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Corona-Krise und ihre Folgen

Blog zum nachlesen bis 24. Dezember

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Das Corona-Virus verändert das Leben in der Westpfalz. Hier die Entwicklungen bis zum 31. Januar 2021.

Donnerstag (24. Dezember)

+++ Gottesdienste trotz Corona +++ 08:40 Uhr

Trotz der Corona-Pandemie finden in der Westpfalz zahlreiche Weihnachtsgottesdienste statt. Es gelten aber strenge Hygienevorschriften und Abstandsregelungen. Beispielsweise starten in den Kirchen der katholischen Pfarrei Heilig Geist Kaiserslautern ab dem Nachmittag verschiedene Weihnachtsgottesdienste, darunter auch spezielle Angebote für Kinder, zum Beispiel eine Krippenfeier in der Kirche St. Maria. Auch Gemeinden der Evangelischen Kirche der Pfalz haben verschiedene Gottesdienste vorbereitet. Zum Beispiel in Kusel, Ruppertsweiler oder Krickenbach. Viele Kirchengemeinden übertragen in diesem Jahr coronabedingt ihre Weihnachtsgottesdienste im Internet oder verlagern diese ins Freie. In den Kirchen gelten strenge Hygienevorschriften und Abstandsregelungen. Für einige Gottesdienste ist eine Voranmeldung notwendig. Das Bistum Speyer hat bereits angekündigt, dass es ab dem 27. Dezember keine Präsenzgottesdienste mehr zulassen wird.

+++ Telefonseelsorge rechnet mit vielen Anrufen +++ 08:30 Uhr

Die Telefonseelsorge Pfalz mit Sitz in Kaiserslautern rechnet über Weihnachten mit besonders vielen Anrufern. Zahlreiche Menschen litten derzeit unter Einsamkeit und Isolation. Viele ältere Menschen, besonders aus Alten- und Pflegeheimen, nutzten momentan verstärkt das Gesprächsangebot der Telefonseelsorge. Nach Angaben einer Sprecherin sehnen sich die Menschen ganz stark nach Kontakt. Auch Menschen, deren Existenz durch die Corona-Pandemie bedroht ist, riefen vermehrt die kostenlose Hotline an. Immer wieder seien auch familiäre Beziehungen, angespannte Situationen oder Gewalt ein Thema. Aktuell arbeiten rund 90 Menschen ehrenamtlich bei der Telefonseelsorge Pfalz. Auch über die Feiertage wird die Seelsorge rund um die Uhr erreichbar sein. Zu bestimmten Uhrzeiten gibt es auch einen Chat, um mit den Mitarbeitern schreiben zu können. Zusätzlich gibt es eine Krisen-App, die kostenlos heruntergeladen werden kann. Die Telefonseelsorge ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.

+++ Öffnungszeiten der Corona-Testzentren über Weihnachten +++ 08:25 Uhr

Die meisten Corona-Testzentren in der Westpfalz sind auch über die Feiertage geöffnet. Es gelten aber zum Teil andere Öffnungszeiten. In Zweibrücken ist die Teststation nach Angaben der Stadt zwischen Heiligabend und dem 3. Januar täglich vormittags geöffnet. In Pirmasens ist die Teststation lediglich am kommenden Sonntag geschlossen. Im Kreis Kusel sind Coronatests nur vom 28. bis 30. Dezember in der Fieberambulanz möglich. Auch in Stadt und Landkreis Kaiserslautern wird in beiden Testzentren nur vom 28. bis zum 30. Dezember jeweils nachmittags getestet. Der Donnersbergkreis hat bisher auf SWR-Nachfrage keine Öffnungszeiten über die Feiertage mitgeteilt.

Mittwoch (23. Dezember)

+++ Zweibrücken fällt auf Warnstufe orange +++ 16:50 Uhr

In der Stadt Zweibrücken ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gesunken. Der Inzidenzwert liegt nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes aktuell bei 43. Damit fällt Zweibrücken von der Warnstufe rot zurück auf die Warnstufe orange. Alle anderen Städte und Kreise in der Westpfalz bleiben weiter im roten Bereich. Heute wurden außerdem sechs weitere Corona-Tote gemeldet, fünf davon aus der Region Kaiserslautern.

+++ Pirmasens plant Ausgangssperre +++ 12:55 Uhr

Pirmasens plant als erste Stadt in der Westpfalz eine Ausgangssperre für alle Bürger, falls der Corona-Inzidenzwert erneut über 200 steigen sollte. Aktuell liegt der Wert bei 179 – für heute sind 190 vorausgesagt.

+++ Corona-Videoüberwachung auf Gartenschau-Gelände +++ 6:00 Uhr

Die Lebenshilfe will die Gartenschau nach eigenen Angaben ab sofort mit einer Kamera überwachen. Damit wollen die Verantwortlichen auch über die Feiertage kontrollieren, ob die Besucher die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Die Kamera soll zunächst bis zum 3. Januar eingesetzt werden. Geschäftsführer David Lyle sagte, bislang hätten sich die meisten Menschen an die Vorgaben gehalten. Auf dem Gelände der Gartenschau kontrollieren derzeit bis zu zwei Mal täglich Mitarbeiter der Lebenshilfe und Freiwillige des Stadtjugendringes. Die Gartenschau ist derzeit außerplanmäßig geöffnet, damit die Menschen während der Corona-Pandemie ein weiteres Freizeitangebot in der Stadt haben.

+++ Ansturm auf Abholservice in Kaiserslautern und Pirmasens +++ 5:34 Uhr

Der Corona-bedingte Bestell- und Abholservice in den Geschäften in der Westpfalz wird rege genutzt. Das teilten Einzelhandelssprecher aus Pirmasens und Kaiserslautern auf SWR-Nachfrage mit. Vielen Pirmasenser Einzelhändlern werde dadurch das Überleben gesichert, sagt Erich Weiss, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands Pirmasens-Südwestpfalz. Über eine Internetplattform des Stadtmarketings kämen viele interessierte Bürger direkt auf die lokalen Angebote und nutzten diese dann auch. Der Einzelhandelssprecher in Kaiserslautern, Matthias Pallmann, bestätigt, dass seit Ausbruch der Corona-Pandemie für viele Menschen der lokale Einzelhandel wieder mehr an Bedeutung gewinne. Der Umsatz sei zwar nicht annähernd vergleichbar mit dem üblichen Weihnachtsgeschäft, aber es sei besser als gar nichts.

Dienstag (22. Dezember)

+++ Impfteams zuerst im Kreis Kusel +++ 16:55 Uhr

Die ersten Impfungen in Rheinland-Pfalz werden ab dem 27. Dezember auch im Kreis Kusel vorgenommen. Ausschlaggebend dafür ist der sogenannte Inzidenzwert.

+++ Zahl der Neuinfektionen geht zurück +++ 16:30 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in der Westpfalz im Vergleich zu gestern deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Landes sank die Zahl von 91 auf 53. Allerdings gab es im Kreis Kusel einen weiteren Corona-Toten zu beklagen. Unterdessen endet auch für die meisten der 144 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Kusel die Quarantäne. Wie die zuständige Aufsichtsbehörde mitteilte, seien lediglich 18 Infizierte und drei Kontaktpersonen weiterhin unter Quarantäne. Bei einem Corona-Ausbruch vor zwei Wochen wurden knapp 90 Flüchtlinge positiv getestet.

+++ Pfalztheater startet digitales Festtagsprogramm +++ 13:55 Uhr

Das Pfalztheater in Kaiserslautern bietet ab heute ein Festtagsprogramm im Internet an. Das Publikum kann dabei Theateraufführungen, Lesungen und Chorkonzerte auf verschiedenen Internetkanälen erleben. Weil das Pfalztheater wegen Corona zurzeit geschlossen bleiben muss, zeigen die Mitglieder des Pfalztheaters auf Youtube, Facebook oder Instagram ein- oder zweimal pro Tag verschiedene Programme. Zum Beispiel die berühmte englische Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens. Der Chor des Pfalztheaters singt traditionelle Weihnachtslieder aus unterschiedlichen Epochen. Ensemblemitglieder geben außerdem Einblick in aktuelle Proben. Das digitale Festtagsprogramm ist ab heute bis zum 31. Dezember täglich zu sehen.

+++ Umfrage: Lassen Sie sich impfen? +++ 07:10 Uhr

In der Europäischen Union ist der erste Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Die EU-Kommission erteilte dem Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung. Schon nach Weihnachten sollen die ersten Menschen in Deutschland geimpft werden - zunächst ältere und kranke Menschen. Im kommenden Jahr beginnt dann nach und nach flächendeckend das große Impfen. Aber würden Sie sich impfen lassen? Eine Umfrage in der Kaiserslauterer Innenstadt:

+++ Gastronomen warten weiter auf Novemberhilfen +++ 07:00 Uhr

Mehr als 7.000 Gastronomiebetriebe in der Westpfalz warten noch auf die coronabedingten Novemberhilfen vom Bund. Der Dehoga-Verband prangert die fehlenden Hilfen als existenzbedrohend an. Nach Angaben eines Dehoga-Sprechers hat rund die Hälfte aller westpfälzischen Gastronomiebetriebe noch keine finanzielle Hilfe vom Bund erhalten.

Montag (21. Dezember)

+++ Zahlreiche Corona-Fälle in Kitas in der Südwestpfalz +++ 16:15 Uhr

In der Südwestpfalz sind zahlreiche Kinder und Mitarbeiter aus drei Kitas vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt worden. In der Kita Heilig Kreuz in Zweibrücken sind laut Gesundheitsamt 13 Kinder und Mitarbeiter betroffen, in der Johannes-Kita in Pirmasens sind es sogar 15. Die Stadt Pirmasens teilte heute zudem mit, dass die Kita Ohmbach geschlossen wurde, weil dort drei Erzieher positiv getestet wurden. Vorsorglich befänden sich 14 Kinder in häuslicher Quarantäne. Nach den Zahlen des Landes hat es in der ganzen Westpfalz von Sonntag auf Montag 91 neue Corona-Infektionen gegeben. Im Donnersbergkreis ist ein Mensch im Zusammenhang mit Covid 19 gestorben.

+++ Quarantäne-Halle auf Gelände der AfA Kusel +++ 14:00 Uhr

Auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung in Kusel wird derzeit eine Leichtbauhalle für etwa 50 Menschen aufgestellt. Darin sollen nach Angaben des Integrationsministeriums künftig zunächst diejenigen untergebracht werden, die als Corona-Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. Damit soll sichergestellt werden, dass die anderen Bewohner vor einer möglichen Corona-Infektion besser geschützt werden können. Hintergrund der Maßnahme ist, dass es in der Flüchtlingsunterkunft in Kusel zuletzt besonders viele Ansteckungen mit Corona gegeben hatte. Ende des Monats sollen die ersten Menschen in die Halle einziehen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 150.000 Euro pro Jahr.

+++ Corona-Lage am Städtischen Krankenhaus Pirmasens +++ 12:25 Uhr

Aktuell werden in Pirmasens acht Patienten auf der Intensivstation künstlich beatmet. Vier davon sind nach Angaben des Städtischen Krankenhauses an Covid-19 erkrankt. Die Belastung für die Mitarbeiter wächst. Nach Angaben von Klinikchef Martin Forster ist eine sogenannte Triage zum jetzigen Zeitpunkt aber kein Thema in Pirmasens.

+++ Kunstprojekt "Kunst bleibt!" zum Mitmachen +++ 7:50 Uhr

Der Kaiserslauterer Künstler Thomas Brenner ruft zu einer Kunstaktion zum Mitmachen in der Kaiserslauterer Innenstadt auf. Weil Museen derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind und Veranstaltungen ausfallen, soll so mehr Kultur in die Stadt kommen, sagt der Künstler. Auf den Plakaten können gemalte Kunstwerke, Fotos oder Grafiken gezeigt werden. Es sei auch möglich, ein Musikstück, ein Tanzprojekt oder eine Theateraktion zu filmen, sagt Thomas Brenner. Auf ein Plakat werde dann dafür ein sogenannter QR-Code gesetzt. Wer sein Smartphone darauf richtet, sieht dann die Aktion, die damit verbunden ist. Thomas Brenner bietet Interessierten auch an, ihnen bei Ideen und Umsetzung zu helfen. Die Teilnahme ist kostenlos, finanziert wird sie von mehreren Sponsoren. Die Werke werden von Januar bis März in großen Schaukästen an 50 Stellen in der Kaiserslauterer Innenstadt zu sehen sein. Nach der Aktion werden die Plakate für einen guten Zweck versteigert.

+++ Zwei weitere Corona-Todesfälle in der Westpfalz +++ 5:37 Uhr

Die Gesundheitsämter in der Westpfalz haben über das Wochenende zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Wie die Kreisverwaltung Kaiserslautern mitteilt, ist eine Person aus dem Stadtgebiet darunter. Außerdem starb nach Angaben des Kreises Südwestpfalz ein Bewohner des Seniorenheims Haus Bethesda in Thaleischweiler-Fröschen. Insgesamt haben die Gesundheitsämter in der Region am Wochenende 140 neue Corona-Fälle gemeldet. Mit 64 Neu-Infektionen waren es in der Südwestpfalz so viele, wie nie an einem Wochenende zuvor. Den niedrigsten Inzidenzwert in Rheinland-Pfalz hat weiterhin die Stadt Zweibrücken mit 70,2.

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