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Mit Händen und Füßen hat sich die Ortsgemeinde Dunzweiler gegen den Bau von Windrädern im benachbarten Saarland gewehrt - ohne Erfolg. Jetzt soll der Windpark direkt an der Grenze vergrößert werden.

Fünf Windräder stehen bereits im Lautenbacher Wald zwischen dem rheinland-pfälzischen Dunzweiler und dem saarländischen Ottweiler. Jahrelang hatte sich die Ortsgemeinde Dunzweiler nach Angaben des Ortsbürgermeisters Volker Korst (CDU) mit allen Mitteln gegen den Bau gewehrt. Genützt hat es nichts: Vor zwei Jahren scheiterte eine Klage gegen den Bau. Gegen die Erweiterung des Windparks gibt es jetzt aber neue Argumente.

Windräder zu nah am Ort

Vor zwei Jahren hatte sich die Gemeinde noch gegen den Bau des Windparks gewehrt, weil sie den Naturschutz bei der Baugenehmigung nicht ausreichend berücksichtigt sah. Jetzt wirft die Gemeinde Dunzweiler ihren saarländischen Nachbarn vor, den Mindestabstand zwischen Windrädern und Wohnhäusern nicht einzuhalten. Konkret geht es darum, dass die geplanten Windräder nur 840 Meter vom nächsten Haus entfernt stehen würden. "Das ist viel zu nah", sagt der Bürgermeister. In Rheinland-Pfalz gelte ein Mindestabstand von 1.000 Metern und der müsse seiner Ansicht nach auch über Landesgrenzen hinweg eingehalten werden.

Geplagte Anwohner

Schon jetzt würden viele Einwohner von Dunzweiler nachts um den Schlaf gebracht, weil die fünf bestehenden Windräder zu laut seien. Deshalb fordert der Gemeinderat neue Umwelt- und Schall-Gutachten. Bis zum 9. Oktober könne jeder Bürger die Pläne zu den neuen Windrädern im Rathaus einsehen und Bedenken äußern. Der Gemeinderat hat nach Angaben des Bürgermeisters bereits eine Stellungnahme formuliert und beschlossen. Ob die Argumente in Ottweiler auf offene Ohre stoßen, oder sich erneut die Justiz mit dem Streit befassen muss, ist unklar.

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