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Was haben die Bürger davon, dass Kaiserslautern eine 5G-Modellregion ist? Welche Risiken birgt das neue Mobilfunknetz? Über diese Fragen konnten sich Bürger am Mittwochabend informieren.

Zu der Einwohnerversammlung in der Fruchthalle kamen etwa 300 Gäste. Vertreter von Stadt und der Technischen Universität (TU) erklärten den Bürgern die Möglichkeiten der neuen Mobilfunktechnologie 5G. An vier Thementischen konnten sich die Besucher darüber informieren, in welchen Bereichen 5G in Kaiserslautern künftig eingesetzt werden könnte. Unter anderem soll erforscht werden, wie öffentliche Plätze durch die neue Mobilfunktechnologie vielfältiger genutzt werden können.

OB Weichel: 5G wird Motor für Wirtschaft sein

An einem anderen Tisch informierten Vertreter der TU, wie es möglich sein wird, dass künftig kleine Busse autonom durch die Stadt fahren. Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) sagte, die neue Mobilfunktechnologie werde ein entscheidender Motor für die Wirtschaft in Kaiserslautern und der Umgebung sein. Einige Bürger äußerten aber auch Bedenken. Sie befürchten, dass sich das neue Mobilfunknetz wegen seiner Strahlung negativ auf die Gesundheit auswirken könnte.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
22:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Erste 5G-Projekte in Kaiserslautern

Für die Erforschung und Entwicklung des neuen Mobilfunkstandards bekommt die TU allein vom Bund rund 11,5 Millionen Euro. Im Laufe des Jahres sollen erste Projekte für die 5G-Modellregion Kaiserslautern umgesetzt werden. Nach Angaben des Koordinators der Modellregion, Prof. Hans Schotten, wird an der TU zum Beispiel an selbstfahrenden Stadtbussen geforscht. Dazu werde im ersten Schritt ein eigenes "Campusnetz" an der Uni eingerichtet.

Außerdem könnte es mit der neuen Mobilfunktechnologie in der Landwirtschaft künftig möglich sein zu erforschen, wie Kühe mehr Milch geben. Die Wissenschaftler der TU arbeiten zu diesem Zweck mit der Lehr- und Forschungsanstalt Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz zusammen.

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