Die A6 bei Kaiserslautern war nach einem Lkw-Unfall am Dienstagnachmittag gesperrt. Nach Angaben der Polizei kann es noch mehrere Stunden dauern, bis die Autobahn wieder freigegeben wird. (Foto: Polizeipräsidium Westpfalz)

Zwischenfall bei Enkenbach-Alsenborn

Extrem dreist: Falsche Polizisten auf der A6

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Susanne Kimmel
Bild von Susanne Kimmel, Redakteurin im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Gegen diese Art von Betrug konnten die Insassen eines Kleinbusses nur wenig tun: Auf der Autobahn A6 bei Enkenbach-Alsenborn wurden sie von vermeintlichen Polizisten gestoppt.

Die beiden Opfer dürften völlig überrumpelt gewesen sein. Laut Polizei sind sie mit einem Kleinbus auf der A6 in Fahrtrichtung Mannheim unterwegs, als ein silberfarbener Mercedes sie überholt. Der Beifahrer hält dabei einen Ausweis aus dem Fenster und deutet an: "Bitte anhalten".

Polizeiauto  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Daniel Karmann)
Statt einem Polizeiauto hat ein silberfarbener Mercedes einen Kleinbus auf der A6 angehalten. Der Beifahrer war ein falscher Polizist. Daniel Karmann

Angebliche Drogenkontrolle bei Enkenbach-Alsenborn

Der Fahrer leistet dem Folge und stoppt auf dem Seitenstreifen. Dann geht alles recht schnell. Aus dem Mercedes steigt nach Angaben der Autobahnpolizei Kaiserslautern der Mann aus, der eben noch den Ausweis hochhielt. Er hat eine Weste mit der Aufschrift "Polizei" an und kündigt an, den Kleinbus und sämtliche Handtaschen nach Drogen durchsuchen zu müssen.

Betrüger erbeuten viel Bargeld

Der Frau aus dem Kleinbus nimmt der vermeintliche Polizist dann den Geldbeutel aus der Hand, steigt zurück ins Auto ein und der Fahrer rast Richtung Mannheim davon. In dem Geldbeutel befanden sich Ausweise, die EC-Karte und mehr als 1.000 Euro Bargeld.

Autobahnpolizei Kaiserslautern sucht Zeugen des Vorfalls auf der A6

Die Polizei hofft nun auf Zeugen des Vorfalls. Eine Fahndung nach den Betrügern sei erfolglos gewesen. Der falsche Beamte soll etwa 30 Jahre alt sein. Neben der Weste mit der Aufschrift "Polizei" war er komplett schwarz gekleidet, trug ein schwarzes Basecap sowie eine weiße FFP2-Maske. Hinweise nimmt die Autobahnpolizei Kaiserslautern unter der Telefonnummer 0631 35340 entgegen.

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