Risiko durch Erntemaschinen

Westpfalz: Hohe Brandgefahr im Wald und auf Feldern

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Johannes Zinßmeister
Bild von Johannes Zinßmeister, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Hohe Temperaturen und viel Sonnenschein - was die Freibadbesucher freut, macht einigen Landwirten und Förstern Angst, denn: Die Gefahr von Bränden im Wald und auf Feldern steigt.

"Ein kleiner Funke reicht aus und schon brennt es auf dem Feld", sagt Uwe Bißbort, der Vorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes in Pirmasens. "Deswegen tun wir als Landwirte, was wir können, um diesen Funken zu verhindern", so Bißbort. Heißt: Regelmäßiges Reinigen der Erntemaschinen: "Dort, wo nicht sauber gemacht wird, sammelt sich Staub. Und Staub fängt bekanntlich schnell Feuer".

Durch den Einsatz von Erntemaschinen besteht eine erhöhte Gefahr, dass Felder in Brand geraten. (Foto: picture alliance / dpa | Christoph Schmidt)
Durch den Einsatz von Erntemaschinen besteht eine erhöhte Gefahr, dass Felder in Brand geraten - auch in der Westpfalz. picture alliance / dpa | Christoph Schmidt

Hohe Brandgefahr wegen Hitze und Trockenheit

Trotzdem bleibe ein Restrisiko. Wenn beispielsweise Steine in die Erntemaschinen gelangen, könnte es passieren, dass Radlager heiß liefen und das Feld dadurch Feuer fängt, erklärt der Landwirt. "Die Brandgefahr ist im Moment sehr hoch. Es hat in den vergangenen Wochen zu wenig geregnet", sagt Uwe Bißbort. Er geht davon aus, dass das in den kommenden Wochen wegen der anhaltenden Hitze noch extremer wird.

Damit rechnet auch Gerold Füge vom Bauern- und Winzerverband im Donnersbergkreis. Er befürchtet, dass sich ein Feuer auf einem Feld zurzeit schnell ausbreiten würde. "Das liegt an dem starken Wind, den wir aktuell immer mal wieder haben", sagt Füge. Sollte ein Feld Feuer fangen, bleibe dem Landwirt nur eine Chance. "Dann muss der Bauer sofort eine Schneise ziehen. Das heißt, dass der Bauer mit einer Erntemaschine oder einem Pflug einmal quer über das Feld fahren muss, um das restliche Feld vom Feuer zu trennen", sagt Gerold Füge. Die Feuerwehr habe bei solch einem Brand kaum Chancen, das Feuer rechtzeitig zu löschen.

Hohe Waldbrandgefahr im Westen der Pfalz

Auch die Waldbrandgefahr ist in der Westpfalz zurzeit hoch. Da sind sich die Forstämter einig. Deswegen sei es wichtig, dass Spaziergänger keine Zigaretten auf den Waldboden werfen und die Waldbesucher auf offene Feuer verzichten.

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Einzig das Forstamt Kusel schätzt die Waldbrandgefahr in seinem Bereich etwas niedriger ein. Grund dafür sei, dass dort vor allem Laubbäume stehen. Dieses Holz trocknet nicht so schnell aus wie Nadelholz. Außerdem bildet Nadelholz viel Harz, das wie eine Art Brandbeschleuniger wirken kann.

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