Bei der Wilderei werden häufig keine Jagdgewehre verwendet, sondern selbst gebaute Fallen oder Waffen, die nicht dem Tierschutz entsprechen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa | Patrick Pleul)

Ermittlungen zu tödlichen Schüssen und Wilderei

Kusel: Hatten die mutmaßlichen Polizistenmörder Helfer beim Wildern?

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Nach der Tötung einer Polizistin und eines Polizisten bei Kusel ermittelt die Polizei auch zur möglicherweise gewerbsmäßigen Wilderei der beiden Verdächtigen. Mehrere Jäger gehen davon aus, dass es Helfer gegeben haben muss.

Ob die beiden mutmaßlichen Täter Helfer hatten, beschäftigt auch die Ermittler. Laut dem Inspekteur der Polizei Rheinland-Pfalz, Jürgen Schmitt, geht die Polizei bislang aber davon aus, dass in der Tatnacht nur die beiden Tatverdächtigen im Wald unterwegs waren. Man sei sich aber nicht zu 100 Prozent sicher, weshalb weitere kriminaltaktische und kriminaltechnische Maßnahmen liefen.

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In einem Fahrzeug der mutmaßlichen Täter hatten die Ermittler 22 Stück Damwild gefunden. Mit dem Wagen sollen die beiden in der Tatnacht unterwegs gewesen sein. Die Polizei befragt bei ihren Ermittlungen unter anderem auch Jäger. Der Kreisjagdmeister für den Bereich Pirmasens-Zweibrücken, Rolf Henner, sagte dem SWR, er könne sich nicht vorstellen, dass zwei Menschen in einer Nacht so viele Wildtiere schießen und waidgerecht transportfähig machen können. Er gehe davon aus, dass noch weitere Menschen mitgeholfen haben müssen. Auch andere Jäger äußerten sich ähnlich.

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Ein Polizeisprecher sagte dem SWR, die Polizei beschäftige sich mit der Frage weiterer Verdächtiger. Konkrete Fahndungen gebe es aber nicht.

Auch die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen auf eine 24-jährige Polizistin und ihren 29 Jahre alten Kollegen am frühen Morgen des 31. Januar gehen weiter. Den Angaben zufolge waren die beiden uniformierten Beamten mit einem Zivilfahrzeug auf der Kreisstraße zwischen Mayweilerhof und Ulmet im Kreis Kusel unterwegs, als sie ein Fahrzeug und deren Insassen kontrollieren wollten. Laut Polizei gaben die Polizistin und ihr Kollege noch einen Funkspruch ab, wonach sie im verdächtigen Wagen totes Wild gefunden hätten. Dann wurde aus dem Fahrzeug heraus auf sie geschossen. Die Polizisten starben noch am Tatort.

Am Nachmittag des Tattages konnten Spezialkräfte der Polizei im saarländischen Sulzbach zunächst einen Tatverdächtigen festnehmen, nach dem zuvor öffentlich gefahndet worden war. Die Polizei hatte am Tatort Papiere von ihm gefunden. Ein zweiter Verdächtiger wurde im Zuge weiterer Durchsuchungen festgenommen. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehle gegen die Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes. Die Ermittler gehen davon aus, dass die mutmaßlichen Täter eine vorherige Wilderei verdecken wollten.

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