Felsformation Felsnase an der B10 (Foto: SWR)

An der B10 soll es losgehen

An diesen Straßen im Westen der Pfalz wird 2024 gearbeitet

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Sebastian Stollhof
Sebastian Stollhof (Foto: SWR)

Ein Unfallschwerpunkt, der entschärft werden soll, der Ausbau der Bundesstraße 10 und ein Großprojekt am Donnersberg: Für 2024 sind in der Westpfalz einige größere Arbeiten an Straßen, Brücken oder auch an einem Tunnel geplant. Eine Übersicht:

Ausbau der B10 bei Hauenstein

Es ist ein Projekt, über das seit Jahrzehnten gesprochen wird: der Ausbau der Bundesstraße 10. Bei Hauenstein sollen nun in diesem Jahr im Bereich "Felsnase" die ersten Arbeiten beginnen, wie Volker Priebe sagt, der stellvertretende Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern. Demnach sei geplant, im Herbst mit Rodungen zu starten. Bis 2027 soll dann der Ausbau für 24 Millionen Euro laufen.

Parkplatz B10 bei Wilgartswiesen

Bereits im Sommer soll es mit dem Bau eines Parkplatzes an der B10 bei Wilgartswiesen losgehen. Auch ein Projekt, das vor allen Dingen von Naturschützern kritisch gesehen wird. Die Arbeiten an dem Parkplatz für Lkw und Autos sollen nach Angaben von Volker Priebe bis 2026 dauern und rund vier Millionen Euro kosten.

Unfallschwerpunkt bei Breitenau

Ein Großprojekt ist für den Landesbetrieb Mobilität auch der Bereich B270/L502 am Walzweiher bei Kaiserslautern. Dort, bei Breitenau, will der LBM einen Unfallschwerpunkt entfernen - eine spitzwinklige Kreuzung. Für rund fünf Millionen Euro soll stattdessen bis 2026 ein Kreisel entstehen. Dafür muss laut Priebe auch eine neue Unterführung unter der Bahnstrecke hindurch gebaut werden. Das Projekt wird sich allerdings wohl etwas nach hinten verschieben.

Für den Umbau müsse auch die Bahnstrecke gesperrt werden. Dafür gibt es noch keinen Termin. "Wir hoffen, dass es bis zu den Herbstferien klappt", sagt der stellvertretende Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Kaiserslautern. Ursprünglich hatte der LBM mit einer einwöchigen Sperrung der Bahnstrecke im Mai geplant.

Gleisdreieck Hochspeyer

Gestartet ist bereits der Ausbau der B48 mit einem Radweg von Hochspeyer nach Fischbach. Hier müsse zunächst an verschiedenen Eisenbahnbrücken gearbeitet werden. Bis Frühjahr 2025 soll das laut Volker Priebe erledigt sein. Dann gehe es an den Straßenausbau mit einem Kreisel. Das werde wohl bis 2026 dauern und soll alles in allem 16,7 Millionen Euro kosten.

Ortsumgehung Imsweiler

66 Millionen Euro sind für den Bau der Ortsumgehung Imsweiler geplant. Mit den Arbeiten ging es bereits im Sommer 2017 los. Derzeit wird an einem 400 Meter langen Tunnel gearbeitet. Bis Mai soll dieser fertig sein. "Parallel wollen wir die Ausstattung des Tunnels mit Strom, Licht oder Löschwasser beauftragen", sagt Volker Priebe.

Blick in den Mühlbergtunnel bei Imsweiler in Richtung Süden. Im Mai sollen die Arbeiten an dem 400 Meter langen Tunnel abgeschlossen sein.  (Foto: SWR)
Blick in den Mühlbergtunnel bei Imsweiler in Richtung Süden. Im Mai sollen die Arbeiten an dem 400 Meter langen Tunnel abgeschlossen sein.

Auf der Nordseite soll der Anschluss der neuen an die alte B48 bis Sommer entstehen. Im Spätsommer soll dann mit dem Anschluss an die Südseite gestartet werden. Ende 2025 sollen schließlich die ersten Autos über die 1,8 Kilometer lange Straße rollen.

Brücke Eselsbach in Kaiserslautern

Die Brücke über den Eselsbach an der Waschmühle in Kaiserslautern ist seit einiger Zeit marode. Seit 2021 ist sie teilweise gesperrt. Der Verkehr läuft über eine Behelfsbrücke. Wie ein Sprecher der Stadt mitteilt, soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr der Start für einen Neubau erfolgen. Dazu stehe aber noch eine so genannte wasserrechtliche Genehmigung durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd aus.

Neue Stadtmitte in Kaiserslautern

Die umfangreiche Umgestaltung der "Neuen Stadtmitte" läuft auch in diesem Jahr in Kaiserslautern weiter. Hier habe der Dauerregen der vergangenen Wochen zu Verzögerungen geführt, teilt ein Sprecher der Stadt mit. Komplett fertig soll Kaiserslauterns "Neue Stadtmitte" - so war bislang der Plan - ab 2025 sein.

In der Stadtmitte in Kaiserslautern laufen die Bauarbeiten weiter.  (Foto: SWR)
In der Stadtmitte in Kaiserslautern laufen die Bauarbeiten weiter.

Trippstadter Straße und Viadukt in Kaiserslautern

Im Laufe des Jahres hat die Stadt auch einiges in der Trippstadter Straße geplant. Hier baut die Deutsche Bahn eine Eisenbahnüberführung - das Viadukt - neu. Die Stadt will dann die Trippstadter Straße in Richtung Logenstraße erneuern, kümmert sich auch um Rad- und Fußwege. Zudem sind nach Angaben eines Sprechers der Stadt für 2024 im Zuge der wiederkehrenden Beiträge Arbeiten in der Brunnenstraße, an Schlehhof, in der Hildegardstraße und in der Ellenbrunner Straße vorgesehen.

Ortsdurchfahrt Eisenberg

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Worms hat in diesem Jahr auch einige größere Straßenbauprojekte im Donnersbergkreis vorgesehen. Beispielsweise soll die B47 in Eisenberg auf einer Länge von 700 Metern saniert werden. Wann es losgeht, ist nach Angaben von Bernhard Knoop, dem Leiter des LBM in Worms, noch offen. Rund 500.000 Euro sind für den Straßenbau eingeplant.

B48 zwischen Mannweiler-Cölln und Bayerfeld-Steckweiler

Im Februar soll es an der Bundesstraße 48 zwischen Mannweiler-Cölln und Bayerfeld-Steckweiler auf einer Länge von 320 Metern losgehen. Dort wird laut Bernhard Knoop an einer Straßenbrücke über die Alsenztalbahn und die Alsenz gearbeitet. Zudem werde die Bundesstraße in diesem Bereich erneuert. 1,5 Millionen Euro seien dafür vorgesehen.

Neuer Kreisverkehr in Rockenhausen

Ein neuer Kreisverkehr soll in diesem Jahr in Rockenhausen entstehen. Im Bereich Pfingstborn soll der Kreisel die Kreuzung L386/B48/K12 ersetzen. Rund 850.000 Euro sind laut LBM in Worms dafür eingeplant. Vorgesehen sei später dann auch, die L386 von Rockenhausen in Richtung Dörrmoschel auszubauen.

L385 an der Grenze zum Kreis Bad Kreuznach

Der Landesbetrieb Mobilität plant zudem die Sanierung der Landesstraße 385 an der Grenze zum Kreis Bad Kreuznach bei Becherbach auf einer Länge von rund zwei Kilometern. Rund 260.000 Euro sind dafür vorgesehen.

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