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Das Landgericht Bad Kreuznach hat zwei Bundeswehrsoldaten wegen der Vergewaltigung einer Kameradin auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder zu drei Jahren Haft verurteilt.

Beide Angeklagte hatten im Verlauf des Prozesses angegeben, der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich gewesen. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide mehr als dreieinhalb Jahre Haft gefordert. Einer der Männer stammt aus Pirmasens, der andere aus Solingen.

Gemeinsam Kameradin auf der Stube vergewaltigt

Das Gericht sah es mit seinem Urteil als erwiesen an, dass sich die Tat wie folgt abgespielt hat: Eine Soldatin aus Zweibrücken war am Tag der Tat bis spät in die Nacht für die Essens- und Getränkeausgabe zuständig. Bereits da fassten die beiden Männer den Vorsatz, gemeinsam mit ihr Geschlechtsverkehr zu haben. Als die Frau dann auf ihr Zimmer ging, sind die beiden ihr gefolgt und vergewaltigten sie dort.

Das Opfer hatte sich nach Angaben des Gerichts nach dem Einsatz in Baumholder einer Freundin anvertraut und schließlich Anzeige bei der Polizei erstattet.

Zweite Vergewaltigung in Zweibrücken?

Der jüngere der beiden Verurteilten, ein 26-Jähriger, soll die Soldatin ein zweites Mal vergewaltigt haben - gemeinsam mit einem anderen Soldaten. Dieser andere Soldat muss sich in einem eigenen Verfahren verantworten.

Die zweite Vergewaltigung soll in Zweibrücken vor der Wohnung des Opfers stattgefunden haben. Dort sollen die beiden Soldaten ihre Kameradin in einen Durchgang neben dem Haus gedrückt und sich dort gemeinsam an ihr vergangen haben. In diesem Fall soll es einen Zeugen geben, dem der 26-Jährige von seiner Tat erzählt und die Vergewaltigung ihm gegenüber bestätigt haben soll.

Baumholder

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