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Reanimation statt Mathe - das steht bei der "Projektwoche Gesundheit" an der Grundschule in Bruchmühlbach-Miesau an. Dabei geht es um die eigene Gesundheit - aber auch um die anderer.

Gesundheitswoche 1 (Foto: SWR)
Dr. Sebastian Henn zeigt den Viertklässlern an Puppen, wie sie Menschen wiederbeleben können.

Los ging die „Projektwoche Gesundheit“ an der Grundschule in Bruchmühlbach-Miesau gleich mit Wiederbelebungstraining. Damit die Kinder das richtig lernen, gibt es fachkundige Anweisung von Dr. Sebastian Henn. Seine Praxis ist gleich um die Ecke - und er zeigt diese Woche jeden Tag den Kindern der Grundschule, wie Wiederbelebung funktioniert.

Vorbereitung auf das Leben im ländlichen Raum

Man kann eigentlich gar nicht früh genug anfangen, sagt Dr. Henn: "Wir sind hier auf dem Dorf und haben relativ lange Zeiten, bis erste Hilfe vor Ort ist. Das heißt, wir haben die Kinder auf die Situation 'Rettung im ländlichen Raum' schon vorbereitet."

Eine dreiviertel Stunde dauert der Kurs, der die Kinder für Wiederbelebung fit machen soll. Und es scheint zu funktionieren.

Dauer

Großes, ganzheitliches Angebot

Erste Hilfe ist aber nur eines der Themen diese Woche. Bis Donnerstag gibt es jeden Tag Kurse. Das Angebot ist groß: Yoga, Entspannungsübungen, Erste Hilfe, Tipps zur Zahngesundheit. Die Kinder können sich aussuchen, welche Workshops sie besuchen wollen.

Lehrerin und Organisatorin Christine Leßmeister war vor allem wichtig, das Thema Gesundheit ganzheitlich anzugehen: "Es sind viele Sportangebote dabei. Die gesunde Ernährung und das Thema Erste Hilfe gehören auch dazu." Ein Hauptproblem sei, dass niemand helfe, weil er Angst habe oder nicht wisse, was er tun soll. "Das wollen wir angehen", sagt Christine Leßmeister.

Gesundheitswoche 3 (Foto: SWR)
Die Puppen warten auf den Einsatz der Kinder.

Denkanstöße für zu Hause

Und das Konzept der Projektwoche Gesundheit kommt an. Die Woche soll den Kindern vor allem einen Denkanstoß liefern und motivieren, sagt Christine Leßmeister: "Vielleicht das Ganze auch zu Hause in die Familie tragen und sagen: 'Das ist jetzt aber nicht gesund, ich hätte lieber Obst in meiner Box.' Das wäre ein Erfolg."

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