Hinterlassenschaften von Jugendlichen, die nachts in den Städten Radau machen und haufenweise Müll und Dreck zurücklassen.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Sommerferien verschärfen die Situation

Jugendliche belästigen Anwohner durch Lärm und Müll in Rodalben

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AUTOR/IN
Nadine Lindacher
Bild von Nadine Lindacher, Redakteurin im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Bis weit in die Nacht Radau, Lärm und Krach. Am nächsten Tag vermüllte Straßen. Anwohner in Rodalben in der Südwestpfalz ärgern sich über Jugendliche.

"Man darf das nicht verallgemeinern", sagt Wolfgang Denzer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rodalben. Es seien wenige und immer die gleichen Jugendlichen, die in Rodalben für Unmut sorgten. Die Polizei kenne das Problem und zeige verstärkt Präsenz.

Sommerferien verstärken das Problem

In jedem Jahr komme es während der Sommerferien zu diesen Ruhestörungen, sagt Wolfgang Denzer. Das Problem: Die jungen Leute haben Langeweile. Das Ordnungsamt und die Polizei beobachten das nächtliche Gelage in der Rodalber Innenstadt. Wenn es zu Straftaten kommt, so werden diese auch konsequent verfolgt. Die Polizei setzt aber auf Prävention. Das Ziel ist, mit den jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, um das Ausarten an Lärm und Müll zu vermeiden.

Jugendeinrichtungen gibt es zwar, aber nicht alle nutzen sie

Gerade in den Sommermonaten treffen sich viele Jugendliche an Bahnhöfen, vor Kirchen oder beispielsweise auch an der Mall in Kaiserslautern, sagt eine Sprecherin der Polizei Kaiserslautern. Die Polizei kann aber nur dann eingreifen, wenn tatsächlich eine Straftat begangen wird. Jugendliche, die irgendwo sitzen, Bier trinken und rauchen, können dafür erst einmal nicht belangt werden. Die Polizei in Pirmasens und Kaiserslautern sagen dazu, dass es viele Einrichtungen speziell für Jugendliche gebe. Die würden aber nicht von allen jungen Menschen genutzt.

Nicht nur ein Problem in Rodalben

In allen Städten der Westpfalz treffen sich Jugendliche während der Sommermonate im Freien, um Zeit miteinander zu verbringen. Neben den Ordnungsämtern und der Polizei, die dafür sorgen, dass solche Zusammentreffen nicht eskalierten, gebe es in vielen Städten, wie in Kaiserslautern oder Pirmasens beispielsweise, auch Streetworker. Die suchten ganz gezielt das Gespräch mit den jungen Leuten, um eben zu verhindern, dass ein nächtliches Zusammentreffen ausartet und sich Anwohner belästigt oder gar bedroht fühlen.

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