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Aktuell werden in Pirmasens acht Patienten auf der Intensivstation künstlich beatmet. Vier davon sind nach Angaben des Städtischen Krankenhauses an Covid-19 erkrankt.

Mit acht beatmeten Patienten liege die Arbeitsbelastung auf der Intensivstation im Städtischen Krankenhaus Pirmasens gerade noch im Grenzbereich dessen, was im Normalbetrieb möglich ist, erklärt Geschäftsführer Martin Forster. Sollten die Zahlen aber weiter zunehmen, dann müsse reagiert werden, denn dann steige der Personalbedarf. Personal, das es eigentlich nicht gibt. Deshalb steigt dann die Belastung auf die vorhandenen Mitarbeiter, sagt Forster.

Wechsel in "Katastrophenmedizin"

Das bedeutet im Klartext: Wenn die Zahlen der beatmeten Patienten auf der Intensivstation steigen, müssen Mitarbeiter länger und öfter arbeiten und Urlaube könnten gestrichen werden. Der Klinikchef sagt: "Das kann man einige Wochen durchhalten, aber das ist auch sehr fordernd und irgendwann sind auch die engagiertesten Mitarbeiter überlastet und können nicht mehr." Wenn dieser Fall eintritt, dann bleibe nur noch der "Wechsel in die Katastrophenmedizin" - und das bedeutet, eine sogenannte Triage durchführen. Also dass Mediziner vor Behandlungsbeginn entscheiden müssen, wen sie behandeln und wen nicht, weil die Kapazitäten nicht ausreichen, um alle Kranken zu behandeln.

Triage noch kein Thema in Pirmasens

Aktuell sei das Städtische Krankenhaus in Pirmasens noch im Regelbetrieb und habe "etwas Puffer", sagt Forster. Die Triage sei deshalb noch kein Thema, aber man müsse natürlich schauen, wie es mit der Pandemie und den Fallzahlen weitergehe. Aus rein technischer Sicht gibt es am Städtischen Krankenhaus in Pirmasens noch fünf freie Beatmungsplätze - die Maschinen wurden zusätzlich wegen Corona angeschafft.

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