Bundeswirtschaftsminister Altmaier und Ministerpräsidentin Dreyer übergeben Opel in Kaiserslautern einen Förderbescheid für die geplante Batteriezellenfabrik (Foto: SWR)

Arbeitsplätze für 2.000 Menschen

437 Millionen Euro für Batteriezellenfabrik bei Opel in Kaiserslautern

STAND

Der Autobauer Opel in Kaiserslautern hat einen Förderbescheid von Bund und Land für die geplante Batteriezellenfabrik bekommen. Das Geld soll unter anderem in die Entwicklung von Batterien für Elektrofahrzeuge fließen.

Video herunterladen (4,8 MB | MP4)

436,8 Millionen Euro gibt es von Bund und Land für die neue Batteriezellenfabrik in Kaiserslautern. Bis Ende 2025 solle die Fabrik aufgebaut werden und dann jedes Jahr Batterien für bis zu 500.000 E-Fahrzeuge produzieren, sagte ein Sprecher von Opel.

Altmaier: Meilenstein für Transformation der Autoindustrie

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) überreichten den Förderbescheid am Donnerstagvormittag auf dem Opel-Gelände in Kaiserslautern. Altmaier sprach von einem Meilenstein für die Automobilindustrie. "Wir wollen, dass die innovativsten, nachhaltigsten und effizientesten Batterien aus Deutschland und Europa kommen. Die künftige Batteriezellenfertigung in Kaiserslautern ist hierfür zentral."

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei der Übergabe des Förderbescheids für die Batteriefabrik in Kaiserslautern (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze)
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei der Übergabe des Förderbescheids für die Batteriezellenfabrik in Kaiserslautern. picture alliance/dpa | Oliver Dietze

Neue Arbeitsplätze durch Batteriezellenfabrik in Kaiserslautern

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Dreyer, sprach von der großen Bedeutung der neuen Batteriezellenfabrik für die Stadt Kaiserslautern. "Die Batteriezellenfertigung schafft nicht nur zukunftsfähige Arbeits- und Ausbildungsplätze, sie unterstreicht auch das enorme Innovationspotential Kaiserslauterns. (...) Der Standort Kaiserslautern wird durch diese innovative Spitzentechnologie auf ein noch breiteres Fundament gestellt."

Die neue Fabrik soll Arbeitsplätze für rund 2.000 Menschen schaffen. Das begrüßt die Gewerkschaft IG Metall. Rudolf Luz, Unternehmensbeauftragter der IG Metall bei Opel, betont: "Der Aufbau einer Batteriezellenfertigung an einem deutschen Opel-Standort ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von Industriearbeitsplätzen."

Kaiserslautern

2.000 neue Arbeitsplätze So kam die Batteriezellenfabrik zu Opel nach Kaiserslautern

Die Batteriefabrik in Kaiserslautern ist ein "Meilenstein für die Transformation der deutschen Automobilindustrie", betont Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU). Es war und ist ein längerer Weg bis dahin.  mehr...

Am Vormittag SWR4 Rheinland-Pfalz

OB: Kaiserslautern wird Energiewende in Europa vorbereiten

Die neuen Arbeitsplätze seien auch für den Industriestandort Kaiserslautern sehr wichtig, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD). Eine größere Ansiedlung habe es in der Stadt seit Jahren nicht gegeben. Die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos sei eine Zukunftstechnologie. Kaiserslautern werde damit die Energiewende in ganz Europa vorbereiten, so OB Weichel. Entsprechend werde sich der Opel-Standort in der Westpfalz stabilisieren. Durch das neue Werk in Kaiserslautern wird die Stadt nach Angaben von Weichel auch Zuwachs bekommen, zum Beispiel von Unternehmen.

Unternehmen investieren insgesamt zwei Milliarden Euro

2023 soll es mit den Bauarbeiten für die Batteriezellenfabrik in Kaiserslautern losgehen. Die Unternehmen, die an dem Werk beteiligt sind, investieren nach eigenen Angaben mehr als zwei Milliarden Euro in das Projekt. Damit entstehe für das bislang von Verbrennungsmotoren und Komponenten-Produktion geprägte Werk in der Pfalz eine langfristige Perspektive für die Transformation hin zur Elektromobilität, sagte ein Sprecher von Opel.

Kreis Kaiserslautern baut Infrastruktur für E-Mobilität aus

Bis zu 500.000 Batterien für Elektrofahrzeuge sollen bei Opel in Kaiserslautern jedes Jahr produziert werden. E-Autos brauchen aber auch Lademöglichkeiten. Der Kreis Kaiserslautern ist dabei die Infrastruktur auszubauen, sagt Landrat Ralf Leßmeister (CDU).

Faktencheck.de Sind E-Autos doch Klima-Killer?

Gerüchte bleiben hart, dass sie doch ganz schöne Umweltsünder sind. Wir schauen uns die Fakten an – und die haben sich in letzter Zeit erstaunlich verändert.  mehr...

Autogipfel Höhere Kaufprämie für Elektroautos soll verlängert werden

Heute gibt es wieder einen Autogipfel mit der Kanzlerin. Bekannt wurde schon, dass die verdoppelte Kaufprämie für Elektroautos länger als bis 2021 bezahlt werden soll.  mehr...

STAND
AUTOR/IN