Fünf Spielerinnen des ASV Winnweiler im Flutgebiet (Foto: ASV Winnweiler)

Einsatz in der Eifel

Fußballerinnen aus Winnweiler helfen im Flutgebiet

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Als sie die Bilder aus den Flutgebieten im Norden von Rheinland-Pfalz sahen, war den Frauenmannschaft des ASV Winnweiler klar: Wir wollen helfen. Seitdem fahren sie regelmäßig dorthin.

Zunächst dachte die Mannschaft an eine Spendenaktion, die sie in Winnweiler organisieren wollten. Aber dann sprach eine Spielerin mit einer Freundin, die im Ahrtal wohnt. Und die fragte: "Wann könnt Ihr kommen?". Also ging es mit kleinen Bussen und Privatautos zum Hilfseinsatz. Die Situation vor Ort hat die Fußballerinnen erschüttert. "Es ist wie im Kriegsgebiet", sagt Spielerin Hanna Gutheil. "Da fahren Panzer durch, da sind permanent Helikopter am Himmel, permant Baulärm. Das ist eine pure Zerstörung."

"Da will man einfach nur helfen."

Drei Spielerinnen des ASV Winnweiler in einem überschwemmten Haus im Flutgebiet. (Foto: ASV Winnweiler)
Die Spielerinnen aus Winnweiler packen mit an. ASV Winnweiler

Nachdem man einmal in dem Flutgebieten gewesen ist, sei es gar nicht mehr möglich normal in seinen Alltag zurückzukehren und nicht mehr zu helfen. Mittlerweile fahren die Fußballerinnen ein bis zwei Mal in der Woche ins Flutgebiet. Viele Menschen aus dem Donnersbergkreis haben sich ihnen angeschlossen. Wo sie dort helfen können und was sie zu tun haben - das wissen sie im Vorfeld nicht.

Die Mannschaft und die anderen Helferinnen und Helfer aus dem Donnersbergkreis fahren zu einem Parkplatz, an dem sie von Helfershuttles ins Katastrophengebiet gebracht werden. "Das ist alles sehr gut organisiert von Privatpersonen", sagt Spielerin Melanie Geißler. "Da bekommt man Listen mit Adressen, dieser Haushalt benötigt 30 Personen, die mit anpacken." Dann geht es los: Mit Schlamm schippen, Wände aufstemmen, Keller leer machen - oder einfach den Menschen zuhören.

"Man sieht kaum Fortschritt, weil so viel zerstört ist."

Jeder kann vor Ort mithelfen - da sind sich die Spielerinnen einig. Allein in den kommenden Tagen sollen dreimal Busse und Autos von Winnweiler in die Flutgebiete fahren. "Viele Hände, schnelles Ende" ist ihr Motto. Wer mitfahren will, kann sich direkt bei der Mannschaft melden.

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