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Noch immer ist unklar, wer die Ungarin Diana Bodi im Dezember in Kaiserslautern getötet hat. Bei der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" gingen am Mittwoch nur sechs Hinweise ein.

Fahndungsplakat Bodi (Foto: Polizeipräsidium Westpfalz)
Mit diesem Plakat bittet die Polizei Kaiserslautern um Mithilfe. Polizeipräsidium Westpfalz

Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Außerdem berichtete Sendung "Aktenzeichen xy" am Mittwoch über den Fall. Das brachte aber bisher weniger Erfolg als erwartet: Laut einem Polizeisprecher gab es nur sechs neue Hinweise. Bisher sei noch unklar, ob sie für die weiteren Ermittlungen hilfreich sein werden.

Die Leiche von Diana Bodi war am 14. Dezember in einer kleinen Seitenstraße in der Kaiserslauterer Innenstadt gefunden worden. Zuerst stand die Identität der Frau nicht fest. Erst als ihre Mutter in Ungarn die 48-Jährige als vermisst gemeldet hatte, wusste die Polizei, um wen es sich bei der Frau handelt.

Rekonstruktion der letzten Tage im Leben von Diana Bodi

Seitdem versuchen die Beamten herauszufinden, wo sich die Frau in ihren letzten Lebenstagen aufgehalten hat. Nach den bisherigen Erkenntnissen war sie seit November als Pflegekraft in der Nähe von Stuttgart tätig. Am 11. Dezember sollte sie eine neue Stelle in Trier-Saarburg antreten.

Hat sie jemand im Zug gesehen?

Am 7. Dezember vergangenen Jahres wurde sie von einer Überwachungskamera aufgezeichnet, als sie an einem Geldautomaten in Aidlingen bei Stuttgart Geld abhob. Vier Tage später fuhr sie von Stuttgart aus mit einem ICE nach Mannheim und dann mit einer Regionalbahn weiter nach Kaiserslautern.

Dieser Umstand ist den Ermittlern besonders wichtig, denn der Zug hatte rund 100 Minuten Verspätung, weil es im Bereich einer Eisenbahnbrücke gebrannt hatte. Möglicherweise kann sich einer der Fahrgäste an die 48-jährige Frau erinnern.

Frau bat möglicherweise um Alkohol oder Essen

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass Diana Bodi am Hauptbahnhof ausstieg und sich seitdem in Kaiserslautern aufhielt. Sie war alkoholkrank und könnte betrunken gewesen sein, vielleicht auch auf Entzug. Das könnte bedeuten, dass sie keine klare Aussprache gehabt hat oder einen schwankenden Gang. Sie könnte zudem erschöpft und orientierungslos gewirkt haben.

Auch hier bittet die Polizei mögliche Zeugen, denen in Kaiserslautern eine solche Frau aufgefallen ist, sich zu melden. Möglicherweise hat sie auch jemanden um Essen, Alkohol oder eine Übernachtungsmöglichkeit gebeten.

Wer hat einen größeren Gegenstand transportiert?

Außerdem suchen die Ermittler eine oder mehrere Personen, die zwischen dem 11. und dem 13. Dezember vergangenen Jahres in den späten Abendstunden einen größeren länglichen Gegenstand in der Kaiserslauterer Innenstadt transportiert haben könnten. Er war möglicherweise verpackt oder eingewickelt. Vielleicht nutzten der oder die Unbekannten auch ein Transportmittel wie eine Sackkarre oder einen Einkaufswagen.

Hinweise nimmt die Polizei Kaiserslautern unter der Telefonnummer 0631 369 2620 entgegen.

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