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Wegen der Corona-Krise könnten die Freibäder in Kaiserslautern in diesem Sommer geschlossen bleiben, weil ein Betrieb der Stadt zu teuer ist. Reporterin Sandra Biegger ist fassungslos.

Dass in Kaiserslautern dieses Jahr eventuell nur ein Freibad öffnen könnte, war ja schon länger bekannt. Das fand ich zwar schade, aber auch nachvollziehbar. Schließlich sind die Coronabedingten Hygieneauflagen aufwändig und teuer. Dass der Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) jetzt aber mit dem Gedanken spielt, keines der beiden städtischen Bäder zu öffnen, macht mich fassungslos! Und wahrscheinlich alle Familien, die keinen Pool im Garten haben, auch!

Biegger (Foto: SWR)
SWR-Reporterin Sandra Biegger findet, dass die Freibäder in Kaiserslautern öffnen sollten.

"Jetzt den Leuten auch noch die Chance auf einen entspannten Tag im Freibad zu nehmen, finde ich gefährlich!"

SWR-Reporterin Sandra Biegger

Was bitteschön sollen die Kinder und Jugendlichen denn in diesem Sommer machen? Viele Familien haben nicht mehr das Geld, um in den Urlaub zu fahren. Ferienprogramme und Zeltlager stehen auf der Kippe oder wurden schon komplett gestrichen, die Gartenschau hat zu. Jetzt den Leuten auch noch die Chance auf einen entspannten Tag im Freibad zu nehmen, finde ich gefährlich! Auch weil solche Pläne die Unzufriedenheit in der Bevölkerung noch befeuern und damit den extremen Gruppen und Verschwörungstheoretikern in die Hände spielen, die versuchen, die Corona-Krise zu nutzen, um das politische System ins Wanken zu bringen.

Pro: Schwimmbäder in Kaiserslautern könnten geschlossen bleiben "Was ist schlimm daran, wenn man mal nicht ins Freibad gehen kann?"

Wegen der Corona-Krise könnten die Freibäder in Kaiserslautern in diesem Sommer geschlossen bleiben, weil ein Betrieb der Stadt zu teuer ist. Reporterin Sina Weber versteht das.  mehr...

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