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Pirmasens war früher eine blühende Schuhmetropole. Aus den glanzvollen Zeiten von einst sind nur noch wenige Schuhfirmen übrig geblieben. Eine der bekanntesten, Peter Kaiser, hat nun Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.

Jede Stadt hat so Firmen, auf die sich besonders stolz ist. In der einstigen Schuhmetropole Pirmasens gehört die Schuhfabrik Peter Kaiser sicherlich dazu. Nicht nur weil sie Schuhe herstellt, die viele Frauenherzen höher schlagen lassen. Sondern auch weil die Firma zumindest teilweise immer noch in Pirmasens produziert. Wie lange sie das noch tut, ist durch das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das am Dienstag begonnen hat, allerdings ungewiss.

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Corona hat Mitschuld an Insolvenz

Peter Kaiser hat nach eigenen Angaben schon länger Probleme. Gründe dafür gibt es einige. Zum Beispiel, dass immer mehr Schuhgeschäfte schließen, die hochwertige und teure Schuhe verkaufen. Wenn die Schuhe in immer weniger Geschäften angeboten werden, gehen automatisch die Verkaufszahlen zurück. Außerdem sind wegen der Corona-Pandemie viele Menschen im Homeoffice. Konferenzen wurden ins Internet verlegt, Geschäftsreisen fielen gleich ganz aus, ebenso wie Feste und Feiern. Alles Anlässe, zu denen Frau sich auch mal neue Schuhe gönnt – sie jetzt aber nicht gebraucht hat. Das habe die Probleme bei Peter Kaiser verschärft.

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung

Deshalb hat Peter Kaiser Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Diese besondere Form der Insolvenz ist möglich, weil der Pirmasenser Damenschuhhersteller Peter Kaiser noch nicht zahlungsunfähig ist. Das bedeutet, dass die Situation zwar ernst ist, aber noch nicht so dramatisch, dass ein Insolvenzverwalter von außen das Ruder übernehmen muss. Die Geschäftsführung hat weiterhin das Sagen. Die Insolvenz in Eigenverwaltung bedeutet, dass ein Unternehmen in Schieflage sagt: "Ohne staatliche Hilfe aber auch ohne das Entgegenkommen unserer Gläubiger schaffen wir es nicht mehr."

200 Mitarbeiter in Pirmasens betroffen

Insgesamt arbeiten bei Peter Kaiser 650 Menschen, davon 200 in Pirmasens, der Rest in einem Werk in Portugal. Das portugiesische Werk ist von der Insolvenz überhaupt nicht betroffen, wie es mit den 200 Mitarbeitern in Pirmasens weitergeht ist unklar. Ein Teil von ihnen ist in Kurzarbeit. Derzeit ist die Firma auf der Suche nach möglichen Investoren. Mit einem Ergebnis sei bis Ende des Jahres zu rechnen.

200 Mitarbeiter bangen um Jobs Schuhhersteller Peter Kaiser aus Pirmasens bald zahlungsunfähig?

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