STAND

Die Stimmen bei der Landtagswahl sind ausgezählt. Vier der Direktmandate in der Westpfalz gehen an die SPD, drei an die Christdemokraten.

Andras Rahm (SPD) verteidigt Wahlkreis Kaiserslautern I

Im Wahlkreis Kaiserslautern I konnte sich Andreas Rahm von der SPD erneut das Direktmandat sichern. Er lag mit 34,8 Prozent deutlich vor seinem Herausforderer Manfred Schulz (21,7%) von der CDU. Andreas Rahm sitzt seit 2016 im Landtag und ist seit 2007 Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat von Kaiserslautern. Auch bei den Zweitstimmen liegen die Sozialdemokraten (34,3%) in diesem Wahlkreis vor der CDU (20,3%).

Das vorläufige Endergebnis ist da und damit steht fest, dass ich wieder das Direktmandat erhalten habe. Ich bin...Posted by Andreas Rahm on Sunday, March 14, 2021

Thomas Wansch (SPD) gewinnt zum vierten Mal Direktmandat

Auch das Direktmandat im Wahlkreis Kaiserslautern II konnte sich mit Thomas Wansch ein SPD-Mann sichern. Er erhielt 30,6 Prozent der Wählerstimmen und setzte sich damit vor Norbert Herhammer von der CDU durch. Thomas Wansch wurde 2006 erstmals als Direktkandidat in den Landtag gewählt und konnte sein Mandat bei den Landtagswahlen 2011 und 2016 jeweils verteidigen. Wansch zeigte sich im Gespräch mit dem SWR erleichtert, weil der Wahlkampf wegen der Corona-Pandemie anders als sonst gestaltet werden musste: "Das war eine Herausforderung mit neuen Ideen, die umgesetzt werden mussten. Und es hat funktioniert."

Auch bei den Zweitstimmen liegt die SPD in diesem Wahlkreis mit 36,1 Prozent der Stimmen vorne. Die CDU kommt dahinter auf 24,2 Prozent.

Marcus Klein (CDU) gewinnt im Wahlkreis Kaiserslautern-Land

Der Wahlkreis Kaiserslautern-Land geht ebenfalls an die SPD. Mit 36,7 Prozent liegen sie hier vor den Christdemokraten (28,8%). Das Direktmandat sicherte sich in diesem Wahlkreis allerdings CDU-Mann Marcus Klein. Er setzte sich mit 34,3 Prozent der Stimmen gegen Daniel Schäffner (32,8%) von der SPD durch, der bislang das Direktmandat für den Wahlkreis innehatte. "Das war natürlich schon eine Zitterpartie in den letzten Stunden. Ich bin sehr zufrieden und freue mich", sagte Klein im SWR-Interview.

Rauschkolb verteidigt Wahlkreis Donnersberg

Jaqueline Rauschkolb (SPD) konnte ihr Direktmandat im Wahlkreis Donnersberg mit 32,2 Prozent der Wählerstimmen verteidigen. Auch bei den Zweitstimmen liegt die SPD vorne. Die Sozialdemokraten erhielten 38,1 Prozent der Stimmen, die CDU kommt im Wahlkreis Donnersberg auf 23,5 Prozent. "Für mich ist alles wichtig unter dem Motto: ländlicher Raum stärken", erklärte Rauschkolb am Abend im SWR-Interview ihre Ziele für die nächste Legislaturperiode. Im Fokus stünden Mobilität, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsnetzwerke und wohnortnahe Bildungsangebote.

SPD deutlich stärkste Kraft in Kusel

Im Wahlkreis Kusel konnte die SPD das beste Zweitstimmen-Ergebnis in der Westpfalz für sich verbuchen. Mit 41,8 Prozent der Wählerstimmen lagen die Sozialdemokraten hier deutlich vor der CDU, die nur auf 21,5 Prozent kam. Das Direktmandat holte sich SPD-Kandidat Oliver Kusch, der 37,8 Prozent der Erststimmen auf sich vereinte. Kusch sagte, das Ergebnis zeige, dass die SPD noch Wahlen gewinnen könne. Kusch betreibt gemeinsam mit seiner Frau eine internistische Praxis in Kusel. Im Frühjahr hat sich das Ehepaar zusammen mit zwei weiteren Ärzten in der Corona-Ambulanz in Kusel engagiert. "Kann schon sein, dass die Menschen hier das positiv wahrgenommen haben", so Kusch. Der SPD-Kandidat wird im Wahlkreis Kusel Nachfolger von Jochen Hartloff, der seit 1996 für die SPD im Landtag sitzt und nach der aktuellen Legislaturperiode sein Mandat aufgibt.

CDU holt sich Direktmandat in Pirmasens

CDU-Kandidat Christof Reichert wird künftig den Wahlkreis Pirmasens im Mainzer Landtag vertreten. Mit 33,0 Prozent der Wählerstimmen landete er vor SPD-Konkurrent Alexander Fuhr (28,9%). "Bei mir überwiegt das lachende Auge", so Reichert im SWR-Interview. Mit einem weinenden Auge blicke er allerdings auf das Landesergebnis, wo sich die CDU in Rheinland-Pfalz ein besseres Ergebnis gewünscht hätte. Reichert sitzt seit 2017 im Landtag. Er war damals für Susanne Ganster (CDU) nachgerückt, die ihr Amt als Landrätin der Südwestpfalz antrat. Bei den Zweitstimmen bestätigte sich allerdings das Landesergebnis. Hier steht die SPD mit 33,2 Prozent der Stimmen vor den Christdemokraten, die mit 31,1 Prozent knapp dahinter liegen.

Gensch legt in Zweibrücken sogar noch zu

Christoph Gensch hat für die CDU deutlich das Direktmandat im Wahlkreis Zweibrücken gewonnen. Er holte 41,9 Prozent der Erststimmen und damit mehr als bei der vergangenen Landtagswahl 2016. "Ich habe in Zweibrücken während der Corona-Krise versucht, gerade in den Sozialen Medien, den Menschen viel zu erklären", so Gensch, der auch als Facharzt für Innere Medizin in Zweibrücken praktiziert. "Ich glaube schon, dass ich es so geschafft habe, den ein oder anderen Wähler noch mitzunehmen." Bei den Zweitstimmen liegt allerdings auch in Zweibrücken die SPD mit 35,6 Prozent vor der CDU mit 29,7 Prozent.

Rheinland-Pfalz

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz SPD gewinnt, CDU mit deutlichen Verlusten, FW erstmals im Landtag

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die SPD ihre Spitzenposition verteidigt. Während die CDU deutliche Verluste hinnehmen musste, sind die Freien Wähler erstmals im Landtag vertreten.  mehr...

Kaiserslautern

Ergebnisse und Reaktionen Blog zur Landtagswahl in der Westpfalz

So hat die Westpfalz gewählt. Hier finden Sie alle Ergebnisse zur Landtagswahl zum Nachlesen in unserem Blog.  mehr...

STAND
AUTOR/IN