Im Recycling-Zentrum auf der Air Base stehen mehrere Müllcontainer für Kupferkabel oder Metall. (Foto: SWR)

Earth Day

Umweltschutz: So geht Recycling auf der Air Base in Ramstein

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Jedes Jahr am 22. April ist Earth Day, also der Tag der Erde. Ein Tag, an dem die Menschen sich für die Umwelt engagieren und einsetzen sollen. Auch auf der Air Base in Ramstein setzen die Verantwortlichen auf Umweltschutz.

Vor den Unterkünften der Soldaten auf der Air Base in Ramstein sind vier Löcher ausgehoben. Darin stecken ziemlich große Bäume: eine Buche, zwei Ahorn und eine Linde. Die werden gepflanzt, weil auf der Air Base an anderer Stelle Bäume gefällt worden sind. Denn man arbeite sehr eng mit den Förstern des Bundesforstes zusammen, sagt Oberst Chris Meeker von der Air Force. Die Experten würden beraten, welche Bäume gefällt werden müssten und welche neu gepflanzt werden könnten.

Und: „Für jeden gefällten Baum wird mindestens ein neuer gepflanzt“. Zudem sei die Baumpflanzaktion ein Symbol, um auf den Umweltschutz aufmerksam zu machen. Die Pfadfinder und die Schüler der Middleschool auf der Base hätten ebenfalls Bäume gepflanzt.

Zwei Frauen pflanzen am Earth Day Bäume auf der Air Base in Ramstein. (Foto: SWR)
Zwei Frauen pflanzen am Earth Day einen Baum auf der Air Base in Ramstein. Insgesamt wurden eine Buche, zwei Ahorn und eine Linde gepflanzt, weil auf dem Gelände an anderer Stelle Bäume gefällt wurden.

Die Zusammenarbeit mit den Amerikanern läuft sehr gut, sagt Erhard Schaefer, Leiter des Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel. Die deutschen Regeln würden von den Amerikanern sehr genau befolgt. Der Bundesforstbetrieb vertrete nämlich die Umweltinteressen des Bundes und des Landes und ist damit verantwortlich, dass beispielsweise bei Baumaßnahmen Ausgleichsflächen geschaffen werden.

Mehrere Müllcontainer stehen im Recycling-Zentrum auf der Air Base in Ramstein. (Foto: SWR)
Im Recycling-Zentrum auf der Air Base in Ramstein stehen verschiedene Müllcontainer. Zum Beispiel für Metall, Pappe oder Bauschutt.

Neben den Naturflächen geht es bei den Amerikanern in der Westpfalz auch um Mülltrennung und Recycling. Und das nicht nur am Earth Day, wie der Abfallbeauftragte der Air Base, Thomas Weber, versichert. Bereits 1994 habe es auf der Air Base in Ramstein, auf der Vogelweh und in Sembach erste Recyclinghöfe gegeben – noch bevor der Kreis Kaiserslautern selbst welche eingerichtet hatte.

Recyclinghof in Ramstein wird gut angenommen

An den drei Standorten der Air Force im Kreis Kaiserslautern sind im vergangenen Jahr rund 9.800 Tonnen Müll angefallen. 52 Prozent davon waren recycelbare Wertstoffe, die auf den entsprechenden Sammelhöfen gelandet sind. Wenn es nach dem Department of Defence in Washington (USA) geht, dann soll jedes Jahr mehr Abfall dem Recycling zugeführt werden, erklärt Thomas Weber. Washington habe als Ziel ausgegeben, die Restabfallmenge jedes Jahr um zwei Prozent zu verringern, respektive die Recyclingmenge um zwei Prozent zu steigern.

Der Wertstoffhof auf der Air Base stehe allen Personen offen, die dort leben. Und die nutzen ihn, so Weber, rege. 100 bis 150 Leute kämen jeden Tag, um Gartenabfälle, Metallschrott oder alte Holzmöbel zu entsorgen. Für Oberst bzw. Colonel Chris Meeker von der Air Force in Ramstein ist Recycling ein wichtiges Thema. Es sei wichtig unter den Menschen, die auf der Base wohnen, ein Bewusstsein für Recycling und Umweltschutz zu schaffen.

Sondermüll und Schadstoffe werden extra gesammelt

Sondermüll, der im normalen Betrieb auf der Air Base anfällt, wird nochmal getrennt entsorgt, erklärt der Abfallbeauftragte Thomas Weber. Dafür gebe es vertragliche Vereinbarungen mit Spezialfirmen. Hydrauliköl, Laugen und Treibstoffe gehören beispielsweise zum Sondermüll. Diese Stoffe würden in den Werkstätten auf der Air Base gesammelt und dann entsorgt. Außerdem komme das Umweltmobil der ZAK auf die Air Base, um Schadstoffe wie Dünger, Batterien, Öle oder auch Farben abzuholen, die in den privaten Haushalten anfallen.

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