Menschen vor der Glühweinbude auf dem Weihnachtsmarkt in Kaiserslautern. (Foto: SWR)

Hygiene-Konzepte unterscheiden sich deutlich

So reagieren die Weihnachtsmärkte in der Westpfalz auf die neuen Corona-Regeln

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Liebhaber von Glühwein und Lichterglanz können sich freuen. Viele Städte und Gemeinden planen in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt. Der neuen Corona-Verordnung des Landes sei dank.

Im vergangenen Jahr hatten die Weihnachtsmärkte gegen das Corona-Virus keine Chance. Mitten in der Hochphase der Pandemie im kalten Winter wollte keine Stadt oder Gemeinde das Risiko eingehen, einen neuen Infektionsherd samt der sogenannten Super-Spreader zu schaffen. 2021 ist die Ausgangslage dank Millionen von Corona-Impfungen aber eine ganz andere und so haben viele Kommunen schon angekündigt, dass es bei ihnen in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt geben soll.

Weihnachtsmarkt Kaiserslautern überlässt Zugang den Standbetreibern

Kaiserslautern plant mit einer Reihe von Glühweinständen und weitere Buden auf dem Areal zwischen Stiftsplatz, Schillerplatz und Altenhof sowie entlang der Marktstraße. Die Abstände zwischen den Ständen seien dabei deutlich größer als in den vorherigen Jahren. Dadurch ist laut Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) noch etwas Handlungsspielraum vorhanden, um bei erneuten Verschärfungen reagieren zu können. Auftakt ist am 22. November, bevor am 23. Dezember über Weihnachten eine Pause eingelegt wird. Anschließend werde der Markt vom 27. bis 30. Dezember als Silvestermarkt fortgeführt.

Hygienekonzept verschärft

Kurz vor Beginn des Weihnachtsmarktes hat die Stadt die Regeln verschärft: Die Glühweinstände werden eingezäunt, innerhalb dieser Bereiche gilt die 2G-Regelung. Um die Kontrollen zu erleichtern, erhalten Besucher ein Zugangsbändchen, das sie vorzeigen können. Auch für den Kulturmarkt in der Fruchthalle, der am 26. November beginnt, gelten neue Regeln: Im gesamten Gebäude gilt die 2G-Regel und eine Maskenpflicht. Außerdem wird es keine gastronomischen Angebote in der Fruchthalle geben.

beleuchteter Weihnachtsbaum in Fußgängerzone von Kaiserslautern (Foto: SWR)
Im vergangenen Jahr setzte die Stadt Kaiserslautern ausschließlich auf eine weihnachtliche Beleuchtung in der Fußgängerzone, um zumindest etwas Adventsstimmung zu entfachen.

Kirchheimbolanden plant Christkindlmarkt schon länger

In Kirchheimbolanden laufen die Planungen für den diesjährigen Weihnachtsmarkt "schon seit einiger Zeit", wie Bürgermeister Marc Muchow (CDU) bestätigt. "Trotzdem ist es eine Planung völlig ins Blaue hinein", wie Muchow erklärt. Schon im vergangenen Jahr habe die Stadtverwaltung begonnen, über Alternativen zum traditionellen Christkindlmarkt nachzudenken. Derzeit plane man einen Weihnachtsmarkt im Schlossgarten in Kirchheimbolanden.

Bürgermeister Muchow setzt auf 2Gplus-Konzept

"Hier könnten wir eine Zugangskontrolle geben und wir würden dann das 2Gplus-Konzept des Landes umsetzen wollen", so Muchow. Die Größe des Weihnachtsmarktes würde man entsprechend der Vorgaben einrichten. Muchow wünscht sich allerdings eine klare Aussage der Landesregierung zum Thema Weihnachtsmärkte. "Das würde auch den Christkindlmarkt in Kirchheimbolanden eher ermöglichen!"

Das Glühwein-Eck auf dem Weihnachtsmarkt in Kaiserslautern. (Foto: SWR)
Viele Kommunen haben noch nicht entschieden, wie die Hygieneregeln auf den Weihnachtsmärkten aussehen werden.

Weihnachtsmarkt in Zweibrücken nur etwas kleiner als sonst

In der Stadt Zweibrücken organisiert der Kulturverein "Kontrastbühne" den Weihnachtsmarkt. Dessen Vorsitzender Heiko Saberatzky berichtet, dass der Verein gemeinsam mit der Verwaltung um Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) beschlossen habe, dass der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden wird. Ursprünglich sei der Markt als eingezäunte 2G-Veranstaltung vorgesehen gewesen. Jetzt, durch die neue Corona-Verordnung des Landes, könne der Weihnachtsmarkt komplett geöffnet werden. "Fast so wie vor Corona", freut sich Organisator Saberatzky . Es komme aber auch auf die Vernunft der Besucher an. Zudem spare man viel Geld und Arbeit, weil keine 300 Meter Zaun aufgestellt werden müssten. Der Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz in Zweibrücken wird am zweiten und dritten Adventswochenende geöffnet sein.

Belznickelmarkt in Pirmasens ab dem ersten Adventswochenende

Der Belznickelmarkt in Pirmasens soll vom 26. November bis 23. Dezember auf dem Schlossplatz in der Fußgängerzone stattfinden. Im Rahmen der Veranstaltung wird es laut Stadtverwaltung am ersten und zweiten Adventswochenende zusätzlich den "Weihnachts-Kreativmarkt" geben. Dabei wird es nach Auskunft der Stadtverwaltung Einlasskontrollen geben. Bis zu 500 negativ getestete Personen können teilnehmen.

Die Stände sollen nach Auskunft der Stadtverwaltung in diesem Jahr anders angeordnet werden, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. In diesem Bereich herrsche auch eine gewisse Ungewissheit: Einige Beschicker des Weihnachtsmarktes hätten aufgrund von Corona ihr Gewerbe eingestellt und stünden nicht mehr zur Verfügung. Deshalb sei Zeit für etwas Neues, so die Pirmasenser Stadtverwaltung.

"Romantische Waldweihnacht" in Johanniskreuz abgesagt

Nicht stattfinden hingegen wird die "Romantische Waldweihnacht" rund um das Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz. Die Absage sei eine „von Vorsicht getragenen Entscheidung“. Der Veranstalter erwarte im Dezember höhere Inzidenzen und wolle mit dem Weihnachtsmarkt das Infektionsgeschehen nicht weiter vorantreiben. Trotz der neuen Corona-Verordnung des Landes wolle man an der Absage festhalten.

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