Spritze liegt auf Rezeption einer Praxis (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Arztpraxen und Co in der Pfalz bereiten sich auf 15. März vor

Impfpflicht gegen Corona im Gesundheitswesen: (Un)problematisch?

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Ab dem 15. März muss in RLP jeder geimpft sein, der in einer Arztpraxis oder im Rettungsdienst arbeitet. Wer das nicht nachweisen kann, darf nicht zur Arbeit kommen. Keine einfache Situation.

Rund 95 Prozent der Rettungskräfte in der Stadt und dem Landkreis Kaiserslautern, dem Donnersbergkreis und dem Kreis Kusel sind geimpft. Das teilte das Deutsche Rote Kreuz Kaiserslautern auf Nachfrage des SWR mit. Das sei eine Erleichterung für den Rettungsdienst. Man schaue dem 15. März entspannt entgegen.

Dennoch würden die ungeimpften Menschen jedoch keineswegs vergessen werden.

"Es wird an die Mitarbeitenden appelliert, ihre Impfentscheidung bei Bedarf nochmals zu überdenken.“

Man suche das Gespräch und gehe auf die Bedenken der Betroffenen ein: "Es wird an die Mitarbeitenden appelliert, ihre Impfentscheidung bei Bedarf nochmals zu überdenken. Wir unterstützen sie auch dabei, wenn es um die Terminierung einer Corona-Impfung geht. Zusätzlich haben wir alle nicht geimpften Mitarbeitenden mehrfach zu diesem Thema angeschrieben.“, sagt Axel Gilcher, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Westpfalz GmbH.

Sollte bis zum 15. März keine Impfbescheinigung vorliegen, müssen die Arbeitgeber die ungeimpften Personen beim Gesundheitsamt melden.

Ungeimpfte in Praxen seien Einzelfälle

Ein Berater dreier Praxen aus der Westpfalz spricht von Einzelfällen. Er möchte aus datenschutzrechtlichen Gründen anonym bleiben. Ihm sei nur ein Fall aus den Praxen, die er hier betreut, bekannt. Er vertritt Praxen aus mehreren Bundesländern und weiß aus den Gesprächen mit ungeimpften Mitarbeitern: "Das sind Menschen, die sich aus einer absoluten Überzeugung heraus nicht impfen lassen. Die wissen schon seit Wochen, was auf sie zukommt." Für viele der Praxen, auch jene, die er in weiteren Bundesländern wie Hessen und Bayern vertrete, sehe er keine massiven Einschnitte beim Personal.

Verschiedene Einrichtungen melden: keine größeren Ausfälle durch Impfpflicht

Die meisten Zahnarzt- oder Physiotherapiepraxen, sowie ambulante Reha-Zentren gaben an, dass es durch die Impfpflicht nicht zu Ausfällen kommen wird.

Zwei Physiotherapiepraxen aus Pirmasens und Zweibrücken begrüßten die Impfpflicht und sagten, es gehe dabei auch um den Schutz der eigenen Gesundheit. Bei anderen Einrichtungen sorgt die Impfpflicht für Gesprächsstoff unter den Kollegen. Auch die, die geimpft sind, diskutieren über die eine Frage: Kann man Mitarbeitenden im Gesundheitswesen eine Impfung aufzwingen?

Das Gesetz sagt ja. Stichtag: 15. März. Sonst droht nach einer Anhörungsfrist von 14 Tagen ein Bußgeld von 500 Euro. Außerdem verfällt der Anspruch auf Lohn und der Arbeitsplatz darf nicht mehr betreten werden.

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