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Im Donnersbergkreis gibt es seit Freitag neue Corona-Lockerungen. Der Kreis war zuletzt fünf Tage unter der Inzidenz von 100 geblieben. Diese Regeln gelten jetzt.

Erleichterung im Donnersbergkreis: Nachdem der Kreis kurz nach Ostern durch einen hohen Inzidenzwert aufgrund zahlreicher Infektionen nach einer religiösen Feier Schlagzeilen machte, kann die Kreisverwaltung jetzt die Corona-Notbremse aufheben. Nachdem bereits vor Christi Himmelfahrt die ersten Lockerungen umgesetzt wurden, gibt es für die Menschen im Donnersbergkreis seit Freitag bereits die nächsten Erleichterungen, weil der Corona-Inzidenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 lag.

Dreistufenplan greift im Donnersbergkreis

Entsprechend greift nun der kürzliche beschlossene Dreistufenplan des Landes Rheinland-Pfalz. Die Außengastronomie im Donnersbergkreis darf wieder öffnen. Auch der gesamte Einzelhandel kann ohne Anmeldung und vorherigen Corona-Schnelltest die Geschäfte aufmachen. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, gibt es außerdem keine Ausgangssperre mehr. Die Kontakt bei gemeinsamen Treffen seien nur noch auf fünf Personen aus zwei Haushalten beschränkt.

Kreis startet mit der "Luca"-App

Zeitgleich mit den Lockerungen startet im Donnersbergkreis auch die sogenannte "Luca"-App. Das Programm dient der Nachverfolgung von Kontakten. Wer die App nutzt, müsse beispielsweise bei Restaurantbesuchen nicht länger seine Kontaktdaten schriftlich hinterlassen. Das Gesundheitsamt hat nach Angaben der Kreisverwaltung stattdessen die Möglichkeit, auf anonymisierte Besuchsdaten aus der App zurückzugreifen.

Auch Südwestpfalz und Zweibrücken ohne Notbremse

Aktuell liegt der Inzidenzwert im Donnersbergkreis laut Landesuntersuchungsamt bei 61,1. In der Westpfalz liegen auch der Landkreis Südwestpfalz und die Stadt Zweibrücken schon seit mehreren Tagen unter einer Inzidenz von 100. In allen anderen Städten und Kreisen ist die Bundesnotbremse noch aktiv. Der Landkreis Kusel könnte allerdings in Kürze ebenfalls unter die kritische Inzidenzgrenze rutschen.

Landkreis Kaiserslautern aufgrund US-Zählweise ohne Lockerungen

Der Landkreis Kaiserslautern liegt bereits seit einigen Tagen unter dem entsprechenden Corona-Richtwert. Allerdings nur, wenn die Streitkräfte und deren Angehörige in den Wert einberechnet werden. Da das Robert-Koch-Institut, das für die Statistiken zuständig ist, das bislang ablehnt, ist der offizielle Wert immer noch zu hoch, um die Notbremse im Landkreis aufzuheben. Bereits zuvor hatten einige Kommunalvertreter beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen diese Zählweise eingereicht.

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