Ein Kranz sowie Blumen und Kerzen liegen am Tatort an der Kreisstraße 22 bei Ulmet (Rheinland-Pfalz) zum Gedenken.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Tödliche Schüsse auf Polizist und Polizistin

Kusel: Ermittler gehen von Schüssen von beiden Verdächtigen aus

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Im Fall der bei Kusel getöteten Polizisten wird weiter von einer gemeinsamen Tat der beiden inhaftierten Verdächtigen ausgegangen. Das berichtete Justizminister Herbert Mertin (FDP) im Landtag dem Rechtsausschuss.

Angesichts der Dynamik der Geschehnisse könnten die Schüsse auf die beiden Polizisten nach derzeitigem Untersuchungsstand nicht nur von einer Person abgegeben worden sein, erläuterte der Justizminister. Dafür sprächen etwa das Verletzungsbild und die zeitliche Abfolge.

Mertin zu Schüssen in Kusel: Zügige Aufklärung vonnöten

Zur Zeit gehen die Ermittler davon aus, dass die beiden Verdächtigen zu zweit handelten. Es lägen keine Hinweise dafür vor, dass es weitere Tatbeteiligte geben könnte. Mertin betonte, dass die Tat zügig aufgeklärt werden müsse. Das sei man den beiden Getöteten schuldig.

Laut Ermittlungen habe der 38 Jahre alte Verdächtige mit einer Schrotflinte in Richtung des Kopfes der Polizeianwärterin geschossen und sie tödlich verletzt. "Anschließend sollen die beiden Beschuldigten gemeinsam das Feuer auf den Beamten eröffnet haben, und zwar mit der Schrotflinte und einem Einzelladergewehr. Der Beamte wurde durch insgesamt vier Schüsse tödlich verletzt", sagte Mertin.

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Hate Speech: 19 Tatverdächtige identifiziert

Der Justizminister gab auch Auskunft zum aktuellen Stand der Ermittlungsgruppe "Hate Speech". Hier habe das Landeskriminalamt mittlerweile 508 Hasskommentare im Internet festgestellt. Davon hätten 270 Hasskommentare eine strafrechtliche Relevanz. Bislang seien 19 Tatverdächtige identifiziert worden.

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