polizei bittet darum, die Regeln zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus einzuhalten, um die Gesundheit möglichst vieler Menschen zu schützen. Es würden weiterhin verstärkt Kontrollen durchgeführt.

+++ Stadtrat Kaiserslautern wählt Interimskommission +++
15:30 Uhr

Der Stadtrat von Kaiserslautern hat eine sogenannte Interimskommission gewählt. Auf diese Weise kann der Rat im Notfall in kleinerer Besetzung Entscheidungen treffen. In der Kommission sitzen 16 Stadträte. Unabhängig davon kann der Stadtvorstand aber wichtige Dinge auch per Eilentscheidung – ohne eine Interimskommission – beschließen. Die Stadtratssitzung fand nicht wie sonst im Rathaus, sondern in der Fruchthalle statt. Die anwesenden Stadträte konnten so genügend Abstand voneinander halten.

+++ Schneiderei im Pfalztheater näht Schutzmasken +++
14:45 Uhr

Die Schneiderei des Pfalztheaters in Kaiserslautern produziert ab sofort Schutzmasken. Sie sollen der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Es sollen hunderte dieser "Behelf-Mund-Nasen-Schutzmasken" genäht werden. Da im Theater derzeit keine Vorstellungen stattfinden, haben die Mitarbeiter der Schneiderei Zeit. "Mit der Produktion der Schutzmasken haben wir die Möglichkeit, einen Beitrag außerhalb des Pfalztheaters für die Allgemeinheit zu leisten" sagt Intendant Urs Häberli.

+++ Einkaufshilfe jetzt auch vom 1. FC Kaiserslautern +++
13:00 Uhr

Der 1. FC Kaiserslautern bietet nach eigenen Angaben ab sofort seine Hilfe beim Einkaufen an. Sie ist für Menschen gedacht, die sich wegen der Corona-Krise nicht selbst versorgen können. Der FCK teilt mit, er wolle mit der Einkaufshilfe Fans in schweren Zeiten etwas zurückgeben. Wer in Kaiserslautern wohnt und Unterstützung braucht, kann sich telefonisch beim FCK melden. Mitarbeiter des Vereins kümmern sich dann um den Einkauf. Er wird zwischen Montag und Freitag an der Haustür abgeliefert. Das Geld für den Einkauf sollte in einem Briefumschlag übergeben werden, damit es keinen direkten körperlichen Kontakt gibt.

+++ Aufruf zum Nähen von Mund-Nasen-Schutz für Seniorenheime +++
12:00 Uhr

Die Initiative "PS hilft!" ruft Bürger dazu auf, Mund-Nasen-Schutz-Masken für Pflegekräfte in Altenheimen zu nähen. Diese entsprächen zwar nicht der zertifizierten Ware, könnten aber "eine hilfreiche Alternative" sein, wenn es im Handel zu Lieferengpässen komme. Auch das Diakoniezentrum Pirmasens hat bereits zum Nähen aufgerufen. Um den Mund-Nasen-Schutz herzustellen, braucht man kochfeste Baumwolle, biegsamen Draht, eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Auf der Internetseite der Stadt gibt's genaue Näh-Anleitungen. Pirmasenser, die die Masken spenden möchten, können diese im Rathaus am Exerzierplatz abgeben.

+++ Kaiserslautern weitet Obdachlosenhilfe aus +++
10:00 Uhr

Um Obdachlose in der Coronakrise besser zu unterstützen, hat die Stadt Kaiserslautern angekündigt, ihre Hilfsangebote auszuweiten. Der Treffpunkt "Glockenstube" habe ab sofort montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet, Frühstück und Abendessen würden als Lunchpaket herausgegeben. Mittags gebe es ein warmen Essen, zusätzlich samstags ab 9 Uhr Frühstück und ein warmes Essen zur Mittagszeit. Außerdem stünden Duschmöglichkeiten zur Verfügung und die Obdachlosen könnten sich dort umziehen. Die Stadt betont: Während der Öffnungszeiten der "Glockenstube" werden auch Lebensmittelspenden angenommen.

+++ Corona-Testzentrum im Kreis Kusel geht in Betrieb +++
09:00 Uhr

Im Kreis Kusel nimmt heute ein Corona-Testzentrum seine Arbeit auf. Nach Angaben einer Sprecherin werden dort von Montag bis Freitag, 17 bis 19 Uhr in einem "Drive-In" Proben entnommen. Das bedeutet, die Betroffenen bleiben im Auto sitzen. Betroffene benötigen eine ärztliche Überweisung und müssen ihren Personalausweis vorlegen. Wie der Kreis mitteilt, kann die Überweisung gerne im Vorfeld per Fax (06381/995 25 0) oder per E-Mail (coronatestzentrum@kusel.de ) übermittelt werden.

+++ Notbetreuung für pflegebedürftige Senioren in Schönau startet +++
08:15 Uhr

In der Bildungs- und Freizeitstätte Heilsbach in Schönau (Kreis Südwestpfalz) startet eine stationäre Notfallbetreuung für pflegebedürftige ältere Menschen. Der Kreis rechnet damit, dass heute etwa zehn Senioren dort hin ziehen. Sie können wegen des Coronavirus' nicht mehr zu Hause betreut werden. Im ersten Schritt werden in der Bildungs- und Freizeitstätte des Bistums Speyer 50 Plätze angeboten. Nach Angaben des Einrichtungsleiters stehen bei Bedarf aber 140 Betten zur Verfügung. Der Betreiber, der ASB Pirmasens, sucht noch Helfer, die bei der Notfallbetreuung von Senioren eingesetzt werden können.

+++ Task Force wegen Corona gegründet +++
06:11 Uhr

Der Landrat des Kreises Kaiserslautern, Ralf Leßmeister, hat nach eigenen Angaben wegen der Corona-Krise eine Arbeitsgruppe gegründet. Ihr gehören neben dem Kreis und der Stadt Kaiserslautern auch die Kreise Kusel und Donnersberg an. Damit sollen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus‘ auch über die Kreisgrenzen hinweg besser geplant und koordiniert werden. So seien zum Beispiel mehrere Telefonkonferenzen geplant, um schnellstmöglich auf einen starken Anstieg der Corona-Fälle reagieren zu können.

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