Gesundheitsamt (Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Eigenverantwortung der Menschen gefragt

Gesundheitsämter wegen Corona an der Belastungsgrenze

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Die Gesundheitsämter in der Westpfalz sind nach eigenen Angaben wegen der hohen Corona-Infektionszahlen an ihrer Belastungsgrenze. Kontakt-Nachverfolgungen und die Überprüfung, ob die Quarantäne von Betroffenen eingehalten werde, sei kaum noch zu gewährleisten.

Die Ordnungsämter, die für die Kontrolle der Quarantäne zuständig sind, überprüfen den Angaben nach im Landkreis Kaiserslautern nur noch bei begründetem Verdacht, dass sich die Betroffenen nicht an ihre Quarantäne halten. Auch in den Landkreisen Südwestpfalz und Kusel werde bei der Quarantäne auf Eigenverantwortung gesetzt. Auch hier folgten Überprüfungen durch die Ordnungsämter nur noch sporadisch.

Gesundheitsamt Kusel kann Nachverfolgung nicht mehr leisten

Vom Kreis Kusel heißt es wörtlich: "Eine Kontaktpersonen-Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt ist zurzeit nicht mehr möglich. Jede corona-positive Person wird aktuell telefonisch kontaktiert, um Vorerkrankungen, die wahrscheinliche Infektionsquelle, Impfungen, Krankheitssymptome und medizinische Versorgung zu erfragen. In diesem Gespräch werden auch alle Fragen der Betroffenen beantwortet."

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Viele Menschen halten sich an Quarantäne

Das Gesundheitsamt in Pirmasens habe aber gute Erfahrung mit der Eigenverantwortung der betroffenen Menschen gemacht. Die meisten Menschen hielten sich an die Anordnungen des Gesundheitsamtes. Im Donnersbergkreis habe das Gesundheitsamt noch regelmäßigen Kontakt zu den isolierten Menschen und auch die Versorgung sei beispielsweise durch Ehrenamtliche oder die Kirche gesichert.

Dankbar für Unterstützung der Bundeswehr

Ein Soldat der Bundeswehr unterstützt das Gesundheitsamt bei der Corona-Kontaktnachverfolgung (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Philipp Schulze)
In Kaiserslautern und Kusel unterstützt die Bundeswehr die Gesundheitsämter, weil deren Personal aufgrund der hohen Zahl an Corona-Fällen überlastet ist. picture alliance/dpa | Philipp Schulze

In Stadt und Kreis Kaiserslautern und im Kreis Kusel unterstützen Bundeswehrsoldaten die Gesundheitsämter. Das sei eine starke Entlastung, heißt es aus Kusel:

"Die Soldaten bringen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes eine erhebliche Entlastung", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. "Sie unterstützen die Mitarbeiter im Bereich der Reiserückkehrer, der digitalen Eingabe und Verwaltung von Befunden. Beispielsweise sind positive Schnelltests im digitalen System zu erfassen, da diese nicht über das zentrale Meldesystem kommen, ebenso sind negative Tests zur Beendigung der Absonderung zu speichern."

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