Interview mit Landrätin Susanne Ganster

Impfzentrum in Pirmasens soll pünktlich in Betrieb gehen

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In Pirmasens sind die Arbeiten am geplanten Corona-Impfzentrum in vollem Gang. In den Messehallen sollen künftig bis zu 200 Menschen täglich gegen das Coronavirus geimpft werden.

Am 15. Dezember soll alles fertig sein, sagt die Landrätin des Kreises Südwestpfalz, Susanne Ganster (CDU), denn dann könnte es schon bald die ersten Dosen des von vielen Menschen lang ersehnten Impfstoffes gegen das Coronavirus geben.

Probelauf im neuen Impfzentrum Pirmasens

Drei Tage vorher, am 12. und 13. Dezember, wollen der Landkreis Südwestpfalz und die Stadt Pirmasens einen Probelauf starten, um herauszufinden, ob die sogenannte "Impfstrasse" in der Messehalle funktioniert und ob die Abläufe korrekt geplant sind.

Immerhin werden die Bürger bei der Impfung durch zehn verschiedene Stationen geschleust: Von der Anmeldung über verschiedene Warteräume, bis hin zur persönlichen Beratung und dann der tatsächlichen Impfung wird es etwa eine halbe Stunde dauern. So ist es geplant.

Impfungen in Pirmasens ab Mitte Dezember?

Wenn alles glatt geht, könnten die ersten Menschen schon Mitte Dezember geimpft werden. "Am Ende hängt aber alles davon ab, wann genau der Impfstoff geliefert wird", sagt Ganster. Die Planungen für den Aufbau seien so gut wie abgeschlossen.

Ganster ist guter Dinge, dass alles rechtzeitig fertig wird. "Die wahre Herausforderung liegt aber woanders", sagt die Landrätin. Es sei ganz wesentlich, dass das Land genügend Ärzte und Hilfskräfte zur Verfügung stellen könne, damit die Impfungen auch durchgeführt werden könnten.

Hoher Personalaufwand im Impfzentrum Pirmasens

Das Impfzentrum soll mindestens ein Jahr lang an fünf Tagen in der Woche betrieben werden. Bis zu vier sogenannter "Impfstrassen" sollen es am Ende sein, damit theoretisch alle knapp 140.000 Menschen geimpft werden können, für die das Impfzentrum in Pirmasens zuständig ist.

Das sind die Stadt Pirmasens und der Kreis Südwestpfalz. Die Einwohner der Stadt Zweibrücken und der Verbandsgemeinde Zweibrücken Land werden in einem eigenen Zentrum geimpft.

Dafür ist viel Personal nötig. Die Verwaltung des Kreises Südwestpfalz und der Stadt Pirmasens kann dabei zusätzlich auf einige Ärzte zurückgreifen, die bereits im Corona-Testcenter und den Ambulanzen geholfen haben.

Wer wann geimpft wird, steht noch nicht fest

Noch nicht klar ist, wer zu welchem Zeitpunkt geimpft werden soll. Denn das ist eine Entscheidung des Bundes. "Wir haben da überhaupt keine Einwirkungsmöglichkeiten", so Landrätin Ganster. "Alles, was wir wissen ist, dass das Pflege- und Ärztepersonal und eben auch die Risikogruppen als erstes dran sein sollen".

Die große Unbekannte ist aber auch: wieviele Bürger sich überhaupt impfen lassen möchten, denn viele Menschen trauen den Impfstoffen noch nicht so recht, weil sie in sehr kurzer Zeit entwickelt wurden.

Corona-Weihnachten: Herausforderung für alle

Für sie persönlich sei die Coronazeit eine besondere Herausforderung, sagt Susanne Ganster. Sie sei inzwischen fast ununterbrochen sieben Tage in der Woche im Einsatz und sei immer ansprechbar. Daher freut sie sich – trotz der Einschränkungen – auf ein geruhsames, wenn auch anderes, Weihnachtsfest. Auch in ihrer Familie läuft das Fest anders ab als sonst. "Es wird so sein, dass wir uns nicht mit allen gleichzeitig treffen. Das sind einfach zu viele. Wir werden Zeitfenster vereinbaren, in denen wir etwa die Großeltern besuchen. Es wird in diesem Jahr ein anderer Rahmen sein".

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