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Mit den eigenen Geschwistern zusammenarbeiten? Was für viele unvorstellbar ist, ist für drei Brüder in Kirchheimbolanden Alltag. Sie arbeiten gemeinsam in einem Ärztehaus.

Drei junge Männer sitzen in einer Arztpraxis und lächeln in die Kamera. (Foto: SWR)
Die drei Ärzte-Brüder Jonas (links), Christopher (rechts) und Patrick Barth (auf dem Stuhl sitzend).

Christopher, Patrick und Jonas Barth haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind Brüder und Ärzte. Alle drei arbeiten in der vom Vater gegründeten Gemeinschaftspraxis in Kirchheimbolanden. Jonas Barth ist mit 32 Jahren der jüngste, er ist erst im Dezember 2020 zurück nach Kirchheimbolanden gekommen, um hier seine Zahnarztpraxis zu eröffnen.

Früh war den beiden ältesten Brüdern schon klar, dass sie in die Fußstapfen der Eltern treten wollen – die sind nämlich auch beide Ärzte: "Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich es gar nicht anders kenne. Mein primärer Berufswunsch war immer Arzt zu werden. Schon als kleiner Christopher mit 5, 6 Jahren habe ich auch schon immer Arzt gespielt, da habe ich mir immer den alten Arzt-Koffer von meinem Vater genommen", erzählt Christopher Barth.

Nächste Arzt-Generation steht in den Startlöchern

Bei seinem Bruder Patrick war es ähnlich. Auch er wusste als Kind schon: Ich werde Arzt. Schmunzelnd erzählt er, dass wohl auch schon die nächste Ärzte-Generation gesichert ist. Seine beiden Söhne – 3 und 5 Jahre alt – sind sich auch schon sicher, dass sie das Zepter irgendwann übernehmen: "Der Große sagt auch schon immer, später stellt er sich das mal genauso vor. Später kommt er mal in die Praxis, dann darf ich gehen und er würde dann die ganze Praxis übernehmen."

Drei Brüder in Familienpraxis Kirchheimbolanden

Bei Jonas, dem jüngsten Bruder, war das etwas anders. Er hat zunächst BWL studiert. Es wurde ihm aber schnell klar, dass das nicht sein Ding sei, erzählt er. Es folgte der Wechsel zur Zahnmedizin. Vor zwei Monaten hat er sich in der Familienpraxis niedergelassen und sieht darin vor allem auch für die Patienten große Vorteile: "Dass ich mich dann hier letztendlich niedergelassen habe war bedingt durch meine Brüder. Viele von den Patienten, aber auch die Kollegen zu kennen, ist natürlich immer eine ganz witzige Sache. Das macht vieles deutlich einfacher und meiner Meinung nach die Behandlung deutlich zielführender und besser."

Zusammenarbeit unter Brüdern macht Spaß

Alle drei sind sich einig, dass sie gerne zusammenarbeiten. Klar gebe es hin und wieder mal Differenzen, aber das sei schließlich normal. Sie könnten sich keine bessern Kollegen vorstellen als die eigenen Brüder. "Ich finde es total geil. Das muss ich wirklich sagen, ich finde es super, weil mein Bruder - so blöd das auch klingt - ist ja auch ein Freund, und natürlich mit einem Freund zusammen zu arbeiten, das macht vieles deutlich einfacher. Was Besseres kann ich mir nicht vorstellen", schwärmt Christopher Barth.

Und auch die Eltern sind stolz auf ihre Kinder. Auch wenn es für den Vater wohl nicht immer leicht ist, er ist inzwischen nämlich angestellt bei seinen Söhnen. Das Sagen in der Gemeinschaftspraxis in Kirchheimbolanden hat jetzt die jüngere Generation.

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