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In der Corona-Krise ist ehrenamtliche Arbeit besonders wichtig. Um sie zu fördern, schüttet der Bund Millionen aus. Ein Verein aus Rockenhausen bekommt ein Stück vom Kuchen.

Das Förderprogramm nennt sich "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern" und wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgelegt. Insgesamt ist das Programm etwa fünf Millionen Euro schwer. Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) hat am Dienstag einen der ersten Förderbescheide an den Verein "Donnersberger Integrationshilfe" in Rockenhausen übergeben. In dem Verein haben sich Einheimische und geflüchtete Menschen organisiert, die sich sozial engagieren wollen. Unter anderem gibt es einen Einkaufsdienst für ältere oder kranke Menschen. Dieser wird jetzt mit knapp 6.000 Euro gefördert.

Mehrere Menschen stehen auf einer Bühne. Darunter Ministerin Julia Klöckner, die einen großen Scheck übergibt. (Foto: BMEL)
Bundesministerin Julia Klöckner (CDU, li neben dem Förderbescheid) bei der Übergabe des Förderbescheids. BMEL

Corona-Krise: Ehrenamtliche bekommen Fahrtkosten erstattet

Das Geld soll genau den Menschen zu Gute kommen, die in den vergangenen Monaten viel geleistet und dafür gesorgt haben, dass andere gut durch die Corona-Krise kommen. Wer für andere Menschen ehrenamtlich einkaufen geht, der verfährt Benzin und nutzt sein privates Auto ab. Über einen Zeitraum von inzwischen sechs Monaten kommt einiges zusammen. Mit dem Geld sollen den Ehrenamtlern jetzt unter anderem die entstandenen Fahrtkosten erstattet werden. Außerdem wird Geld für Schulungen zu Verfügung gestellt – beispielsweise für Kurse zum Thema Hygiene.

Ehrenamtler konnten sich für Förderprogramm bewerben

Grundsätzlich konnten sich alle ehrenamtlichen Initiativen oder Vereine für das Förderprogramm beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bewerben, um Geld zu bekommen. Bundesweit wurden knapp 570 Förderanträge gestellt. Die ersten, aber nach Angaben einer Sprecherin noch längst nicht alle, sind jetzt bewilligt worden. Eine Übersicht, welche Vereine in der Westpfalz sonst noch Geld bekommen, gibt es bisher deshalb noch nicht.

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