Fans des 1. FC Kaiserslautern (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

FCK will rechtliche Schritte prüfen

Nur 5.000 Zuschauer beim DFB-Pokalspiel auf dem Betzenberg zugelassen

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Maximal 5.000 statt 20.000 Zuschauer sind beim DFB-Pokal-Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Borussia Mönchengladbach am Montagabend zugelassen. Schuld ist die hohe Corona-Inzidenz. Dem finanziell angeschlagenen FCK entgehen dadurch Einnahmen - der Club prüft rechtliche Schritte.

Viele FCK-Fans werden enttäuscht sein. Anstelle von 20.000 Zuschauern dürfen am Montag nur 5.000 Zuschauer das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach sehen. Darauf hat die Stadt Kaiserslautern hingewiesen.

Corona-Inzidenz in Kaiserslautern liegt an drei Tagen über 35

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag lag die Corona-Inzidenz in der Stadt über der Grenze von 35. Am Freitag lag der Wert beispielsweise bei 47,8 - unter Einbeziehung der amerikanischen Streitkräfte. Laut einer Sonderregel des Landes für den FCK dürfen dann ab dem übernächsten Tag nur 5.000 Zuschauer ins Stadion. Bei anderen Veranstaltung sind nach Angaben der Stadt dann nur 500 Zuschauer zugelassen.

Wer darf am Montag ins Fritz-Walter-Stadion?

Laut FCK sollen die verfügbaren Plätze unter anderem nach dem Zeitpunkt der Ticket-Bestellung vergeben werden. Alle anderen Bestellungen würden per E-Mail storniert. Der Kaufpreis wäre ohnehin erst nach dem Spiel eingezogen worden. FCK-Sportchef Hengen hofft darauf, dass in Zukunft ein solches hin und her um die Zuschauergröße vermieden werden kann.

Hengen kritisiert, dass nicht überall gleiche Bedingungen herrschen. In anderen Drittliga-Stadien dürften zum Beispiel 50 Prozent der Kapazität genutzt werden. Auf dem Betzenberg lediglich zehn Prozent. Dass ursprünglich mit 20.000 Zuschauern geplant wurde, verursache jetzt zusätzliche Kosten. Gebuchtes Personal müsse trotzdem bezahlt werden, auch wenn es nun gar nicht benötigt werde. Durch das ständige Hin und Her sei es im Moment kaum möglich, Einnahmen zu generieren. Der FCK wünsche sich einheitliche Regelungen - es werde deshalb geprüft, ob und gegen wen der FCK juristische Schritte einleiten könne.

FCK und Corona: "Situation ist doof für alle"

Die Fans bangen nun, ob sie zu den Glücklichen gehören, die am Montag ins Stadion dürfen. "Die Situation ist doof für alle", sagt beispielsweise Frieder Mathis vom Fanclub "Wir sind Betze". "Den FCK trifft es wirtschaftlich und er hat jetzt ein riesiges Durcheinander." Und auch die Stimmung werde bei nur 5.000 Zuschauern nicht so gut sein. Erich Huber, Behinderten-Fan-Beauftrager des Vereins, befürchtet, dass es "böses Blut" geben wird zwischen den Fans, die ins Stadion dürfen und denen, die nun nicht auf den Betze können. "Aber irgendjemand ist immer sauer, man kann es nicht allen recht machen", so Huber. Er kann nicht verstehen, dass jetzt nur wenige Zuschauer ins Stadion dürfen, weil der 1. FC Kaiserslautern ein gutes Hygiene-Konzept habe.

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