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Viele Menschen – nicht nur in den USA - dürften erleichtert sein, dass die Ära Trump nun zuende ist. Auch bei den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden Baumholder, Landstuhl und Ramstein-Miesenbach ist das Aufatmen groß.

Ramstein-Miesenbachs Verbandsbürgermeister Ralf Hechler (CDU) hat in seiner Region viele tausend Amerikaner, die dort leben und arbeiten. Vornehmlich auf der Airbase in Ramstein. Daher werde es jetzt Zeit, dass für alle Menschen seiner Verbandsgemeinde wieder ein Stück Normalität zurückkehre, sagt Hechler.

Bürgermeister Hechler aus Ramstein-Miesenbach glaubt an bessere Zeiten

Und die werden kommen, ist Hechler sicher: "Grundsätzlich glaube ich schon, dass Biden einen anderen Ton anschlagen wird. Wir hatten ja viele Achterbahnfahrten hier, mit Truppenabzugsankündigungen, Verlegungsprogrammen. Das wurde nicht so kommuniziert, dass man miteinander gesprochen hätte."

Bürgermeister aus Baumholder wünscht sich bessere Kommunikation

Biden sei ja ein erklärter Transatlantiker, meint Ralf Hechler. Er geht davon aus, dass die Kommunikation künftig besser wird. Darauf setzt auch der Verbandsgemeindebürgermeister von Baumholder, Bernd Alsfasser (Freie Wähler). Er hoffe, dass Biden wieder in das Klimaabkommen einsteige und auch in die Weltgesundheitsorganisation WHO. Durch den Truppenübungsplatz in Baumholder ist die amerikanische Gemeinde dort sehr groß. Daher macht sich Alsfasser Hoffnungen, dass Baumholder noch lange als Truppenstandort der Amerikaner erhalten bleibt.

Ich bin erleichtert, dass dieses irrlichternde Kapitel der amerikanischen Geschichte abgeschlossen ist

Peter Degenhardt, Bürgermeister Verbandsgemeinde Landstuhl

Und auch im Rathaus von Landstuhl ist die Erleichterung über Neu-Präsident Biden groß. Dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl, Peter Degenhardt (CDU), fällt ein Stein vom Herzen, dass Präsident Trump jetzt Geschichte ist. Er geht hart mit ihm ins Gericht und wird deutlich. Trumps Handeln sei amateurhaft und von Lügen durchsetzt gewesen. Das werde jetzt ein Ende haben. Er sei erleichtert, "dass dieses irrlichternde Kapitel der amerikanischen Geschichte abgeschlossen ist. Ich glaube das Wichtigste ist, dass jetzt wieder professionell Politik gemacht wird." Die Leute, die der designierte Präsident Joe Biden in sein Kabinett berufen hat, seien solide und erfahren, meint Degenhardt.

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